25 Dezember 2012

Die Rehaklinik Lohrey

Wie ich ja schon geschrieben habe, stammt die Klinik aus den 50er Jahren. Auch ein großer Teil der Einrichtungen scheinen noch aus der damaligen Zeit zu sein. So konnte man morgens zwischen 6:00 + 9:00 Uhr nicht duschen, weil das Wasser entweder kalt wurde, oder nur noch tropfend aus der Dusche kam. Die Matratzen waren weich und durchgelegen. Einige Patienten hatten das reklamiert, bekamen dann auch andere Matratzen, aber die waren auch nicht besser und das in einer orthopädischen Klinik, in der viele Patienten mit Rückenproblemen waren. 
In den 17 Tagen, die ich in der Rehaklinik war, sind dreimal nachts Betten zusammengebrochen. Also von gutem Schlaf kann keine Rede sein.
In manchen Zimmern liessen sich die Schränke nicht abschliessen. Ersatzschlüssel, oder neue Schösser gab es nicht. Seine Wertsachen konnte man jedoch an der Rezeption im Tresor hinterlegen.
Das Essen war nicht grade einfallsreich verhungert ist allerdings niemand ;-)
Die Anwendungen, die ich bekam, waren gut. Am Tag hatten wir zwischen 4 bis 6 Termine, außerdem konnten wir jederzeit den Kraftraum und das Schwimmbad benutzen.
Das war mein Behandlungsplan:
 

  • Wannensrprudelbad
  • Muskelmassage Wirbelsäule
  • Fango
  • Magnetfeldtherapie
  • Krankengymnastik einzel
  • Extension LWS
  • Rückenschule
  • Entspannung
  • Bewegungsbad
  • Dehnen & PCT
  • Med. Aufbautraining
  • Vorträge

Leider bekam ich nach einer Woche eine Allergie und mir wurden die Wannenbäder und das Schwimmbad verboten. Die Spessarttherme durfte ich dann auch nicht mehr besuchen.
Da meine Röntgenbilder nicht mehr die jüngsten waren, sollte ich noch mal geröntgt werden. Dazu musste man in die Nachbarklinik gehen. Nach 14 Tagen wurde ich dann endlich geröntgt.

An Heiligabend und den Feiertagen wird in der Klinik nichts gemacht, also keine Anwendungen oder dergleichen. Aus diesem Grund wurde ich vorzeitig entlassen und kann Weihnachten zu Hause verbringen. Insgesamt war ich daher nur 17 Tage in der Reha, eine Verlängerung bekam ich nicht (ich glaube aber auch nicht dass ich einer Verlängerung zugestimmt hätte). Wenn man von diesen 17 Tagen noch die beiden Wochenenden abzieht, an denen auch keine Anwendungen stattfanden, bleiben grade mal 13 Tage übrig an denen ich behandelt wurde.
Die Reha hat kaum etwas gebracht. Rückenschmerzen habe ich immer noch, zusätzlich habe in schlecht geschlafen, aber ich bin als arbeitsfähig und gesund entlassen worden. Die meisten Patienten werden als gesund und arbeitsfähig entlassen. Nur wer noch eine OP vor sich hat, geht mit einer anderen Diagnose nach Hause, oder wie in einem Fall direkt ins Krankenhaus.
Laut Aussage der Ärzte ist das eine Vorgabe der Rentenversicherung. Jeder von Euch kann sich jetzt selbst seine Meinung dazu bilden, bzw. seinen Teil dazu denken.

Eins weiß ich ganz gewiss. Wenn ich noch mal in eine Reha gehen sollte, werde ich garantiert nicht mehr nach Bad Soden-Salmünster fahren.



24 Dezember 2012

Frohe Weihnachten

Allen meinen Lesern danke ich für Euer Interresse und das Feedback dass Ihr mir gegeben habt. Ich freue mich immer wieder über Eure Kommentare.

Viele liebe Grüße

23 Dezember 2012

aus der Reha zurück

Die osthessische Stadt Bad Soden-Salmünster befindet sich im Kinzigtal auf einer Höhe von 150 m ü. NN. Als Kur- und Gesundheitsstadt verfügt Bad Soden-Salmünster über vielfältige Gesundheitseinrichtungen, wie beispielsweise die 2005 errichtete Spessart-Therme
oder die zahlreichen Fachkliniken, besteht aus zwei Ortsteilen mit insgesamt ca 10-11.000 Einwohnern.

Die Klinik Lohrey, in der ich war, wurde 1958 erbaut. Das merkt man leider, auch wenn man sich in ihr aufhalten muss, aber dazu später mehr. Eine Klinik für Orthopädie, Rheumatologie, Innere Medizin und Geriatrie. (Geriatrie ist Alters- oder Altenmedizin bzw. -heilkunde, also sehr viele alte Menschen, von denen sich die meisten in Rollstühlen oder Rollatoren bewegen. Im Normalfall hat die Klinik eine Auslastung von 90% Geriatriepatienten. Laut Aussage des Personals hatten wir Glück, weil derzeit nur ca 75% Geriatriepatienten waren).

Also zurück nach Bad Soden-Salmünster. Ein kleiner Ort mit wenigen Geschäften, 6 Kurkliniken und der Spessart Therme. Ein paar Lokale von denen die meisten um 18:00h öffnen, und um 22:00h schließen. Es gibt aber auch wenige Ausnahmen davon. Also ein Dorf indem man viel viel entspannen kann (wenn man das möchte).
Ein paar Bilder aus der Ortschaft:
Die Salz, ein kleiner Fluss oder Bach der durch die Ortschaft fliesst.
Ein kleines altes Schlösschen
Eingang zur Schloßmauer
die alte Schloßmauer
In der Klinik gab es bedauerlicherweise kaum Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten. Wir durften das Schwimmbad benutzen, wenn keine Anwendungen waren, hatten ein Spiel und Lesezimmer und eine Tischtennisplatte. Singen wurde noch angeboten, außerdem gab es jetzt in der Weihnachtszeit einmal pro Woche ein Chor der Weihnachtslieder gesungen hat. An den Samstagen hat ein Busunternehmer Fahrten zu den Weihnachtsmärkten nach Fulda und Frankfurt angeboten, aber 13 € für 2 Std. Weihnachtsmarkt war wohl doch ein wenig überteuert.
Das Internetangebot in der Klinik war eine Farce. 2 € Std. jedoch war das noch Nichtmal eine DSL-Verbindung und man konnte nur Mails aufrufen. Da läuft alles noch über ISDN. Laptopinhaber haben darüber geflucht das sie kaum eine W-Lan Verbindung bekamen.
Es ergab sich natürlich, dass sich trotzdem Leute zusammenfanden, die sich gut untereinander verstanden. Der beste Kontakt entstand, wie sollte es anders sein, im Raucher-Pavillion und auf dem Raucherbalkon. Nur da durfte geraucht werden.
Das eine oder andere Mal wurden auch Zimmerpartys abgehalten. Meisten, bei denen die ihren letzten Abend verbrachten und ihren Abschied feierten.
Sonstige Freizeitbeschäftigungen waren Schwimmbad oder Muckibude. Leider durfte ich wegen einer Allergie nach einer Woche nicht mehr ins Schwimmbad und durfte auch nicht mehr ins Thermalbad. Die schönsten Vergnügen konnte ich leider nicht mehr wahrnehmen.

Das war jetzt der erste Teil über meinen Rehaaufenthalt. Eine Fortsetzung über die Anwendungen und die Klinik folgt, aber es kann sein, dass ich erst nach Weihnachten darüber schreibe.

Ich wünsche Euch allen ein frohes und schönes Weihnachtsfest.

Viele Grüße

05 Dezember 2012

Reha, es ist so weit

Es ist so weit. Die Koffer sind gepackt,
Das ist einer von zweien
und inzwischen auch abgeholt. Morgen früh fahre ich in die Reha, und bis zu meiner Rückkehr werde ich hier nichts mehr schreiben und Eure Blogs auch nicht mehr lesen. Ihr könnt jedoch versichert sein das ich bei meiner Rückkehr alles Nachlesen werde und natürlich über meinen Aufenthalt in der Reha berichten werde.
Wenn es keine Verlängerung gibt, bin ich am 27.12. wieder zu Hause, und deshalb wünsche ich Euch allen jetzt schon ein frohes und schönes Weihnachtsfest. Verbringt die Tage mit Euren Familien und denen die Euch lieb sind.

Viele Grüße