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29 April 2017

Nutztierrisse

Am 27.03. habe ich erst berichtet wie viele Nutztiere in Nds von Wölfen gerissen wurden. Vor wenigen Tagen kam an die Öffentlichkeit, dass vor einem Jahr in der Cuxhavener Küstenheide mindestens 1 Heckrindkalb von einem Wolf gerissen wurde. Insgesamt gingen 4 Heckrindkälber verloren, aber nur von einem hat man eine Probe genommen und einen Wolfsriss nachgewiesen. Meine Vermutung ist das alle Tiere von einem, oder mehreren Wölfen gerissen wurden. Damals war noch das Land Niedersachsen Besitzer der Heideflächen, die von Konikpferden, Wisente und Heckrindern beweidet wurden. Dem Verantwortlichen vor einem Jahr wurde nach dem Vorfall nahegelegt die Angelegenheit nicht an die große Glocke zu hängen.
Das Küstenheidegebiet um Berensch-Arensch ist nicht nur Naturerbe, sondern auch beliebtes Touristen- und Erholungsgebiet, das von Spaziergängern und Reitern viel genutzt wird.

Jetzt steht der Verdacht im Raum, dass die Tierrisse verschwiegen werden sollten, um keine touristischen Einbrüche zu bekommen. Erst heute haben wir einen Spaziergang durch diese Küstenheide gemacht. Angst hätte ich wahrscheinlich keine, wenn mir ein Wolf begegnet, vorsichtig wäre ich aber. In Ihlienworth (25 Km von hier) wurde gestern wieder ein junges, 300 Kilogramm schweres Rind gerissen.  Die Wölfe scheinen sich im Cuxland wohl zu fühlen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

27 März 2017

Wölfe haben letztes Jahr 175 Weidetiere in Nds gerissen

(c) by https://de.wikipedia.org/wiki/Wolf

In Nds sind im vergangenen Jahr 175 Weidetiere gerissen worden. Vor allem Halter von Schafen und Ziegen im Raum Diepholz und rund um Cuxhaven fürchten die Wölfe. Der niedersächsische Umweltministers Stefan Wenzel, (Bündnis90/die Grünen) setzt auf Prävention. Die erhebliche Zunahme der Übergriffe auf Weidetiere sollte durch eine Obergrenze geregelt werden, fordert die CDU und änhnlich die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Eine Regulierung der Zahl der Tiere sei unausweichlich.

Das Landvolk zweifelt allerdings die offiziellen Zahlen des niedersächsischen Umweltministers an. Die Zahl der Risse durch Wölfe seien höher. Das kommt daher. Hobbyschäfer und Landwirte zeigen Wolfsrisse nicht an, denn die hohen Kosten für wolfssichere Schutzmaßnahmen können sie nicht aufbringen, doch nur dann erhalten sie eine Entschädigung, wenn sie Tiere durch Wölfe verloren haben.

Inzwischen sollen seit 2008 fast 2700 Schafhalter ihre Bestände abgeschafft haben, unter anderem auch wegen der steigenden Wolfspopulation. Auch Züchter bedrohter Schafrassen haben wegen des Wolfes aufgegeben. Die Landwirte, deren Tiere nachweislich vom Wolf gerissen wurden, erhalten zwar vom Land Nds eine finanzielle Unterstützung, aber ich vermute mal, das ist nicht ausreichend. Vorher muss natürlich erstmal nachgewisen, und danach anerkannt werden. Das kann dauern. In Nds sollen die Verfaheren bis zur Anerkennung sehr schleppend laufen.

Für verbesserten Herdenschutz gegen die Wölfe, z. B. wolfssicheren Zäune oder Herdenschutzhunde, bekommen die Tierhalter 80% Zuschüsse.

Ein wesentlicher Bestandteil unseres Küsten,- und Deichschutzes sind die Schafe. Sie grasen, wie Wiesen ab damit das Gras nicht zu hoch wächst. Beim grasen laufen sie viel rum und festigen dadurch den Boden, damit die Deiche nicht zu locker werden. Fachleute aus dem Bereich Küsten,- und Deichschutz sagen jedoch dass man die Weiden auf den Deichen baulich nicht so verändern kann, um wolfssicher zu sein.

Die Wolfspopulation steigt mit jedem Jahr. Unser Umweltminister betont jedoch wimmer wieder, dass die Halter ihre Tiere besser vor den Wölfen schützen müssen. Mal wieder wie üblich. Schuld ist der kleine Mann und was ist mit unserem Küstenschutz?

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

27 Dezember 2016

Body Cams in Nds.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am 12.12.2016 den Startschuss für das Pilotprojekt zum Einsatz von so genannten Bodycams bei der niedersächsischen Polizei gegeben.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen begrüßt die Einführung der "Body Cams". In Hessen habe man sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Niedersachsens Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel kritisierte den Start des niedersächsischen Pilotprojekts dagegen: Derzeit fehle es an einer speziellen Rechtsgrundlage für den Probebetrieb der Kameras. Anders als vom Innenministerium behauptet, sei der Datenschutz im Vorfeld nicht an dem Probebetrieb beteiligt worden.


Schon immer war ich für einen gewissen Datenschutz, aber ich denke, dass unsere Datenschützer schon lange über ihr Ziel gehen. Wenn es um den Schutz der Bevölkerung/Allgemeinheit geht, sollte der Datenschutz einer einzelnen Person (wenn es sich um Mörder, Totschläger, Vergewaltiger, Terroristen) handelt aufgehoben werden.
Ich habe kein Problem damit, wenn öffentliche Plätze, Veranstaltungen oder neuralgische Punkte videoüberwacht werden. Durch diese Überwachung kann vielleicht kein Verbrechen verhindert werden, doch eine Verfolgung, Fahndung, ein Nachweis/Beweis wäre bestimmt öfter möglich, als es bisher der Fall ist.

Die Datenschützer nerven. Gegen fast alles haben sie Einsprüche, sind dagegen und und und...
Es geht um mehr Sicherheit, das Täter hinterher schneller gefasst werden können, oder zumindest darum, dass hinterher möglicherweise Beweise vorliegen. Eins der letzten vielen Beispiele dafür konnten wir im Berliner U-Bahnhof sehen, als eine Frau die Treppe runtergetreten wurde.

Noch einmal: Datenschutz muss sein, aber an den richtigen Stellen und in Maßen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

24 September 2016

Die nächste Verklappung

Erst vor kurzem habe ich über die Schlickproblematik vor unserer Haustüre berichtet. Jetzt hat der Niedersächsiche Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Naturschutz (NLWKN) den Plänen der Niederländer zugestimmt ihr ausgehobenes Baggergut vor Borkum abzuladen. Die Niederländer  wollen die die Mündung der Ems vor Eemshaven auszubaggern damt damit größere Kohleschiffe das Kraftwerk in der Hafenstadt erreichen können.
Am Borkum-Riff, etwa 10 km vor Borkum, max. 2,3 Millionen Kubikmeter Sand verklappt werden. Für vier Jahre dürfen zur Unterhaltung weiter jährlich bis zu 640.000 Kubikmeter Baggergut in der bestehenden Klappstelle landen.
Das soll nach strengen Auflagen geschehen. Niemand kann jedoch sagen wie belastet der Sand ist.
Das Wattenmeer ist ein Naturschutzgebiet und zählt zum Weltnaturerbe.
Der Der NLWKN soll diese Ausnahmegenehmigung erteilt haben weil (angeblich) ein überwiegent öffentliches Interesse damit besteht.

Die Niederländer sind die Einzigen die ein Interesse daran haben, denn sie wollen/müssen ihr Kohlekraftwerk beliefern. Warum können die den Sand nicht weit draussen auf dem Meer verklappen)
Aus dem gleichen Grund warum die Hamburger ihren Schlick bei uns vor der Küste zwischen Cuxhaven und Helgoland abladen. Es würde der Witschaft viel Geld kosten.

In beiden Fällen hat sich unser Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenze (Bündnis 90/Die Grünen), nicht dazu geäußert.

Dazu kommt noch die Verklappung aus der Elbe. Die Fahrrinne muss ständig ausgebaggert werden, und dieser Mist wird bei den Tonnen 13-16 abgeladen. Das ist kurz hinter Neuwerk und Scharhörn. 10-12 km vor Duhnen.

Eigentlich gehört dieser Post in meinen Politblog, aber was hier an der Küste passiert muß auch mal hier erwähnt werden.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

03 April 2015

Wölfe in Nds


In Niedersachsen sind die Wölfe zurück. Seit 2012 werden immer wieder, und immer mehr Wölfe gesichtet. Juli 2014 gab es in Lüchow-Dannenberg Nachwuchs. Gleich 7 kleine Wölfe tappten in eine Fotofalle. 
Auch in  Celle wurden 3 Welpen entdeckt. Diese Raubtiere sind streng geschützt. In 2014 gab es allein in Niedersachsen nachweislich 16 Nutztierrisse durch Wölfe. Fünf Rudel und zwei Wolfspaare leben laut Landesjägerschaft in dem Bundesland. In diesem Jahr wurden an die 23 Welpen geboren.
Ansässige Landwirte und Schafhalter sorgen sich nun um ihre Nutztierbestände. Mitte Februar hat ein Wolf, der sich im niedersächsischen Landkreis Vechta in der Nähe eines Waldkindergartens herum trieb, Eltern und Kommunalpolitiker in Aufregung versetzt. Nun soll ein Metallzaun  den Kindergarten schützen.
Manchen Meldungen zur Folge kommen einige Wölfe ziemlich nah an Menschen heran.

Hier ein Video.
 
Auch hier im Landkreis Cuxhaven treiben sich seit Juli 2014 ein Wolfspaar rum.


Ich wünsche Euch allen frohe und schöne Ostertage.
Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.

Viele Grüße