Das ganze Ausmaß der Schäden, die der Orkan "Herwart" vom Sonntag in Cuxhaven angerichtet hat, kam erst bei genauer Untersuchung zum Vorschein. Die größte Baustelle für die Einsatz- und Bergungskräfte war am Montag nach dem Unwetter der Fährhafen.
Ein 27 m langes Arbeitsschiff mit einem, an Bord stehendem selbstfahrenden Kran, muß geborgen werden. Der Kran war ins Hafenbecken gefallen und untergegangen. Der auslaufende Treibstoff wurde durch eine schwimmende Ölsperre rund um die Untergangsstelle aufgefangen um eine Ausbreitung zu verhindern. Öl wurde abgeschöpft und an Land entsorgt.
Die Bergung gestaltet sich als schwierig. Weil die Kaifläche an dieser Stelle auf Pfählen im Wasser steht, kann die Betonplatte nur begrenzt belastet werden.
Das Schiff hatte sich von einem Schlengel losgerissen und war in eine Lücke zwischen Kaimauer und einem Ponton getrieben. Dort war es leckgeschlagen und vollgelaufen. Orkanbböen bis 140 km/h und eine Sturmflut von 2,50 Metern über dem normalen Hochwasserstand verwandelten die Cuxhavener Küste zu einer brodelnder Hexenküche.
Die 8 Leinen konnten das Schiff nicht halten. Auch die massiven Ketten, mit denen die schweren Betonschwimmkörper an den Pfählen verankert waren, hielten der Brandung nicht stand. Die Pontons rissen sich teilweise los und wurden mächtig durcheinandergewirbelt. Die beiden nördlichen Pontons konnten so grade noch gerettet werden, dank dem Einsatz einer Schlepperbesatzung.
Ich würde jetzt einen großen Schwimmkran holen, aber ich bin kein Experte. Ist natürlich auch eine Kostenfrage und wo bekomme ich ihn her und wann kann er vor Ort sein.
Vorgeschlagen wurde diese Möglichkeit, aber auch eine Kombination aus kleinem Schwimmkran, zum Beispiel dem „Reebok“ von der Mützelfeldtwerft und einen großen Mobilkran, wie es Berger Andreas Wulf vorgeschlagen hat. 120 Tonnen wiegt das 27 Meter lange und sieben Meter breite Arbeitsschiff, das nach Aussage des Eigners erst vor Kurzem für 120 000 Euro modernisiert worden ist. Wann die Bergung des Schiffes erfolgen kann, stand Montagnachmittag noch nicht fest.
Derzeit suchen Taucher nach dem versunkenem Kran, der anschließend von einem Mobilkran gehoben werden soll.
Diese Rettungsaktion werde ich weiterverfolgen soweit ich sie mitbekomme.
bis dahin
bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße
