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15 Dezember 2017

Zertifikat für Krabben

Die Krabbenfischerei in der Nordsee hat das MSC-Zertifikat für nachhaltige Fischerei erhalten meldet dpa am 14.12.2017 in ihrer Meldung.


Nach langen und schwierigen Verhandlungen mit den Umweltschutzverbänden hat die Krabbenfischerei in der Nordsee das MSC-Zertifikat für nachhaltige Fischerei erhalten. Ein Dutzend Erzeugergemeinschaften  mit mehr als  400 Krabbenkuttern in Dänemark, Deutschland und den Niederlanden wird damit bescheinigt, dass sie die Umweltkriterien des MSC (Marine Stewardship Council) erfüllen. Das teilten der MSC und die Verbände am Mittwoch in Hamburg mit. Die Produkte  der Fischer dütfen jetzt mit dem blauen Öko-Label vermarktet werden. Die zertifizierten Kutter fangen mehr als 90 Prozent aller Nordseegarnelen.
Das Zertifikat ist auch ein Schutz für die Bestände. Bisher unterlag die Nordseegarnele (Krabbe) keiner gesetzlichen gesetzlichen Fangquote.
Zunächst mussten die Fischer gemeinsam mit der Universität Hamburg und dem Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) die Größe der Bestände und die Werte für eine nachhaltige Befischung ermitteln und einen ersten Managementplan für die Krabbenfischerei erstellen. Jetzt ist sichergestellt dass die Bestände nicht überfischt werden. Auch gegen unerwünschten Beifang wurden spezielle Maßnahmen vereinbart.
Mit acht beteiligten Umweltverbänden aus den drei Ländern haben die Fischer und der MSC mehrere Jahre lang um das Zertifikat gerungen. Umweltverbände stimmten letztlich zu, weil den Fischern verschiedene Auflagen erteilt wurden.


Das Siegel gilt für fünf Jahre, dann wird es wieder überprüft um es dann neu zu erteilen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

25 Juni 2017

Krabbenbrötchen werden Luxusschnittchen

Krabbenbrötchen werden langsam zu Luxusschnittchen. Schon im vergangenem Jahr war der Krabbenfang gering. Es wurden nur wenige Nordseekrabben (richtig wäre eigentlich Nordseegarnele) aus dem Meer gezogen. Dieses Jahr melden die Krabbenfischer noch geringere Fangmengen. Woher kommt das?
Herrschten in den wenigen Wochen, in denen sich die Krabbe fortpflanzt, durch natürliche Schwankungen ungünstige Temperaturen und Strömungsverhältnisse, mache sich das schnell im Bestand bemerkbar. 90 Prozent der Krabben leben nämlich nur ein Jahr.


Einen weiteren Grund nennt uns der Biologe Kraus. Die Zunahme natürlicher Fressfeinde. Wittlings- und teils auch Kabeljau-Schwärme haben sich seiner Meinung nach im Frühjahr in der südlichen Nordsee stark vermehrt. Die Überfischung der Wittlings und des Kabeljaus hat nachgelassen. Diese Überfischung ist zurückgegangen, sodass sich natürliche Räuber-Beute-Beziehungen wieder einstellen.

Es gibt allerdings auch andere Ansichten für den Rückgang der Nordseekrabben. Einige sagen es liegt nur an der Überfischung der Nordseekrabbe. Andere sagen wiederum das es an den Temperaturen liegt. Laut der Erzeugergemeinschaft ist der Wittling dafür verantwortlich. Der frisst einen Großteil der Krabben auf.

Der NDR meldete, dass für ein Krabbenbrötchen inzwischen an einigen Orten 12 € kosten (Stand 23.06.2017), das ist teurer als ein Rinderfilet, sagt ein Gastronom. 11,50 € kostet der Snack in Hamburg, in Cuxhaven werden teilweise 7,50 Euro verlangt. Experten rechnen erst am Ende des Sommers mit einer Entspannung. Dann zieht sich die Wittlinge zurück.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

13 April 2017

Fischereierzeugnisse

Oldenburg/Cuxhaven

Mal eine erfreuliche Nachricht für die Fischindustrie und die Fischer. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) erteilt deutlich bessere Noten für fangfrischen Fisch und Fischfilets als in den Jahren zuvor. Im Jahr 2016 sind von 425 Proben nur 14 negativ ausgefallen. Das sind nichtmal 3%. In den Jahren 2013 und 2015 lagen die Mängel noch bei 17%.
Das zum Laves gehörende Institut für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven nimmt alle zwei Jahre die speziellen Frischfisch-Untersuchungen vor. Dabei werden nur nicht tiefgefrorene Fische geprüft, also frische Fische.


O-Ton Eberhard Haunhorst:
Damit Fisch nicht nur zu Ostern ein richtiger Genuss wird, sollte beim Kauf auf Frische geachtet werden, sagte der Laves-Präsident Eberhard Haunhorst. Dabei könne man sich auf die eigenen Sinne verlassen, vor allem auf den Geruch. Je nach Fischart rieche frischer Fisch angenehm nach Seetang, meerfrisch oder ist fast völlig geruchlos, sagte Haunhorst. „Bei Verderb fängt ein Fisch rasch an unangenehm zu riechen.“ Frischer Fisch sollte möglichst noch am Kauftag zubereitet und verzehrt werden.

Ich wünsche allen meinen Lesern frohe und friedliche Ostertage.
Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

21 Juli 2015

Seehecht

Vor ein paar Tagen haben wir uns an einen Seehecht getraut. Den Seehecht  kann man mit Haut verzehren. Für uns beide haben wir natürlich keinen ganzen Hecht gekauft, sondern das Beste davon. Die Filets, herausgetrennt vom Rücken des Fisches.
Hier ein Foto vom Fischerfest 2015
Unter dem Handelsnamen Seehecht werden verschiedene Seehechtarten zusammengefasst. Europäischer Seehecht, Nordpazifischer Seehecht, Kap-Seehechte, Patagonischer Seehecht und Südpazifische Seehechte. Seehechte gehören zu den dorschartigen Fischen. Sie leben tagsüber in Bodennähe und gehen nachts im Freiwasser bis an die Oberfläche auf Jagd. Hauptnahrung sind kleinere Fische wie Sprotten, Heringe, Sardellen, Sardinen und Makrelen, aber auch Tintenfische. Seehechte haben einen relativ schlanken, silbrigen Körper, der sie als Bewohner des Freiwassers ausweist. Seehechte können eine Länge von bis zu 1,5 Metern erreichen und bis zu 15 Kilogramm schwer werden, das durchschnittliche Exemplar wiegt aber um die 10 Kilogramm bei etwa einem Meter Länge. Seehechte leben in weiten Teilen des Atlantiks. Merluccius merluccius ist vor allem im Südatlantik und fast im gesamten Mittelmeer anzutreffen; seltener in der Nordsee.

Für die deutsche Fischwirtschaft ist Seehecht inzwischen von recht großer Bedeutung, vor allem die südatlantischen und nordpazifischen Arten. Er rangiert in der Beliebtheitsskala beim Verbraucher mit an vorderster Stelle. Seehecht besitzt ein weißes festes Fleisch, das sich für verschiedene Fischgerichte eignet.

                                                Diese Filets haben wir uns geholt.
Nach dem Braten

Der Seehecht hat hervorragend geschmeckt. Kann ich nur weiter empfehlen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

14 Januar 2014

Krabben pulen


Im letzten Post habe ich Euch die Krabben gezeigt. Um an das leckere Krabbenfleischzu kommen, muss man die Krabben erstmal pulen. Dazu geört etwas Übung, aber bekannterweise macht Übung den Meister.
Hier zeige ich Euch jetzt wie es geht.

Den Kopf der Krabbe zum Krabbenpulen zwischen Daumen und Zeigefinger fixieren,  nicht quetschen. Mit der anderen Hand das Hinterteil greifen und ohne Druck drehen, bis der Panzer in der Mitte aufbricht.


Nun ganz vorsichtig zunächst die hintere Hälfte des Krabbenpanzers am Schwanz festhalten und vom Krabbenfleisch ziehen.
Zum Schluss das Krabbenfleisch vorsichtig aus dem Kopf des Tieres lösen.
Die Reste vom Krabbenpulen nicht wegwerfen, aus den Schalen kann eine leckere Krabbensuppe gekocht werden!. Guten Appetit.

Bleibt gesund.
Viele Grüße


08 Januar 2014

Krabben



Die Nordseekrabbe (Crangon crangon) gehört zu den zehnfüßigen Krebsen (Decapoda). Dort ordnet man sie mit anderen Garnelen der Gruppe der schwimmfähigen Krebse (Natantia) zu. Zur anderen großen Gruppe, den bodenbewohnenden Krebsen (Reptantia), gehören unter anderem Hummer und Langusten.


Die Nordseekrabbe ist keine Krabbe, sondern eine Garnele. Örtlich sind auch die Bezeichnungen Granat, Porren oder Kraut gebräuchlich.

Der Krabbenfang ist durch das Wechselspiel von Ebbe und Flut geprägt, da es vielerorts nur möglich ist, den Fang bei Flut im Hafen anzulanden. Krabben leben tagsüber eingegraben im Sandboden und schlickigen Grund, nächtliche Nahrungssuche im Wattenmeer, wobei die Tiere mit den Gezeiten wandern.

Die folgenden Bilder hat Elke mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

Die Krabbenfischer fangen die Nordssee-Krabben mit Hilfe von Schleppnetzen ein, welche über den Meeresgrund gezogen werden. Ein Krabbenkutter auf Fangfahrt in der Grimmershörner Bucht. Meistens fahren die Krabbenfischer allerdings weiter raus. Es ist eher selten das in der Bucht gefischt wird.

Nach dem Fang der Nordseekrabben werden diese an Bord der Krabbenkutter zunächst vom Beifang, Sand und Schlick befreit, danach gekocht und bis zur Anlandung in den Häfen gut gekühlt. Bei uns in Cuxhaven werden die Krabben erst im Hafen auf den Kuttern gekocht, das hat wahrscheinlich damit zu tun dass die Kutter direkt im Küstenbereich fangen, und die Rückfahrt in den Hafen nur weinige Minuten Zeit in Anspruch nimmt.



In der Regel ist so ein Kutter 15 bis 16 Meter land und erreicht eine Geschwindigkeit von 11 Knoten (= 20,4 km/h). Sind die Krabben den Fischern ins Netz gegangen, werden sie in einen riesigen Topf gekocht.
Aus den anfangs graufarbenen Krabben werden später appetitlich aussehende rosafarbene. Zum Abtropfen werden sie anschließend in große Siebe geschöpft und gepult.
Das sieht dann so aus




Ich hoffe es hat Euch gefallen. Bleibt gesund im Jahr 2014.
Bis zum nächsten Mal

Nachtrag:
Diesen Post habe ich am 8.1. um 7:39 Uhr veröffentlicht. Bisher (10.1.  22:25 Uhr) ist der Post noch nicht in den Leserlisten erschienen. Seit einiger Zeit habe ich das Problem dass dieser Blog nicht, oder erst Tage später,  in den Leserlisten erscheint.