25 November 2017

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

 Ein Thema, das ich hier auch mal ansprechen muss. Gewalt gegen Frauen. Aus meinem Umfeld habe ich das leider auch erfahren müssen. Bedauerlicherweise immer erst hinterher.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn Frauen über ihre Erfahrungen mit Gewalt angstfrei reden könnten. Ohne Angst vor ihrem Partner, vor sozialem und beruflichem Abstieg. Das könnte eine Botschaft sein an einem Tag, der den Betroffenen von Gewalt gewidmet ist. Dieser Samstag ist der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen, und die Botschaft gilt weltweit, weil diese Gewalt weltweit grassiert. Sie wird für die Öffentlichkeit manchmal in Einzelschicksalen sichtbar, meistens aber nur in großen, erschütternden Zahlen.

2016 kam es in Deutschland laut Bundeskriminalamt zu 133.080 Fällen von Gewalt in Partnerschaften. Diese Gewalt findet oft in nächster Nähe statt. In 82 Prozent der Fälle sind Frauen die Opfer. Besonders erschreckend: Fast jeden zweiten Tag werden in Deutschland eine Frau oder ein Mann von ihrem Partner oder seiner Partnerin umgebracht. Insgesamt 149 Frauen und 14 Männer wurden 2016 Opfer von Mord und Totschlag.

Gegenüber 2015 ist die Anzahl der Opfer partnerschaftlicher Gewaltdelikte um 4,4 Prozent angestiegen, eine Entwicklung, die seit 2012 festzustellen ist. Insgesamt waren 108.956 Frauen von Partnerschaftsgewalt betroffen. Dies entspricht einem Anteil von 35 Prozent gemessen an allen unter den relevanten Straftatengruppen erfassten weiblichen Opfern.

2016 wurden in Deutschland Frauen Opfer von Partnerschaftsgewalt (versuchte und vollendete Delikte)

    von vorsätzlicher einfacher Körperverletzung: über 69.700
    von Bedrohung: über 16.700
    von gefährlicher Körperverletzung: rund 11.900
    von Stalking: über 7.600
    von Mord und Totschlag: 357

Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu fast 99 Prozent weiblich, bei Stalking und Bedrohung in der Partnerschaft sind es fast 90 Prozent. Bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung sowie bei Mord und Totschlag in Paarbeziehungen sind 81 Prozent der Opfer Frauen.

Quelle: Bundeskriminalamt


Katarina Barley, Bundesfrauenminister: "Die Zahlen sind erschreckend - insbesondere mit Blick auf die vermutete Dunkelziffer. Die ansteigenden Zahlen der bekannt gewordenen Delikte sind aber auch ein Zeichen dafür, dass mehr Opfer Hilfe bei der Polizei suchen und erlittene Gewalttaten zur Anzeige bringen. Eine solche Entwicklung wird auch durch den veränderten gesellschaftlichen Umgang mit sexuellen Übergriffen und Diskriminierung, wie etwa aktuell durch die #metoo-Debatte, befördert."

Diese Zahlen werden immer erschreckender, obwohl, eigentlich ist, dass ein Problem das schon viele Jahrzehnte bekannt ist, aber immer versucht wurde herunterzuspielen. Ein Problem unserer Gesellschaft und unserer Regierungen.

Der Hashtag #MeToo hat eine Debatte ausgelöst und ich hoffe, dass endlich mal möglichst viele Menschen aufgerüttelt werden.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

22 November 2017

Elb-Link Fähre

Die im Sommer 2015 auf der Route gestartete Elb-Link-Reederei hatte in diesem Jahr Insolvenz anmelden müssen, seit dem 1. März 2017 ruhte der Fährbetrieb. Ich berichtete hier  darüber.

Bei der Taufe klatscht Niedersachsens SPD-Wirtschaftsminister Olaf Lies begeistert Beifall. Sein schleswig-holsteinischer Amts- und Parteikollege Reinhard Meyer und Olaf Lies überschlagen sich vor Lob. Als Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens (SPD) am Morgen die „Grete“ tauft, haben sich viele Zuschauer eingefunden.

Man erwartet, und erhofft sich viel von dieser Fährverbindung. Bei der Taufe der "Grete" in Cuxhaven war ich dabei. Die  "Anne-Marie“ wurde ja drüben in Brunsbüttel getauft. Auf beiden Elbseiten wurde viel Geld für diese Elbqerung investiert.

Das Aus kam schnell. Im Februar 2017 hatte die Elb-Link-Reederei den Betrieb seiner beiden Schiffe "Anne-Marie" und "Grete" eingestellt und stellte einen Insolvenzantrag.

Eine neue Betreibergesellschaft wurde unter dem alten Namen gegründet. Im Mai wurde der Fährverkehr mit einer Fähre nochmal aufgenommen. Diesmal nur mit einem Schiff. Bis Mitte August war die "Grete" im Einsatz, dann übernahm "Anne-Marie".

Im Oktober musste auch der Betrieb eingestellt werden. Die Fähre bräuchte Sartkapital. Es wird aber eine Förderung für Elbfähre Cuxhaven-Brunsbüttel aus öffentlichen Mitteln geben. Die Betreiber der seit Oktober erneut stillgelegten Elbfährlinie Brunsbüttel-Cuxhaven können nicht mit öffentlichen Fördermitteln rechnen und stehen möglicherweise vor dem Aus. Die Landkreise Dithmarschen, Cuxhaven sowie die Städte Brunsbüttel und Cuxhaven sehen derzeit keine Möglichkeit für eine Unterstützung, teilte Elb-Link-Geschäftsführer Bernd Bässmann mit.

Kann man verstehen. Die Landtagswahlen in SH und Nds sind grade erst vorbei. Jetzt sind die großen Worte der Politik nichts mehr wert. Das Siemens hier mit einem großen Werk angesiedelt hat, und es für die vielen LKW und Spediteure auch eine Entlastung und Kosteneinsparung wäre, wenn die Fähre fahren würde, interessiert anscheinend niemanden.

Touristen und auch wir Einheimischen haben die Fährverbindung gerne genutzt.


Wenn man jetzt hoch in den Norden fahren möchte, muss man die Fährverbindung von Wischhafen nach Glückstadt benutzen, oder bis Hamburg über eine der Brücken fahren. Dabei muss man allerdings ganz Hamburg durchqueren.

Mal sehen wie es weitergeht.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

17 November 2017

Fortsetzung Maschinenraumbrand vom 15.11.17

Die Schiffsbrandbekämpfung auf der „World Calima“ ist relativ glimpflich verlaufen. Der Brand war gelöscht. Das Schiff ist sicher nach Helgoland verbracht worden. Leider bekomme ich keine weiteren Informationen was weiterhin mit dem Schiff geschehen wird. Meine Vermutung ist, dass es in eine Reparaturwerft fährt, oder geschleppt wird, wo die Schäden behoben werden. Es war zum Glück ein Unfall und kein Unglück, bei dem niemand verletzt wurde.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

16 November 2017

Maschinenraumbrand auf Windparkschiff

15.11.2017
Maschinenraumbrand auf Windparkschiff nordwestlich von Helgoland

Gestern Mittag am 15.11.17 ist auf einem Windparkschiff, der „World Calima“, ein Feuer ausgebrochen. Gegen 8:20 Uhr gind die Notrufmeldung über einen automatischen Seenotruf bei der Seenotrettungsleitung der DGzRS in Bremen ein. Sofort lief die Hermann Marwede von Helgoland aus und nahm Kurs auf die Unglücksstelle. Die „World Calima“ befand sich zu dieser Zeit etwa 18 Seemeilen (ca. 33 Kilometer) nordwestlich der Insel Helgoland im Windpark „Nordsee Ost“. An Bord 8 Techniker und fünf Besatzungsmitglieder.
Die Hermann Marwede traf um 9:40 Uhr ein. Eine viertel Stunde später erreichten auch vier Schiffe aus einem Nato-Marineverband bei der „World Calima“ ein. Die Seenotretter bestimmten das deutsche Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ zum Einsatzleiter vor Ort (On-Scene Co-ordinator).
Die Windparktechniker wurden vom Tochterboot der Hermann Marwede übernommen und brachte sie auf den Seenotrettungskreuzer. Die Bestazung blieb an Bord.
Vom Seenotretter stellten ein starke Verbindung her und nahmen den Havaristen auf den Haken. Begleitet wurde der Schleppverband von der „Sulzbach-Rosenberg“.
Der Seenotrettungskreuzer Anneliese Kramer aus Cuxhaven, brachte eine Brandbekämpfungseinheit der Berufsfeuerwehr Cuxhaven nach Helgoland. Die Experten für Schiffsbrandbekämpfung sollen gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Helgoland im Inselhafen die weiteren Maßnahmen übernehmen.
Gegen 16.45 Uhr hat der Schleppverband sicher Helgoland erreicht.

Wenn ich erfahre wie es ausgegangen ist schreibe ich hier weiter.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße