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24 August 2017

Seenotrettung. Nicht immer klappt es

Am 9.8. wurde eine Frau etwa 600 m vor der Küste von den Seenotrettern aus dem Wasser gezogen. Die Schwimmerin war in der Grimmershörnbucht schwimmen gewesen und bei ablandigem Wind immer weiter in die Elbmündung, und damit ins Fahrwasser getrieben worden. Nach dem Alarm durch die Feuerwehr Cuxhaven wurde das Tochterboot des Seenotkreuzers ausgesetzt und nahm sofort Kurs auf die Schwimmerin. Zwei Seenotretter nahmen die total erschöpfte und unterkühlte Frau an Bord und übergaben sie im Hafen dem Landrettungsdienst. Ohne unsere Hilfe hätte die Frau es nicht geschafft, beschreibt Mark Reher von der DGzRS die Situation. Die DLRG Cuxhaven und die Feuerwehr Cuxhaven hatten sich ebenfalls auf den Weg zu der Schwimmerin gemacht.

Ein weiterer Fall ging leider nicht so glimpflich zu Ende.
Am Mittwoch, 23.8.17, versuchte man in einer dramatischen Situation ein Pferd zu retten.
Eine junge Reiterin wollte mit ihrem Pferd nach Neuwerk reiten, als es kurz vor dem ersten breiten Priel zusammenbrach. Die Berufsfeuerwehr brachte mit einem Unimog einen Tierarzt zur Unglücksstelle. Trotz fast einstündiger Wiederbelebungsversuche konnte das Pferd nicht gerettet werden, es starb an einer schweren inneren Verletzung.

Es kommt zum Glück bei uns an der Küste vor Cuxhaven selten vor dass Rettungsversuche scheitern.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

06 Juli 2017

Außergewöhnlichem Rettungseinsat

Zu einem außergewöhnlichem Rettungseinsatz kam es am 4.7.2017 vor Sahlenburg. Zwei Reiterinnen durch das Watt von Sahlenburg nach Duhnen zu reiten. Dabei gerieten sie nördlich der Neulandgewinnung in ein Schlickgebiet, in dem die Pferde einsanken. Daraufhin drehten sie um und versuchten die Salzwiesen zu erreichen, doch da gab es kein Weiterkommen. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Die versuchte von der Landseite aus an die Reiter und Pferde herran zu kommen. Von der Seeseite her war die Unfallstelle nicht erreichbar. Ein Tierarzt wurde herbeigerufener der die Pferde kreislaufmäßig versorgte. Etwa 75 Einsatzkräfte der verschiedenen Feuerwehren bauten aus Sandfangzäunen und Sandfangplatten einen etwa 300 Meter langen, zum Teil mit Priggen unterfütterten Weg, zu den Tieren. Unterstützt wurden sie dabei von der Moorbahn. Nach 4 Std. erreichten die Pferde auf eignen Beinen das Festland. Die Pferde wurden noch einmal tierärztlich versorgt, und der angelegte Weg rückgebaut.

An dieser Rettungsaktion waren die
 - FFw. Duhnen
 - FFw. Döse
 - FFw. Sahlenburg
 - FFw. Stickenbüttel
 - FFw. Holte Spangen
 - FFw. Lüdingworth, GW - Logistik
 - der Versorgungszug der Feuerwehr Cuxhaven
 - der Einsatzleitdienst der Feuerwehr
 - das NLWKN
 - die Nordseeheilbad GmbH
beteiligt.

Man sieht das jeder in Cuxhaven sicher ist wenn man ins Watt geht oder reitet, aber jeder sollte sich vorher über die Gefahren im Watt informieren.

Bis zum nächsten Mal.
Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

16 Juni 2017

Neuer Rettungskreuzer für Cuxhaven

Am Samstag, 10.06.2017 wurde der neuste und modernste Rettungskreuzer der DGzRS im Fährhafen von Cuxhaven getauft und der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist die Anneliese Kramer. Das erste Schiff der DGzRS  mit einem weiblichen Namen.

Anneliese Kramer
Die ANNELIESE KRAMER war am Samstag, 10. Juni 2017, von Schauspielerin Birge Schade im Cuxhavener Fährhafen getauft worden. Der Vorgänger HERMANN HELMS hat am 12. Juni 2017 nach 32 Einsatzjahren seine angestammte Station verlassen. Die DGzRS wird ihn verkaufen. Cuxhaven gehört mit jährlich 80 bis 100 Alarmierungen zu den einsatzreichsten Stationen der Seenotretter.
Zur Taufe waren nicht nur Prominente und Zuschauer erschienen, sondern auch die Hermann Marwede. Der größte Seenotrettungskreuzer der DGzRS, stationiert auf Helgoland. Deutschlands einzige Hochseeinsel.


Nach 32 Jahren löst der Seenotrettungskreuzer Anneliese Kramer die Hermann Helms ab. Die Hermann Helms hat über 2500 Einsätze absolviert. Wir sagen Tschüss Hermann Helms.

Hier der Alte, und der Neue Seenotrettungskreuzer nebeneinander

 Ein paar Daten zum Schiff:
Es ist 27,90 m lang, 6,20 m breit und hat einen Tiefgang von 1,95 m mit einer Geschwindigkeit von 24,0 kn   (45 km/h). Die Reichweite beträgt bei 24/15 kn ca. 600/800 sm.
Das Tochterboot wurde auf Mathias getauft und ist 8,20 m lang, 0,90 m breit und hat einen Tiefgang von 0,80 m und erreicht eine Geschwindigkeit von 19,0 kn.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

03 Juni 2017

Quad-Ski

Cuxhaven ist mit der Wattretung gut aufgestellt. Vergangenes Jahr hat die NHC (das ist unsere Kurverwaltung) ein neues Rettungsfahrzeug bekommen. Ein schwimmfähiges Quad-Ski. Also Quads habe ich ja schon viele gesehen, aber ein schwimmfähiges das ist schon was Besonderes deshalb will ich es Euch auch nicht vorenthalten.
Hier sieht man noch nicht das es schwimmen kann.

Bildquelle CN online
Aber hier bei einem Einsatz um Mutter und Tochter im September 2016 nacheinander von einer Rettungsbake zu retten. Damit kann man 1 Person retten, oder zumindest über Wasser halten und beruhigen bis weitere Hilfe eintrifft. Aber auch um vermisste Personen im Wasser zu finden eigenet es sich hervorragend.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

26 Mai 2017

neues Rettungsfahrzeug

Die Kurverwaltung hat ein neues Rettungsfahrzeug in den Dienst gestellt. Um noch ein weiteres Boot zu Wasser lassen zu können, hat die Kurverwaltung nun dieses neue Fahrzeug.

23.05.2017

07 Januar 2016

Wattrettung

Cuxhaven hatte bereits seinen ersten Wattrettungseinsatz.

03.01.2016

Der Diensthabende der Duhner Rettungsstation hatte eine Person bei der Rettungsbake 2 gesichtet, die bei auflaufendem Wasser und leichtem Schneetreiben im Watt unterwegs war.
Die FF Duhnen rückte mit dem Trecker und Rettungsboot aus. Die Berufsfeuerwehr fuhr mit dem Wattrettungsunimog ins Watt und holte die Person an Bord.

Zu dem Zeitpunkt hatten wir Windstärke 6 bei eisigem Wind und leichtem Schneetreiben.
Ganz davon abgesehen das ich nie so leichtsinnig wäre, käme ich nicht auf die Idee bei dem Wetter ins Watt zu gehen, ganz davon abgesehen dass das Wasser auflief.

Haben Touristen nichts anders zu tun als solchen Unsinn zu veranstalten, oder was sollte das werden?

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

14 Juni 2015

Wattalarm - 5 Personen in Gefahr

14.06.15 - 08:26 Uhr

Watteinsatz - 5 Personen auf Bake 5

Am Sonntagmorgen kurz vor halb 9 wurde die FFw Duhnen zu einem Watteinsatz gerufen. Eine Gruppe von fünf Wattwanderern hatte sich auf dem Weg nach Neuwerk verschätzt und war von der schnell auflaufenden Flut (HW um 11:57 Uhr) überrascht worden. Dies hatte der aufmerksame Schwimmmeister der Rettungsstation Sahlenburg bemerkt und Wattalarm ausgelöst.

Teils schwimmend oder bis zur Hüfte im Wasser gehend, konnten sich die jungen Leute mit letzter Kraft auf die Rettungsbake 5 in Sicherheit bringen.

Anmerkung:
Vor Cuxhaven stehen 7 Rettungsbaken. Sie bestehen aus seewasserbeständigem Aluminium und sind am Turmkopf mit einem Faradayschen Käfig gegen Blitzschlag versehen. Sie bieten Platz für ca. 5 - 7 Personen und sind sie mit Handfackeln und Wärmedecken ausgerüstet. Alle Rettungsbaken können von den Schwimmeisterstationen bei guter Sicht mit Fernrohren auf Benutzung bestens kontrolliert werden.

Die „Franz Mützelfeld“ der FF Duhnen und das RB 1 der BF konnten die Personen ca. 20 Min später aufnehmen und unverletzt wieder an Land bringen. Die ebenfalls alarmierten Kräfte der DRLG blieben vor Ort, brauchten allerdings nicht mehr eingreifen.

Nach kurzem Aufwärmen in den bereit stehenden RTW´s und einer Untersuchung durch die Notärztin konnten die Geretteten dann von der FFw Duhnen wieder zu ihrem Auto nach Sahlenburg gebracht werden.

Glücklicherweise gab es dieses Jahr bisher noch nicht viele Watteinsätze dieser Art. Das liegt wahrscheinlich am wechselhaften Wetter und den damit kühlen Temperaturen die wir dieses Jahr bisher hatten. Bald beginnt jedoch die Ferienzeit und wie der heutige Tag zeigte, schreckt auch eine steife Brise die Urlauber nicht vor Leichtsinn oder Unvorsichtigkeit ab.
Wer Unwissend ist sollte sich informieren vor allem über Veränderungen die in einem Meer immer wieder vorkommen können, wobei auch die Wetterlage eine wesentliche Rolle spielt.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

08 April 2015

Wieder was neues

Die NHC (Nordseeheilbad Cuxhaven, Kurverwaltung) hat sich jetzt ein zusätzliches Wasserrettungsfahrzerug geleistet. Es gibt in Cuxhaven wohl schon mindestens 9 Boote und einen Jetski zur Rettung aus der Nordsee, weiterhin sind 2 Wattrettungsunimogs vorhanden. Trotzdem hat Cuxhaven jetzt dieses Amphibienfahrzeug in Dienst genommen.
Der Pfeil zeigt auf den Propeller , wenn er auch auf dem Bild schwer zu ekennen ist.
Wäre ja für mich in Ordnung, hätte diese Stadt nicht andere wichtigere Probleme zu lösen. Das Geld und die Zeit hätte man besser verwenden können, sei es im Rettungsdienst oder bei den Feuerwehren. 

Trotzdem fand ich dieses Fahrzeug interessant und werde soblad wie möglich mehr darüber berichten.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

25 März 2015

Leichtsinn

Auf der Seite von der DGzRS,  Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, ( hier )  habe ich den folgenden Bericht gelesen.
Da fragt man sich doch wie unvernünftig und leichtsinnig Menschen noch sein können.
Das Bild stammt mit freundlicher Unterstützung der DGzRS

Einsatzbericht der DGzRS:

 22.03.2015
Mutter mit zwei Kindern im Watt eingesunken – Seenotretter im Einsatz vor Amrum

Mit dem Tochterboot JAPSAND des Seenotrettungskreuzers VORMANN LEISS sind die Amrumer Seenotretter am Sonntagvormittag, 22. März 2015, einer Mutter mit zwei kleinen Kindern zu Hilfe gekommen. Im nordfriesischen Wattenmeer an der Ostseite der Insel Amrum war die Frau bei einem Spaziergang vor der Küste in den weichen Meeresboden eingesunken und in Gefahr geraten. Sie konnte sich nicht mehr selbst befreien. Rettungsmänner der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und Feuerwehrleute kamen der Familie zu Hilfe.

Um kurz vor 10 Uhr klingelte auf der VORMANN LEISS das Telefon: Eine Beobachterin hatte von Land aus die Notlage der Familie bemerkt und direkt die Seenotretter alarmiert. Im nahe gelegenen Seezeichenhafen unterhält die DGzRS eine rund um die Uhr besetzte Station. Die Besatzung der VORMANN LEISS ließ sofort das Tochterboot JAPSAND zu Wasser und nahm Kurs auf den Unglücksort zwischen dem Seezeichenhafen und dem Wittdüner Fähranleger.

Etwa 100 Meter vor der Küste fanden die Seenotretter die kleine Familie. „Die Frau war mit einem Bein bereits bis zum Oberschenkel eingesunken. Sie trug ein etwa sechs Monate altes Baby auf dem Rücken“, schildert Rettungsmann Lars-Peter Jensen die Situation. Wenige Meter abseits stand ein zweites, etwa drei Jahre altes Kind im Watt. Es war jedoch lediglich mit den Füßen eingesunken.

Eile war geboten, um bei Wassertemperaturen von fünf Grad der Gefahr der Unterkühlung der Mutter entgegenzuwirken. Die JAPSAND stoppte an der Wattkante auf.

 Seenotretter Jensen stieg im Überlebensanzug durch die Bergungspforte aus und arbeitete sich von dort aus noch rund 20 Meter zu der Familie vor. Mit bloßen Händen befreite er die Mutter. Dabei sank er ebenfalls ins Watt ein, konnte sich jedoch später auf allen Vieren Richtung Tochterboot kriechend selbst wieder befreien.

Unterdessen nahte weitere Hilfe: Die Freiwillige Feuerwehr der Insel näherte sich von Land aus mit Leitern. Die Feuerwehrleute brachten zunächst das ältere Kind an Land, bevor die Mutter mit ihrem Baby folgen konnte. Der Landrettungsdienst übernahm die weitere Versorgung der Familie.


Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

21 Oktober 2014

Dummheit oder...? Wattalarm

Passend zu meinem Post vom 1.10.2014 hier nun ein Wattalarm vom 18.10.14 zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk.

Um 04:33 Uhr (bei auflaufendem Wasser) wurden die Kräfte der SEG Wasserrettung mit dem Einsatzstichwort „Wattalarm“ alarmiert. Erschwert wurde der nächtliche Einsatz durch dichten Nebel. Aus dem Watt hatte eine
Person die Feuerwehr alamiert, weil sie sich im Watt befand und offensichtlich durch den Nebel die Orientierung verloren hatte.

Ausgerückt sind:

SEG der DLRG mit 2 Rettungsbooten
BF Cuxhaven mit RB
FF Duhnen mit Trecker und RB
Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH
Wasserschutzpolizei

Sofort wurde das Radar in der Rettungsstation Duhnen besetzt. Bei dichtem Nebel tasteten sich zwei Rettungsboote unter Radarberatung an die Rettungsbake 6 heran, auf der die Person mittlerweile Zuflucht gefunden hatte.
Die Person wurde sicher auf eins der Boote übernommen, und beide Boote fuhren, wieder unter Radarberatung, zurück an den Strand, wo die Person der Wasserschutzpolizei übergeben wurde, um die Personalien festzustellen.

Da fragt man sich doch allen Ernstes was macht jemand mitten in der Nacht, und dann auch noch bei Nebel, mitten im Watt bei auflaufendem Wasser. Wie leichtsinnig, lebensmüde, betrunken oder dumm muss man sein um sich selbst, aber auch die Retter in solche Gefahr zu bringen?
Unsere Rettungskräfte haben schon einiges erlebt, aber solche Aktionen sind auch für sie ungewöhnlich.

Ich habe das Gefühl, dass der Leichtsinn heutzutage keine Grenzen mehr hat.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

01 Oktober 2014

Strandwache + Wasserrettung

An unserer Küste in Cuxhaven werden die Strände permanent überwacht. Die Leitung dazu liegt bei der NHC (Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH, unsere Kurverwaltung).
In den Sommermonaten von Mai bis Ende September sind alle 5 Rettungsstationen der einzelnen Strandabschnitte von NHC Mitarbeitern besetzt und werden ab Juni von der DLRG und dem Deutschen Roten Kreuz unterstützt. Die Einsatzleitstelle befindet sich in der Rettungsstation Duhnen. Bei einem Wattalarm werden von da aus die Einsätze von der Feuerwehr-Wasserrettung, NHC Wasserrettung, DLRG und DGzRS koordiniert.
Die Station Duhnen ist außer mit normalem Funk für Rettungsdienste aber auch mit Seefunk ausgerüstet. Außerdem ist auf der Station ein Personenradar.
Personenradar
Windrichtung und Geschwindigkeit



Alle anderen Stationen überwachen die Strände mit Ferngläsern, haben Funk, Telefon und Faxgeräte. Auf den Faxgeräten kommen Sturm- Gewitter oder sonstige Warnmeldungen vom Deutschen Wetterdienst.

Eine Ausnahme gibt es noch. Strandhaus Döse. Das ist eine Station vom DRK. Trotzdem wird natürlich auch dort der Strand genauso überwacht wie auf allen anderen Stationen.

Insgesamt gibt es in Cuxhaven 6 Rettungsboote, einen Jetski und den Rettungskreuzer Hermann Helms mit Tochterboot Biene. Im Extremfall rücken alle aus. Meistens ist es aber so das nur 3 oder 4 Boote mit Unimog oder Trecker ins Watt gezogen werden, wo sie dann zu Wasser gelassen werden.

RTB 1 Berufs Fw Cux
JetSki DLRG
MRB 1 "Herrmann Schrader" DLRG
MRB 2 "Kuddel" DLRG
MRB 3
MZB "Kugelbake" DLRG
JetSki DLRG
Treckker und MRB „Franz Mützefeldt“ RTB 2 FFw Duhnen

RTB = Rettungsboot
MZB = Mehrzweckboot
MRB = Motorrettungsboot

In der restlichen Jahreszeit von Oktober bis April, ist nur die Rettungsstation Duhnen zu den Wattwanderzeiten besetzt.

Im Jahr gibt es hier ca 30-40 Einsätze. Tendenz steigend. Leider sind ein Teil der Einsätze erforderlich weil sich Menschen leichtsinnig in Gefahr bringen. Noch schlimmer sind diejenigen die fahrlässig handeln, enteder durch Selbstüberschätzung oder weil sie jegliche Warnungen missachten.
Ich kann nicht sagen wie es in anderen Küstenorten gehandthabt wird, aber ich glaube wir haben hier eine gute Strandüberwachung.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

01 August 2014

Wattalarm


Da ich hier am Wattenmeer wohne gibt es hier machmal (im Sommer oft) Wattalarm. Das ist eine Alamierung wenn Menschen oder Tiere von der Flut (dem auflaufendem Wasser) überrascht werden. 

In den letzten Wochen hatten wir öfter Wattalarm. Eigentlich hier nichts Ungewöhnliches, jedoch möchte ich Euch ein paar besondere Fälle beschreiben, die auch hier nicht so oft passieren. Gleichzeitig möchte ich damit zeigen, wie gefährlich das Wattenmeer sein kann, wenn man sich nicht informiert, leichtsinnig oder überheblich ist oder Warnungen ignoriert. In den meisten Fällen sind es Touris, die in Notlagen kommen. Bedauerlicherweise ist aber auch ein Einheimischer, der sich eigentlich auskennen sollte, in Lebensgefahr gekommen. Für ihn gab es keine Rettung mehr, aber dazu später ausführlicher.
Über die Rettung zweier Reiterinnen, und die Rettung eines Paares mit Hund habe ich ja bereits am 26. + 28.06. berichtet.
Diese Beiden Wattrettungsfahrzeuge kennt Ihr ja bereits, aber natürlich sind das nicht die Einzigsten Wattretter in Cuxhaven.

Am 05.07. gab es den nächsten Wattalarm. Eine Personengruppe die sich bei einem aufziehenden Unwetter noch im Watt zwischen Cuxhaven und Neuwerk bei der Rettungsbake 7 befand, wurde von der Berufsfeuerwehr, der FFw Duhnen, der DLRG und Rettungskräften der NHC an einen Neuwerker Trecker übergeben der sie dann zur Insel brachte. Die Gruppe hatte sich, unabhängig vom Unwetter, mit der Zeit und der kräftig auflaufenden Flut verschätzt. Aus dem Rückweg nahm die FFw Duhnen einige Personen auf, die den Rückweg vor dem Unwetter sonst nicht mehr geschafft hätten. Weiterhin wurden durch die Rettungskräfte im Watt noch diverse Wattläufer über das aufziehende Unwetter informiert und zur Rückkehr an Land aufgefordert. In diesem Fall waren alleine von der FFw Duhnen 15 Rettungskräfte im Einsatz.

20.07.
der traurigste Fall in diesem Jahr bisher an unserer Küste. Gegen 17:30h ging der Alarm ein, dass eine Person im Wasser vermisst wird. Ein 32 jähriger Cuxhavener war mit seinem 3-jährigem Sohn und einem Bekanntem ins Watt gegangen um Krabben zu fischen. Die Drei waren unweit des Weser-Elbe-Wattfahrwassers von der Flut überrascht worden. Um möglichst schnell zurück zum Strand zu gelangen, versuchten sie einen Priel zu durchqueren. Der Vater konnte sein Kind noch dem Bekannten übergeben, der es an Land brachte und den Alarm auslöste.
Sämtlich verfügbaren Rettungskräfte wurden alarmiert und kamen zum Einsatz.

Beteiligte Einheiten:
- BF Cuxhaven
- FF Duhnen
- FF Mitte
-  FF Döse
- FF Sahlenburg
- FF Neuwerk
- DLRG
- DGzRS- NHC
- Rettungshubschrauber Christoph 26
- Wasserschutzpolizei Hamburg / Cuxhaven

Koordiniert wurde, wie immer in solchen Fällen, über Ranger Control in der Rettungsstation Duhnen.
Das DRK und ein Arzt der DLRG kümmerten sich in der Rettungsstation Duhnen um die Angehörigen.

Obwohl bis in den Montag hinein nach dem Mann gesucht wurde, konnte er nicht gefunden werden.
Am 28.07. kam dann die traurige Nachricht, dass der Mann von einem Hubschrauber der Bundespolizei entdeckt, und von der Wasserschutzpolizei weit draußen geborgen wurde. Der 32-Jährige wurde dabei vermutlich von der Strömung unter Wasser gezogen, ertrunken und weit abgetrieben worden.

Bild von Wikipedia.org
Zur Information: So sieht einer der 7 Rettungsbaken vor Cuxhaven aus.

Jedes Gewässer kann Gefahren in sich birgen und jedes Gewässer ist anders, egal ob Nord,- oder Ostsee oder Binnengewässer. Ich kann nur raten sich vorher zu informieren und die Warnhinweise zu beachten.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

28 Juni 2014

schon wieder.....

Gestern kam es erneut zu einer notwendigen Wasserrettung von einem Paar mit seinem Hund. Das Ehepaar war im Watt zwischen Cuxhaven und Neuwerk unterwegs, da sie unsicher waren, drehten sie um und wollten zurückkehren. Wären sie an den Pricken entlang weiter gelaufen, hätten sie wahrscheinlich den Weg ohne Probleme geschafft.
Dadurch die Umkehr wurden sie vom auflaufendem Wasser eingeholt und mussten sich auf eine Rettungsbake retten, von der sie dann von Rettungsbooten gerettet wurden.
Unter dem Bericht findet seht Ihr, was alles in Bewegung gesetzt wird, wenn Menschen in Lebensgefahr geraten können. Alleine die DLRG war mit 17 Leuten und 4 Fahrzeugen vor Ort. Dazu kommen die einzelnen Feuerwehren, Retter der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH und die Seenotretter der DGzRS.

hier der Bericht der DLRG.

26 Juni 2014

Reiterinnen und Pferde gerettet

Seit erst einem Jahr wohnen wir jetzt erst hier in Cuxhaven, aber inzwischen wunder ich mich über gar nichts mehr. Das betrifft sowohl unsere Stadtverwaltung, unseren Stadtrat als auch die Touristen.

Im folgenden, aktuellem Beispiel (vom 19.062014), möchte ich Euch zeigen, was der Leichtsinn von Touristen auslösen kann. Dabei möchte ich erwähnen dass überall an den Strandeingängen Hinweisschilder auf die Gefahren im Meer, und insbesondere auf die Gefahren im Watt und den schnell sich veränderten Wetterverhältnissen und dem schnell auflaufendem Wasser, hinweisen.

Was passieren kann, zeige ich Euch hier in eimem Bericht der Freiwilligen Feuerwehr Cuxhaven Duhnen. Den Bericht und einige Bilder könnt Ihr Euch
 hier
 ansehen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße