30 Dezember 2016

2016 geht zu Ende

Siemens baut eine Fabrik für Windturbinen in Cuxhaven ( investiert dafür 200 Millionen Euro.).
Nach Stute Logistics hat sich nun ein weiterer Zulieferer, Nordmark, an den Standort Cuxhaven gebunden.  Im kommenden Jahr wollen sie dort mit dem Bau eines Werkes zur Bearbeitung von Gussteilen für Windenergieanlagen beginnen. Das dänische Familienunternehmen folgt damit als Zulieferer dem Anlagenhersteller Siemens an den Standort des Deutschen Offshore-Industriezentrums.
Ein weiteres Unternehmem das die Lackierarbeiten übernimmt wird wahrscheinlich ebenfalls ein neus Werk errichten. Die Verkaufsgespräche für eine erforderliche Fläche (nahe dem Siemenswerk) sehen erfolgsversprechend aus.

Der alte Fischereihafen ist verkauft. Der neue Besitzer des Alten Fischereihafens in Cuxhaven will die touristische und gewerbliche Nutzung des Areals ausbauen. Die Staatssekretärin im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Daniela Behrens, sagte am Donnerstag bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags, sie freue sich, dass das Hafengebiet aus seinem „Dornröschenschlaf“ gerissen werde. „Vor allem touristische und gastronomische Entwicklung, Büros und Hotels werden zukünftig den Alten Fischereihafen ausmachen“, sagte Behrens. In einem Bieterverfahren hatte Niedersachsen Ports der Cuxhavener Plambeck Holding den Zuschlag für das 58?000 Quadratmeter große Areal erteilt. Die Krabbenkutter sollen im alten Fischeihafen bleiben.

Die Stadt Cuxhaven hat das Bahnhofsareal gekauft. Nach sechs Jahren mit zum Teil zähen Verhandlungen hat die Stadt Cuxhaven jetzt das 35 000 Quadratmeter große Bahnhofsareal mit seinem maroden Empfangsgebäude für 1,2 Millionen Euro von der Deutschen Bahn AG gekauft. . Die extra für diesen Zweck gegründete Bürgerbahnhof Cuxhaven eG hat gestern kurz darauf das Empfangsgebäude und das Grundstück, auf dem es steht, für 220 000 Euro plus Nebenkosten von der Stadt erworben. „Unser erklärtes Ziel ist, Ende 2017 in den sanierten Bahnhof einziehen zu können“, sagt Michael Glenz, Vorstandsmitglied der Bürgerbahnhof Genossenschaft.

Das sind, rückblickend auf das Jahr 2016, ein paar positive Erfolge für die Stadt Cuxhaven.

Persönlich habe ich ebenfalls das vergangene Jahr positiv in Erinnerung. Mein Schatz hat mich immer wieder bei meinem Ehrenamt unterstützt. Wir haben privat sehr schöne Zeiten miteinander verbracht, hatten viel Spaß, und dass obwohl es mir gesundheitlich nicht immer gut ging. Trotzdem war es ein schönes Jahr. Im August Familienbesuch von ihr, im Oktober kam dann Familienbesuch von mir. Beide Besuche waren für uns sehr schön und wir haben es genossen.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr.


Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

29 Dezember 2016

Tiefdruckgebiet Barbara

Mittwoch, 28. Dezember 2016,
Die kleine friesische Insel Wangerooge wurde von dem Sturmtief Barbara der letzten Tage ganz besonders arg gebeutelt. Am 2. Weihnachtstag gab es einen massiven Abbruch der Strandkante an der Urlaubsinsel. „Der Schaden beträgt um die 350.000 Euro“ Doch damit nicht genug: Nur zwei Tage später werden am Mittwoch fünf große Container an den Strand gespült.

Das Sturmtief "Barbara" hat vor allem auf der Ostfriesischen Insel Wangerooge deutliche Spuren hinterlassen. Am zweiten Weihnachtstag gab es dort einen massiven Abbruch der Strandkante an der Urlaubsinsel. Frustrierend, findet das Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos). Der Schaden betrage rund 350.000 Euro. Zudem muss die Verwaltung mit einem weiteren, tonnenschweren Problem auseinandersetzen. Am Mittwoch wurden fünf Schiffscontainer angespült. Der Sturm hatte die riesigen Frachtkisten vermutlich in den vergangenen Tagen von einem Schiff ins Meer geschleudert. Mittlerweile wurden auch auf Spiekeroog vier Container und auf Norderney drei weitere angespült. Sie stammen offenbar vom gleichen Containerschiff.

Container als Sicherheitsrisiko

Herrenlose Container können zu einer großen Gefahr für die Schifffahrt werden. Wenn sie nicht komplett untergehen und nur knapp unter der Wasseroberfläche treiben, kann dies bei Kollisionen zu schweren Unfällen führen. Je nach Ladung können auch gefährliche Stoffe oder Chemikalien in die Umwelt austreten.

Viel Zeit zur Bergung der gestrandeten Schiffsfracht bleibt offenbar nicht. Denn laut den Wettervorhersagen hat sich für den Jahresbeginn bereits ein weiterer Sturm angekündigt.

Vor der Nordseeinsel Wangerooge ist ein Frachter in Schräglage geraten. Das hat die Wasserschutzpolizei bestätigt. Die "Glovis Corona" war auf dem Weg von Hamburg in den Mittleren Osten. Das Schiff hat nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen neben Lkw auch Panzer geladen. Für wen die Panzer bestimmt sind und woher sie stammen, ist unklar. Offenbar war die Ladung während eines Sturms nach Weihnachten verrutscht und hatte den Frachter so in Schlagseite gebracht. Der Mannschaft ist es inzwischen gelungen, das Schiff ein Stück weit aufzurichten. Am Freitag kann es möglicherweise Bremerhaven anlaufen.


Ganz so harmlos war das Sturmtief wohl nicht.. Solche 40ft  Container haben ein Außenmaß von 12,19 m. Bei uns, etwas weiter oberhalb, wurden nur Teile vom Hafen überflutet.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

27 Dezember 2016

Body Cams in Nds.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am 12.12.2016 den Startschuss für das Pilotprojekt zum Einsatz von so genannten Bodycams bei der niedersächsischen Polizei gegeben.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen begrüßt die Einführung der "Body Cams". In Hessen habe man sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Niedersachsens Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel kritisierte den Start des niedersächsischen Pilotprojekts dagegen: Derzeit fehle es an einer speziellen Rechtsgrundlage für den Probebetrieb der Kameras. Anders als vom Innenministerium behauptet, sei der Datenschutz im Vorfeld nicht an dem Probebetrieb beteiligt worden.


Schon immer war ich für einen gewissen Datenschutz, aber ich denke, dass unsere Datenschützer schon lange über ihr Ziel gehen. Wenn es um den Schutz der Bevölkerung/Allgemeinheit geht, sollte der Datenschutz einer einzelnen Person (wenn es sich um Mörder, Totschläger, Vergewaltiger, Terroristen) handelt aufgehoben werden.
Ich habe kein Problem damit, wenn öffentliche Plätze, Veranstaltungen oder neuralgische Punkte videoüberwacht werden. Durch diese Überwachung kann vielleicht kein Verbrechen verhindert werden, doch eine Verfolgung, Fahndung, ein Nachweis/Beweis wäre bestimmt öfter möglich, als es bisher der Fall ist.

Die Datenschützer nerven. Gegen fast alles haben sie Einsprüche, sind dagegen und und und...
Es geht um mehr Sicherheit, das Täter hinterher schneller gefasst werden können, oder zumindest darum, dass hinterher möglicherweise Beweise vorliegen. Eins der letzten vielen Beispiele dafür konnten wir im Berliner U-Bahnhof sehen, als eine Frau die Treppe runtergetreten wurde.

Noch einmal: Datenschutz muss sein, aber an den richtigen Stellen und in Maßen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

08 Dezember 2016

Küstenschutz/Hochwasserschutz

Am 5.12. war es drei Jahre her, dass Orkan Xaver auf die norddeutsche Küste prallte und 2 Tage lang schwer gewütet hatte. In diesen zwei Tagen hatten wir 4 Sturmfluten. Feuerwehr und THW füllten 7000 Sandsäcke und brachten sie nach Sahlenburg um eine Überschwemmung zu verhindern. Ich berichtete damals hier darüber.
Praktisch in letzter Minute konnte der bevorstehende Katastrophenalarm abgewendet werden. Sahlenburg hatte damals sehr, sehr viel Glück gehabt. Ein Jahr später, sollte der Hochwasserschutz für die Sahlenburger Wolskersmarsch verbessert werden.
Soweit ich erfahren konnte, war das NLWKN (Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit der Planung hierfür beschäftigt. Jetzt sollen die Pläne wieder auf Eis liegen.

Zwar gehört die Wolskermarsch in Sahlenburg noch nicht zu unserem Verbandsgebiet. Die „Xaver“-Sturmfluten haben aber allen vor Augen geführt, wie sehr ein Deich für die Wolskermarsch notwendig ist, um für alle in Cuxhaven gleiche Deichsicherheit zu erlangen sagt der Deichverband am 9.12.2013 in einer Presseerklärung.

Man munkelt, dass ein Deichbau in Sahlenburg durch die Gastronomie verhindert wird. Die Gäste haben dann vom Hotelzimmer aus, ebenso wie von den Cafés und Restaurants, nicht mehr den freien Blick aufs Wattenmeer. Es muss anscheinend erst etwas passieren ehe ein Deich, oder zumindest ein verbesserter Hochwasserschutz in Sahlenburg gebaut wird. Wenn das Gerücht stimmt, das die Gastronomen den Deichschutz blockieren, dann sind sie es bestimmt auch die als Erste am lautesten um Hilfe rufen, wenn die Wassermassen sich mal wieder auf Cuxhaven zubewegen.

Unabhängig davon, wer oder was den Hochwasserschutz blockiert, verstehe ich nicht wieso der menschliche Schutz und deren Unversehrtheit nicht höher bewertet wird.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

09 November 2016

Traditionsschiffe, Museumsschiffe

Der Begriff Traditionsschiff hat zwei verschiedene Bedeutungen. Im Volksmund werden als „Traditionsschiffe“ ältere Schiffe und Boote bezeichnet, die weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten sind oder in einen derartigen Zustand zurückversetzt wurden, aber nicht zwingend einen Originalzustand ihrer Geschichte darstellen.
Traditionsschiffe werden von Museumshäfen, Einzelpersonen oder Betreibergesellschaften und -gemeinschaften unterschiedlicher Rechtsform in oft mühsamer Arbeit unterhalten, um Einblick in frühere Epochen der Schifffahrt, des Schiffbaus oder der Seemannschaft zu gewähren.

Mehr als 100 sogenannte Traditionsschiffe haben an der Küste Norddeutschlands mittlerweile ihren Heimathafen: restaurierte Dreimaster, alte Segelkutter, Dampfschiffe, aber auch einige umgebaute Motorschiffe, die nun mit Masten und Segeln Windjammer-Charme verbreiten.
Hier zwei Beispiele. Elbe 1 und die Schaarhörnim Hafen an der alten Liebe

Traditionsschiffe sind also alte Schiffe, Zeitzeugen der Vergangenheit und ich sehe oder besichtige sie immer wieder gerne. Sie haben etwas besonderes und strahlen ein besonders Flair aus. Außerdem kann man an ihnen sehen wie früher die Seefahrt betrieben wurde.
Hier in Cuxhaven haben wir die Elbe 1 liegen. Das ehemalige Feuerschiff Elbe 1 ist ein nautisch-technisches Denkmal.
Die Stadt Cuxhaven ist Eigentümerin des denkmalgeschützten Feuerschiffes Elbe 1. Betrieben wird es seit April 2001 vom Feuerschiff-Verein ELBE1.  Bestreben ist, das Schiff als maritimes Denkmal in einem funktionstüchtigen Zustand dauerhaft zu erhalten, der insbesondere den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht wird. Der Verein finanziert sich auch Mitgliederbeiträge, Spenden und Charterfahrten mit dem Schiff.

Nun hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) einen Gesetzesentwurf eingebracht der viele der Traditionsschiffe gefährdet wenn der Gesetzesentwurf umgesetzt werden muss. Viele der Schiffe müssten kostspielig und aufwendig umgerüstet werden. Auch fordert der Bundesminister höhere Anforderungen an die Besatzungen als bisher. Die Besatzungen sollen nur noch unter den gleichen Bedingungen und Anforderungen wie die Berufsschiffer fahren dürfen. Diese Verordnung soll aber nur für Schiffe unter deutscher Flagge gelten.

Das alles können die vielen Ehrenamtlichen weder finanziell, noch Zeitmässig bewältigen. Damit würden viele der Schiffe nicht mehr besetzt und erhalten werden können. Natürlich müssen bei steigenden Beförderungszahlen die Sicherheit der Passagiere gewährleistet sein muss.

Ich bin gespannt wie es mit den Museumsschiffe n weiter geht. Noch versucchen mehrere Institutionen Gespräche darüber zu führen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße 

06 Oktober 2016

Radwegebenutzungspflicht

Mit der Umsetzung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig, vom November 2010, hat jetzt auch Cuxhaven das Urteil umgesetzt. Das Gericht hatte im November 2010 zum Grundsatz erklärt, dass Radfahrer im Regelfall auf der Fahrbahn fahren und Städte nur im Ausnahmefall Radwege als benutzungspflichtig kennzeichnen dürfen.

Jetzt nach 6 Jahren kam die Stadt Cuxhaven dahinter, dass das Urteil durchaus auch Vorteile für die Stadt hat. Hier sind 36 Straßen und Wege davon betroffen. Auch Straßen auf denen es gefährlich für die Radfahrer wird. Auf einigen Bürgersteigen müssen sich Fußgänger und Radfahrer arrangieren. Auf anderen Straßen müssen die Radfahrer auf der Straße fahren, z. B. in Sahlenburg. auf der Nordheimstraße. Eine lange schmal Strasse, auf beiden Seiten abwechselnd Blumenkübel am Strassenrand, viel Autoverkehr, von April bis Oktober die Pferdefuhrwerke für die Touristen, LKW und Busverkehr und der immer stärker werdende Radverkehr. Das alles führt zu langen Staus und verunsicherten Radfahrern.
Das verantwortliche Amt sagt das wäre notwendig geworden um die Fußgänger zu schützen.

In Wirklichkeit scheint etwas anderes dahinter zu stecken.
Für etwa 400 Grundstückseigentümer hat das Folgen. In einem Merkblatt wurden sie vergangene Woche darüber unterrichtet dass sich daraus Änderungen in der Straßenreinigungspflicht ergeben. Die ehemaligen Radwege gelten jetzt als Bürgersteig und werden nicht mehr von der Stadt gereinigt oder vom Schnee geräumt. Diese Arbeiten müssen nun die Hauseigentümer erledigen.

Die Stadt hat damit einen Weg gefunden Geld zu sparen. In einigen Straßen wird die Fahrbahn und die Gosse weiterhin von der Stadt gereinigt, daher gibt es keine Änderung der dafür zu zahlenden Straßenreinigungsgebühren.

Andererseits soll das Radwegenetz weiter ausgebaut werden, womit auch unsere Kurverwaltung überall Reklame macht. Wie passt das denn zusammen?
Ich bin mal gespannt was sich die Stadt in den nächsten Jahren noch alles einfallen lässt um Geld zu sparen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

24 September 2016

Die nächste Verklappung

Erst vor kurzem habe ich über die Schlickproblematik vor unserer Haustüre berichtet. Jetzt hat der Niedersächsiche Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Naturschutz (NLWKN) den Plänen der Niederländer zugestimmt ihr ausgehobenes Baggergut vor Borkum abzuladen. Die Niederländer  wollen die die Mündung der Ems vor Eemshaven auszubaggern damt damit größere Kohleschiffe das Kraftwerk in der Hafenstadt erreichen können.
Am Borkum-Riff, etwa 10 km vor Borkum, max. 2,3 Millionen Kubikmeter Sand verklappt werden. Für vier Jahre dürfen zur Unterhaltung weiter jährlich bis zu 640.000 Kubikmeter Baggergut in der bestehenden Klappstelle landen.
Das soll nach strengen Auflagen geschehen. Niemand kann jedoch sagen wie belastet der Sand ist.
Das Wattenmeer ist ein Naturschutzgebiet und zählt zum Weltnaturerbe.
Der Der NLWKN soll diese Ausnahmegenehmigung erteilt haben weil (angeblich) ein überwiegent öffentliches Interesse damit besteht.

Die Niederländer sind die Einzigen die ein Interesse daran haben, denn sie wollen/müssen ihr Kohlekraftwerk beliefern. Warum können die den Sand nicht weit draussen auf dem Meer verklappen)
Aus dem gleichen Grund warum die Hamburger ihren Schlick bei uns vor der Küste zwischen Cuxhaven und Helgoland abladen. Es würde der Witschaft viel Geld kosten.

In beiden Fällen hat sich unser Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenze (Bündnis 90/Die Grünen), nicht dazu geäußert.

Dazu kommt noch die Verklappung aus der Elbe. Die Fahrrinne muss ständig ausgebaggert werden, und dieser Mist wird bei den Tonnen 13-16 abgeladen. Das ist kurz hinter Neuwerk und Scharhörn. 10-12 km vor Duhnen.

Eigentlich gehört dieser Post in meinen Politblog, aber was hier an der Küste passiert muß auch mal hier erwähnt werden.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

19 September 2016

Die Schlickproblematik

Die Schlickproblematik ist für Hamburg überlebenswichtig. Wird der Hamburger Hafen nicht ständig vom Schlick befreit, versandet der Hafen und die Schiffe müssten draussen bleiben.
Aber wohin damit. Seit 2005 wird der Schlick bei der Tonne E3, nur 8 km vor Helgoland, verklappt. Bis zu vier Meter hoch ist der Unterwasserhügel mit einem Umfang von etwa 100 Metern bereits angewachsen. Im April 2016 gaben Schleswig-Holstein und Niedersachsen nach harten Verhandlungen grünes Licht für weitere 10 Millionen Kubikmeter Ladevolumen Schlick bis 2021. Aus finanzieller Sicht etwas dass sich kein Nordseeanrainer  leistet. Der Schlick wird von Hamburg aus 140 km transportiert. Ein Millionenaufwand  den Hamburg sich da leistet.

„Natürlich ist die ganze Sache sehr umstritten“, bemerkt Dr. Boris Hochfeld, der für HPA im Bereich der Wassertiefeninstandhaltung arbeitet. Die Klappstelle liegt ungefähr 30 Kilometer nordwestlich der Vogelinsel Scharhörn, grenzt aber unmittelbar an ein internationales Vogelschutzgebiet.Auch hier treibt der Föderalismus seine Blüten.
 Das die Verschlickung vor Cuxhaven damit etwas zu tun hat wird bestritten, meint Hochfeld. Das seit Jahren beobachtete Verlanden der Wattflächen hat mit Sicherheit mit dem Leitdamm zu tun.

Hamburg kann jetzt für zunächst 5 Jahre, Hafenschlick in unbegrenzter Menge an Tonne E3 abladen. Allerdings ist das nicht grade eine kostengünstige Lösung. Jede Tonne  trockenem, in die Nordsee bugsiertem Hafenbaggergut, entrichtet Hamburg künftig fünf Euro an die Stiftung Nationalpark Wattenmeer.

Ob die Verschlickung vor unseren Stränden etwas mit der Verklappung der Hamburger zu tun hat, kann ich nicht beurteilen, aber wohin soll der ganze Schlick wenn erstmal die Elbvertiefung, die der Hamburger Senat, die Hafenbehörde und viele Unternehmen und die Wirtschaft unbedingt wollen, genehmigt werden. Bisher wurde die Elbvertiefung die zwischen Hamburg und Cuxhaven stattfinden soll durch Gerichtsurteile gestoppt. Das Bundesverwaltungsgericht hat sein Urteil darüber vertagt, es müssen noch offene Fragen vom Europäischen Gerichtshof geklärt werden.

Ja so schön wie Cuxhaven ist, hier seht Ihr wieder eine der Schattenseiten.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

04 September 2016

Notfall auf MS Helgoland

Am Sonntagvormittag kollabierte ein 66 jähriger Mann auf der MS Helgoland. Bei dem Tagesgast lag der Verdacht auf einen Schlaganfall vor. Der Kapitän musste entscheiden, wie er die beste und schnellste Versorgung des Patienten sicher stellen kann. Er entschied sich kurz hinter Scharhörn umzukehren. Gleichzeitig wurde ein Notruf an die Seenotrufzentrale abgesetzt sodass ein Seenotretungskreuzer einen Arzt an Bord der MS Helgoland übersetzte, der dort die Versorgung des Patienten übernahm.
In Cuxhaven wurde der Patient dem Rettungsdienst übergeben, der ihn ins Krankenhaus brachte.

Die anderen Passagiere konnten wählen ob sie aussteigen, umbuchen, ihr Geld zurück erhalten oder doch noch (mit zwei Stunden Versätung), nach Helgoland wollten.

Nach Aussagen des Kapitäns hatten fast alle Passagiere Verständnis für diese Massnahme nach Cuxhaven umzukehren, nur ein Passagier hatte sich beschwert. Diese Einstellung kann und will der Kapitän nicht nachvollziehen. Es ist auch für mich nicht nachvollziehbar wieso Menschen so uneinsichtig sein können, denn immerhin geht es in solchen Fällen darum Menschenleben zu retten.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße




11 August 2016

Schattenseiten von Cuxhaven

So schön wie es ist in einem Urlaubsort zu leben, so hat es auch seine Schattenseiten. Nicht alles in Cuxhaven glänzt, obwohl es über 3 Mio. Übernachtungen gibt. Zumindest ist das die Zahl die unsere Kurverwaltung veröffentlicht. Hier haben wir sehr viele Veranstaltungen. Von Mai bis Anfang Oktober ist hier fast jedes Wochende etwas los. Dann wird es etwas ruhiger und von November bis Ende März ist es ruhig in der Stadt. Doch gibt es auch Schattenseiten.

Die Stadt ist hoch verschuldet. Es soll sogar die höchst verschuldete Stad in Nds. sein. Seit Jahren vergammelt der Bahnhof. Ein Aushängeschild einer Stad für ankommende Zugreisende. Nach zähen und langjährigen Verhandlungen hat die Stadt Cuxhaven endlich das große Bahnhofsareal gekauft.

Die DB beschränkt sich in Cuxhaven auf die Bahnstation und ist an einem Empfangsgebäude allenfalls als Mieter für ein Reisezentrum interessiert. Die Stadt Cuxhaven kann hier aufgrund der hohen Schuldenlast nicht einspringen.

Die Stadt will, oder kann, trotzdem kein Geld investieren um den Bahnhof zu modernisieren.

Cuxhaven-Genossenschaft als Alternative!

Die zuvor definierten Ziele ließen sich am besten erreichen, wenn Cuxhavener Bürger, denen an einer positiven Entwicklung Cuxhavens und seines Bahnhofs gelegen ist, gemeinsam in Form einer Genossenschaft das Bahnhofsgebäude entwickeln.
Mit einem Stammkapital und zusätzlichen Landesmitteln kann es gelingen, ein historisches Gebäude zu sanieren und zukunftsfähig zu machen. Seit Jahren wird aber schon darüber gestritten wie der Bahnhofvorplatz und der ZOB umgestaltet werden kann.

Radwege-Benutzungspflicht:
In Cuxhaven wurde vor einiger Zeit in vielen Strassen die  "Radwege-Benutzungspflicht" aufgehoben. Damit gelten ehemalige Radwege als Bürgersteig für Fussgänger. Hintergrund ist das für die Sauberkeit (und Winterdienst) der Radwege die Stadt verantwortlich ist, für Bürgersteige der Hauseigentümer. Damit wurde ein Kostenproblem auf die Hausbesitzer abgewälzt.

Wildwuchs:
Der Wildwuchs seit einger Zeit überall in der Stadt hat ja nun wirklich keinen Sinn, sondern ist sichtlich eine Einsparung der Stadt aus Gründen Personal zu sparen. Inzwischen werden Radwege versperrt, Leitpfosten sind zugewuchert oder Verkehrsschilder werden verdeckt. Auch öffentliche Gebäude fangen an zuzuwuchern.

Es gibt viele, zuviele, Schattenseiten in dieser eigentlich schönen Stadt und ich werde sie ab jetzt immer wieder mal aufzeigen.
Trotz alledem bin ich froh hierhin gezogen zu sein.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

15 Juni 2016

Cuxhaven, Wandel der letzten 40 Jahre

Geschichten der letzten 40 Jahre der Stadt Cuxhaven. Die Stadt hat einiges mitgemacht und sich verändert. Das Einzige dass sich nicht geändert hat, ist die enorm hohe Verschuldung seit Jahrzenten. Cuxhaven soll die höchst verschuldete Stad in Nds. sein. Ein kurzer Überblick über einige Ereignisse aus Cuxhaven.

  • 1976
    3. Januar: Sturmflut, höher als die Sturmflut von 1962. Der gesamte Sandstrand wird davongeweht.
  • 1977
    Cuxhaven wird ans Erdgasverbundnetz angeschlossen.
    12. Februar: Neues Kurmittelhaus am Brandungsbad.
    1. August: Die bis dahin kreisfreie Stadt Cuxhaven wird mit den Kreisen Wesermünde und dem Land Hadeln zum Landkreis Cuxhaven.
  • 1978
    5. Mai: der Roro Terminal und die neue Seebäderbrücke werden eingeweiht.
    6. Mai: Einweihung des Jachthafens der Seglervereinigung.
    Über einen Industriehafen auf Neuwerk wird diskutiert.
  • 1979
    Mitte Februar Schneekatastrophe. Selbst Soldaten werden zum Schneeräumen eingesetzt.
    Am 14. Februar wird vom Staatsgerichtshof in Bückeburg der Protest der Stadt gegen die Kreisreform abgewiesen.
  • 1980
    Fischereikrise, Fangquoten und -gebiete werden eingeschränkt. Die Nordsee behält ihre halbe Flotte im Hafen.
  • 1981
    Am 26/27 Januar 1981 blockieren Fischer aus Protest gegen die EG Fischereipolitik die Schleuse.
  • 1982
    Am 11. September findet das erste "Op no Dös" Strassenfest mit 20 000 Besuchern statt.
    Die "Hermine" wird angekauft und die Rundturnhalle wird wegen Asbestverseuchung geschlossen und saniert.
  • 1983
    Am 25. November kollidieren die "Ever Level" und die "Itapage" auf der Elbe. Die "Ever Level" brennt tagelang.
  • 1984
    Die Fangfabrikschiffe "Wiesbaden" und "Stuttgart" sowie die Fischtrawler "Köln und "Saarbrücken" werden aufgelegt.
    Im Hotel "Concordia" gibt es nach einer Gasexplosion ein Großfeuer.
  • 1985
    Am 20. Dezember 1985 wird die Deutsche Fischfang-Union gegründet.
  • 1986
    Die Cap Anamur macht mit 375 sogenannten "Boat People" aus dem Chinesischen Meer in Cuxhaven fest.
    Der Deutsche Seeschifffahrtstag findet mit Bundespräsident Weizäcker statt.
    Im Fischereihafen findet ein Doppelmord statt.
  • 1987
    Nuuk, eine Siedlung von Grönland, wird Partnerstadt.
    Die Landesregierung entscheidet sich für den neuen Hafen an der Baumrönne.
    Nördlich von Schottland sinkt der Der Frischfischtrawler "Hessen"
  • 1988
    Die Kurparkhalle wird nach einem Umbau neu eröffnet.
    Das Feuerschiff Elbe 1 "Bürgermeister OSwald" wird àußer Dienst genommen.
  • 1989
    Die Sail 89 findet in Cuxhaven statt.
    Nach dem Fall der Mauer kommen 300 DDR  Bürger nach Cuxhaven.
    Am Marktplatz in Ritzebüttel gab es einen Großbrand.
  • 1990
    Das Fangfabrikschiff "Mond" brennt im Dock der Werft vollkommen aus.
    Das Feuerschiff Elbe 1 erhält einen neuen Liegeplatz an der Marina.
  • 1991
    Von den Fischhallen IV + V bleibt nach einem Großbrand kaum etwas übrig.
    Aus Altenwalde und Cuxhaven zieht sich die Bundeswehr immer mehr zurück.
  • 1992
    Am 15. Februar wird der Staatsvertrag geschlossen indem der Amerikahafen auf Niedersachsen übertragen wird.
  • 1993
    Ein Versetzboot des Lotsendampfers "Kommodore Ruser" kentert im Sturm.Drei Männer verlieren dabei ihr Leben.
    Das Dach vom Neubau des Stadtkrankenhauses steht am 3. März in Flammen.
    Die neuen Postleitzahlen werden eingeführt.
  • 1994
    Weltkongress der Cap Horniers mit vielen Windjammern. Für die Öffentlichkeit wird Fort Kugelbake wieder zugänglich gemacht.
  • 1995
    Aus Eifersucht wird auf dem Fischereiaufsichtsboot "Eider" der Kapitän erschossen. Der Täter verletzt seine Frau schwer und erschießt sich anschließend selbst. 
  • 1996
    Im Juni brennt die Heide zwischen Duhnen und Sahlenburg.
  • 1997
    Am 1. Oktober wird die erste RoRo-Anlage (Cuxport) eröffnet.
    Das "Aeronauticum" in Nordholz wird eröffnet.
    Erste Jugendzeltwiese in Duhnen.
  • 1998
    Besucherrekord im Wrackmuseum. 20500 Besucher wollen Originalteile der "Titanic" sehen die ausgestellt wurden.
    Helgoland ist mit Katamaran erreichbar.
  • 1999
    Ab 24. Juli fährt die "Elbe Ferry" zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel.
    Zum ersten Mal besucht die "Gorch Fock" vom 14.-16. August Cuxhaven.
  • 2000
    Olafur Ragnar, isländischer Staatspräsident, besucht Cuxhaven.
  • 2001
    Beim Umbau des Brandungsbades wurde der Etat um 10 Millionen überschritten was zum Ärger führte. Insgesamt sind 40 Millionen verbaut worden.
    Die "Elbe Ferry" wird wieder eingestellt.
    In der Bleichenschule wird giftiger Parkettkleber gefunden.
  • 2002
    In Cuxhaven Nordholz wird der Seeflughafen eröffnet.
    Die "Admiral of Scandinavia" beginnt mit dem Linienverkehr nach England.
    100 Jahr-Feier des Seebads Duhnen.
  • 2003
    Das Fischereimuseum wird eröffnet.
    Der Krankenhausverkauf an die Rhön-Kliniken wird beschlossen.
  • 2004
    Internationale Atmosphäre beim Tall Ship`s Race.
    Seit April gehört das Stadtkrankenhaus den Rhön-Kliniken. Das Seehospital Sahlenburg zu den Helios Kliniken (damals noch Wittgensteiner Kliniken).
  • 2005
    Am Holstenplatz wird das neue Einkaufszentrum eröffnet.
    725 Jahr-Feier in Altenbruch.
    Die Englandfähre wird im November wieder eingestellt.
  • 2006
    An der Elbe wird ein Windkraftanlagen-Versuchsfeld errichtet dass wenige Jahre später wieder abgebaut wird um Platz für Industrieanlagen in Cuxhaven zu schaffen.
  • 2007
    Das Maritime Sicherheitszentrum wird eingeweiht.
    Der "Tag der Niedersachsen" wird aus Anlass des 100 Geburtstags von Cuxhaven hier gefeiert.
    Die Metronomzüge starten am 7. Dezember den Linienverkehr zwischen Cuxhaven und Hamburg.
  • 2008
    Das Sea-Life-Center kam und ging wieder.
  • 2009
    Offshore-Basishafen wird in Betrieb genommen.
    Spektakulärer Umzug des Krankenhauses. Bei laufendem Betrieb geht es vom Alt,- in den Neubau.
  • 2010
    In der Nordersteinstrasse beginnen die Bauarbeiten.
  • 2011
    Der Schiffsansagedienst wird von Ehrenamtlichen belebt und sie beziehen ihr Quartier an der neuen Seebäderbrücke.
    Proteste gegen die Sperrung des alten Fischereihafen.
  • 2012
    Neubau DRK Kita Franzenburg.
    Liegeplatz 9 wird eröffnet. (Liegeplatz 9 ist die Kaianlage für die Fundamente für Offshoreanlagen). Ein Meilenstein für die Stadt.
  • 2013
    Das Lehrschwimmbecken in der Abendrothstraße wird abgerissen.
    Die Strandpromenade wird saniert und verlängert.
    Das alte Karstadt, später Hertie-Haus wird abgerissen.
    Windstärke 10 öffnet.
  • 2014
    Einkaufzentrum "Nordseegalerie" entsteht.
    Das Stadtkrankenhaus wird von Helios übernommen. Damit gehören beide Kliniken in Cuxhaven Helios.
  • 2015
    Siemens entscheidet sich gegen Bremerhaven für Cuxhaven.
    Ärger in der Helios Klinik. Viele Ärzte, und sogar der Geschäftsführer, verlassen das erst kürzlich übernommene Krankenhaus.
    Massenaustritt bei der Freiwilligen Feuerwehr Oxstedt. Sie löst sich dadurch auf.
    Die Klappbrücke muss saniert werden und ist monatelang defekt.
    Nach Brunsbüttel gibt es eine neue Fährverbindung und wird in Betrieb genommen.
    In Altenwalde wird vom DRK Cuxhaven eine Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet.
Das waren jetzt nur ein Teil der Ereignisse die Cuxhaven erlebt, oder getroffen hat. Ich hoffe es hat Euch nicht gelangweilt. Über neue Ereignisse werdet Ihr hier immer wieder informiert.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

08 Juni 2016

See Stadt Fest Bremerhaven 2016 Teil 2

Hier nun jetzt der zweite Teil von unserem Besuch in Bremerhaven beim See Stadtfest.

 Die Welle, ein altes  Dampfschiff das mühsam wieder in den Originalzustand von 1915 gesetzt wurde.

31 Mai 2016

See Stadt Fest Bremerhaven 2016

Am vergangenem Freitag waren wir auf dem Seestadtfest (ehemalige Bremerhavener Festwoche)in Bremerhaven. Neu dabei ist, dass die Veranstaltung in die Fußgängerzone erweitert wurde. Außerdem wurde der Termin auf das letzte Maiwochenende vorgezogen.
Auch neu dabei das Street Food Festival. Davon waren wir allerdings enttäuscht. Es waren nur wenige Anbieter die auch noch überteuerte Preise nahmen. Eine Woche vorher war bei uns Streetfood. Obwohl Cuxhaven kleiner ist wie Bremerhaven waren bei uns mehr Stände die nicht nur verkauften, sondern auch vorführten wie die Gerichte zubereitet werden. In Bremerhaven ist das noch verbesserungswürdig.

Im Hafen wurde kulinarisch viel angeboten, im Vergleich zu den vergangenen Jahren waren jedoch nur wenige Anbieter von Fisch dabei. Wir haben nur drei gefunden, darunter war "Nordsee", also Massenware, ein kleinerer der uns nicht gefiel, aber auch ein Stand der sehr gut war und an dem wir dann auch Fisch gegessen haben. Ansonsten gabs das Übliche. Jede Menge Bratwurst und Pommes, Schmalzgebäck, Süssigkeiten, Spieße, Grieschisch und Italieneisch.

Trotzdem war es bei Sonne und manchmal bewölktem Himmel sehr schön mal wieder Schiffe zu besichtigen. Für Musik und Unterhaltung war auch gesorgt.

Zunächst einmal ein Rundblick über Bremerhaven aus einer Höhe von 86 m.

03 Mai 2016

alte Landmaschinen

Am 1. Mai sind wir bei schönem Wetter auf dem Elberadweg nach Otterndorf zum Bauernmarkt geradelt. Einige Bauern hatten ihre Landmaschinen ausgestellt.
Ein Porsche Diesel mit 25,6 kW/35 Ps und 3 Zylindern.
Porsche? Ob das früher der Renntrecker im Dorf war?


08 April 2016

Tatverdächtigen Adlermörder ermittel

Im Fall des toten Seeadlers hat die Staatsanwaltschaft Stade, einen Tatverdächtigen 65 jährigen Mann ermittel. Mehrere Zeugen hatten einen Mann beobachtet, der sich mit einer Langwaffe in unmittelbarer Nähe des Adlerhorstes aufgehalten hat. Kurze Zeit später haben die Zeugen einen Schuss gehört. Der Mann, gegen den nun ermittelt wird, besitzt einen Jagdschein und hat in der Nähe des Tatortes Grundbesitz. Durch den geschützten Adler ist dieser Grundbesitz nicht frei verfügbar. Mögliche Planungen für eine Windkraftanlage könnte eventuell ein Motiv sein. Ohne Adler steigt der Wert des Grundstücks erheblich. Leider weiß ich nicht genau ob in der Nähe besonders geschützter Tiere überhaupt eine Windkraftanlage gebaut werden darf. Wahrscheinlich nicht.

Der Beschuldigte lässt sich von einem Anwalt vertreten und hat sich zum Tatvorwurf bisher nicht geäußert. Bisher wurde noch nicht entschieden, ob es einen Strafbefehl, oder zu einer Anklage kommt. Nach unserem Bundesnaturschutzgesetz drohen bis zu 5 Jahren Gefängnis.
Unsere Zeitung berichtet, dass der Staat den finanziellen Vorteil abschöpfen kann und dabei ist es egal, ob der Grundstückseigentümer der Täter war oder nicht. In Blankenese soll es mal dazu gekommen sein das der Staat sich den freien Elbblick nachdem Bäume gefällt wurden vom  Eigentümer bezahlen lies.
Meine Meinung ist, dass bei solchen Taten der Wertzuwachs vom Staat eingezogen werden sollte.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

03 April 2016

Schöne Maschinen

Nach den vielen grauen Tagen wollten wir raus und hatten beschlossen zur dicken Berta zu radeln. Die Wettervorhersage war nicht grade berauschend, einzelne Regenfälle waren vorhergesagt, trotzdem machten wir uns auf den Weg. In derGaststätte "Zur Schleuse" im Altenbrucher Hafen wollten wir essen. Als wir in der Gaststätte waren entschlossen wir uns allerdings kurzfristig erst später woanders zu speisen, blieben jedoch trotzdem eine Weile in der gemütlichen Gaststätte und beobachteten das Treiben auf der Elbe.
Eigentlich gab es nicht viel zu sehen. Ein paar kleinere Schiffe, die vorbeizogen, Touristen, die mit ihren Kindern einkehrten und zwei Einhimische Herren, die Fachsimpelten. Kurz bevor wir gingen kamen 4 Männer in Motorradkleidung mit Emblemen verschiedener Motorradclubs. Die Jungs machten trotz ihres wildem Aussehen einen sympathischen Eindruck. Als wir gingen sah ich dann ihre Maschinen auf dem Parkplatz. Als Motorradfan konnte ich mir die nicht entgehen lassen.


Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

28 Februar 2016

Seeadler erschossen

Am 10. Februar wurde in der Nähe der Gemeinde Balje, ein erschossener Seeadler in seinem Horst aufgefunden. Sowohl der Naturschutzbund Nabu, als auch der zuständige Landkreis, haben Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Stade erstattet.

Quelle: de.wikipedia.org
Zunächst wurde von einem toten weiblichen Seeadler ausgegangen. Denn bei der äußeren Bestimmung von Greifvögeln kann man fast nur nach Gewicht und Größe des Tieres gehen. Gemeinsam haben Nabu, WWF und Privatleute inzwischen eine Belohnung von 13500 € zur Ergreifung des Täters ausgesetzt. In Nds sollen es 44 Seeadlerpaare,  insgesamt  aber wohl etwa 200 Seeadler geben.

Das erschossene Tier war in einem gutem Ernährungszustand.
Der Seeadler-Betreuer des Landes Niedersachsen, Peter Görke, sagt es gibt es keine Zweifel daran, dass das Tier erschossen wurde. Der Adler habe ein sechs bis acht Millimeter großes Einschussloch aufgewiesen. Es soll im Leibniz-Institut für Zoo und Wildforschung in Berlin genauer untersucht werden.

Ich stelle mir die Frage wer und warum jemand so etwas macht. Adler sind sehr schöne Tiere, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen dass sie jemandem schaden.

Sollte ich Neues über die Tat erfahren, werde ich es hier berichten.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

20 Februar 2016

MS Helgoland

Das Schiff ist rund 83 Meter lang, 12,8 m breit und hat einen Tiefgang von 3,6 m. Der Flüssiggas-Antrieb erzeugt eine Leistung von 5.000 kW, damit erreicht das Schiff 20 kn (Knoten) Höchstgeschwindigkeit. Auf acht Salonbereichen verfügt das Schiff über rund 1200 Sitzplätze, die sich über drei Decks und drei Oberdecksbereiche verteilen. Im Vorderschiff wurde ein Laderaumbereich für zehn 10-Fuß-Container (oder zwei 20-Fuß-Container) sowie Stückgutladungen eingerichtet. Dafür wurde ein bordeigener Kran montiert, der bis zu 10 Tonnen heben kann.

Die Helgoland ist der erste deutsche Neubau unter deutscher Flagge, dessen Verbrennungsmotoren mit LNG betrieben werden. Ende 2014 kam der auf einer polnischen Werft erstellte Kasko zur Fassmer-Werft in Berne an der Weser. Hier erfolgte der Innenausbau und die Installation der technischen Einrichtungen. Die moderne Flüssiggas-Antriebsanlage besteht aus zwei Wärtsilä Dual-Fuel-Motoren (DF) zum Propellerantrieb.
 Neuerungen im Passagierbereich

    8 großzügige Salonbereiche und Atrium über 3 Decks
    vielfältiges Gastronomieangebot mit buchbaren Plätzen
    3 Sonnenoberdecks für schönste Meeresmomente
    Barrierefreiheit durch Fahrstuhl über alle Decks
    Festmachen im Hafen (ohne Ausbooten)

Das Schiff ist rund 83 m lang und 12,80 m breit bei einem Tiefgang von 3,60 m. Mit dem modernen Flüssiggas-Antrieb wird eine Leistung von 5.000 kW erreicht. Mit 20 Kn (37 Km) erreicht das Schiff eine gute Reisegeschwindigkeit.
Auf 3 Decks und 3 Oberdecksbereiche befinden sich 1200 Sitzplätze. Außerdem kann die MS Helgoland zwei 20-Fuß-Container sowie auch Stückgutladungen aufnehmen. Ein eigener Schiffskran ist ebenfalls vorhanden.
Das neue Schiff geht in Helgoland nicht mehr auf Reede, sondern legt im Südhafen an. Das Ausbooten mit den Börtebooten entfällt damit auf der Linie Cuxhaven-Helgoland. Die Helgoland legt im Südhafen an. Dafür fährt die MS Helgoland aber ganzjährig.
Am 11.12.2015 fand die Taufe in Cuxhaven statt. Seit 16.12.2015 fährt die MS Helgoland im Seebäderdienst.

Das Seebäderschiff ist die erste deutsche LNG-Neubaufähre. Durch die LNG-Technologie werde unter anderem 90 bis 95 Prozent weniger Schwefel und Stickoxide ausgestoßen. Feinstaub soll es gar keinen mehr geben.
Das nenne ich mal umweltfreundlich.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

16 Februar 2016

Winterliche Grüße

Der Winter ist noch nicht gegangen. Wir haben nur wenige Minustemperaturen, doch es reicht, um das Watt vereisen zu lassen.
Strahlende Sonne, blauer Himmel, klare Sicht, kein Wind, trockene Luft, das ideale Wetter um am Strand spazieren zu gehen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

22 Januar 2016

Frosträder

Auch manches Fahrrad hat der Frost im Griff.
Handyaufnahmen vom 21.1.2016
Ob die Räder eingefroren wurden um die Haltbarkeit zu verlängern, konnte ich nicht herrausfinden.

Wer noch mehr Bilder sehen möchte schaut bei Meerwolkenleben vorbei.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

16 Januar 2016

Botschafter DGzRS

Schauspieler Markus Knüfken, neuer Botschafter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) lässt sich in Cuxhaven im Überlebensanzug vom Beiboot „Verena“ aus dem Wasser holen.

Unterkühlte Surfer und dramatische Situationen im Watt – die Seenotretter haben 2015 wieder alle Hände voll zu tun gehabt. Unter anderem retteten sie zwei junge Menschen vor Cuxhaven, die bereits bis zur Brust im Watt versunken waren.

Markus Knüfken (Schauspieler) kennt die Gefahren der See. Oft ist er mit seinem Seekajak unterwegs. Vor über fünf Jahren entdeckte er bei einer Tour in der Ostsee eine gekenterte Jolle, der Segler war ins Wasser gestürzt. Der Verunglückte konnte sich an Knüfkens Kajak festhalten. „Ich wollte ihn an Land ziehen“, erinnert sich der Schauspieler. „Aber der Wind und die Strömung waren zu stark.“
Beide waren erleichtert, als die Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kamen.

So viel dazu wie Markus Knüfken den ersten Kontakt mit den Seenotrettern hatte. Jetzt ist er dieses Jahr der neue Botschafter der DGzRS.
Wie jedes Jahr wurde der neue Botschafter in Cuxhaven vorgestellt. Dazu kam das der Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede, stationiert auf Helgoland. Es ist der größte Kreuzer der DGzRS. Die Seenotretter zeigten vor Cuxhaven in einer Übung wie Menschen aus Seenot gerettet werden und Markus Knüfken spielte den zu Rettenden.
Foto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Mit 34 Knoten (etwa 73 km/h) geht’s mit dem Tochterboot Verena über die Nordsee vor Cuxhaven
Foto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Foto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Foto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Rettung gelungen.
Im letzten Jahr kamen die Retter in Nord- und Ostsee 538 Menschen in gefährlichen Situationen zu Hilfe, 2014 waren es mit 768 deutlich mehr gewesen. 55 von ihnen wurden aus akuter Seenot befreit.

Hinter den Zahlen verbergen sich dramatische Situationen: So eilten im November die Seenotretter einem 20-jährigen Windsurfer in der Eckernförder Bucht zu Hilfe, der bei neun Grad Wassertemperatur und kabbeliger See auf seinem Surfbrett kauerte. Der Mann schaffte es bei starkem Westwind nicht, aus eigener Kraft an Land zu kommen. „Das war eine gefahrenvolle Situation“, sagte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey. Die genaue Position des Mannes war nicht bekannt, die Sicht ungünstig.
Im August retteten die Helfer eine 19-jährige Frau und einen 22-jährigen Mann vor Cuxhaven, die bereits bis zur Brust im Watt versunken waren. „Zahlreiche Menschen beobachteten das Unglück vom Deich aus, konnten aber nicht helfen“, sagte Stipeldey. Mit dem Tochterboot eines Seenotkreuzers konnten die Seenotretter bis auf zwei Meter an die Versunkenen heranfahren. Ein Seenotretter mit Überlebensanzug robbte sich an die beiden verunglückten Touristen heran und zog sie aus dem Schlick.
Insgesamt fuhren die Seenotretter, die im letzten Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feierten, fast 2100 Mal zu Einsätzen raus, 2014 war es rund 2200 gewesen.

Oft bekomme ich hier vor Cuxhaven Rettungseinsätze mit. Meistens bewältigen das die DLRG, die Feuerwehren und Wasserrettung der Kurverwaltung, jedoch gibt es auch Notfälle in denen die DGzRS dazugerufen wird, vor allem dann, wenn sich der Notfall nicht mehr im küstennahen Bereich befindet.

Leider sind es manchmal Notfälle die aus Leichtsinn entstanden sind.
Wer den ganzen Bericht und noch viel mehr Bilder sehen möchte, kann sich das hier ansehen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße