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15 September 2026

Orkanböen und Starkregen: Zeltlager am Strand evakuiert.

Zeltlager
Das ist nur ein kleiner Teil vom Zeltplatz
Am 21.6.26 musste in Duhnen ein Zeltlager mit 470 Teilnehmern und Betreuern evakuiert werden. Manche Teilnehmer wurden bereits zum zweiten Mal beim selben Turnier vom Unwetter überrascht und mussten den Rest der Nacht in Notunterkünften verbringen. Zwei Jahre vorher war beim gleichen Turnier unerwartet schweres Unwetter über Cuxhaven weggezogen.

Am Samstag, 24. August 2024 zog ein schweres Unwetter mit Orkanböen und Starkregen über die Stadt Cuxhaven hinweg und sorgte für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren. Das Zeltlager in Duhnen wurde evakuiert.
Am Duhner Strand flüchteten sich Dutzende von Menschen in Hotelhallen und Restaurants. An der Beachhandball-Arena stellten Sturmböen und Schlagregen die Betreuerteams vor völlig neue Aufgaben. 
Ca. 470 Personen, darunter viele Kinder, mussten evakuiert werden. Sand und Steine flogen durch die Luft. Zelte flatterten und zerrissen. Einheiten der Feuerwehr Hannover die zufällig in Duhnen waren, unterstützten die örtlichen Einsatzkräfte. „So etwas habe ich noch nicht gesehen“, berichtete ein Augenzeuge, der an der Strandallee in einem Lokal saß: „Das war unglaublich bedrohlich!“

Die Menschen vom Zeltlager wurden in ein schnell eingerichtetes Notquartier der nahegelegenen Jugendherberge und die Sporthalle einer Berufsbildenden Schule evakuiert. Der Katastrophenschutz und die DRK Bereitschaft Cuxhaven bauten Feldbetten auf.

Trotz der dramatischen Ereignisse wurde niemand verletzt. Am Sonntagmorgen wurden die evakuierten Teilnehmer von der Feuerwehr und dem DRK betreut und verpflegt. Betreuer, Spieler, Spielerinnen und Eltern von 7 der 8 Teams entschieden dann aus dem Turnier die Spiele abbrechen und aus dem Turnier auszusteigen.

Ausgetragen werden Beachvolleyball, Beachsoccer und Beachhandball. Die Turniere finden an fast jedem Wochenende von Juni bis Ende August statt.
Bei den verschiedenen  Turnieren nehmen vereinzelt bis zu 1.200 Teilnehmer und Betreuer teil. 
Laut der Cuxhavenner Kurverwaltung, Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH (NHC) sollen pro Saison ca 10.000 Teilnehmer an den verschiedenen Turnieren teilnehmen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße 


05 Januar 2018

Sturmtief "Burglind"

Den ersten Sturm des Jahres 2018 hat Norddeutschland überstanden. Mit bis zu 112 Km/h fegte der Sturm über uns weg. Es gab nur geringe Schäden, aber die Feuerwehren hatten trotzdem viel zu tun. Vielerorts hatten sie mit Hochwasser zu kämpfen. In Niedersachsen machten die hohen Wasserstände zu schaffen. Durch den Regen in den letzten Wochen waren die Flüsse voll, die Felder und Ackerflächen konnten kein Wasser mehr aufnehmen und einige Bäche und Flüsse traten über ihre Ufer. Auch der Fährverkehr musste teilweise eingestellt werden. So fuhr beispielsweise die Fähre von Cuxhaven nach Helgoland nicht. Ebenso war der Fährbetrieb zu der einen oder anderen ostfriesischen Insel nicht möglich.

Wegen Hochwasser musste auch der Nord-Ostsee-Kanal für die Schifffahrt mehrere Stunden gesperrt werden. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden hier bei und die Fluttore geschossen, weil eine leichte Sturmflut folgte und das Wasser über die Kaimauern schwabten.

Im Großen ganzen ist Cuxhaven mal wieder gut weggekommen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

31 Oktober 2017

Aufräumen nach Herwart

"Mehrere Wehren und großes Gerät waren erforderlich um ein Sinken des Schiffees zu verhindern" hatte ich berichtet. Später stellte sich heraus dass das Schiff doch gesunken war.
Das ganze Ausmaß der Schäden, die der Orkan "Herwart" vom Sonntag in Cuxhaven angerichtet hat, kam erst bei genauer Untersuchung zum Vorschein. Die größte Baustelle für die Einsatz- und Bergungskräfte war am Montag nach dem Unwetter der Fährhafen.
Ein 27 m langes Arbeitsschiff mit einem, an Bord stehendem selbstfahrenden Kran, muß geborgen werden. Der Kran war ins Hafenbecken gefallen und untergegangen. Der auslaufende Treibstoff wurde durch eine schwimmende Ölsperre rund um die Untergangsstelle aufgefangen um eine Ausbreitung zu verhindern. Öl wurde abgeschöpft und an Land entsorgt.
Die Bergung gestaltet sich als schwierig. Weil die Kaifläche an dieser Stelle auf Pfählen im Wasser steht, kann die Betonplatte nur begrenzt belastet werden.
Das Schiff hatte sich von einem Schlengel losgerissen und war in eine Lücke zwischen Kaimauer und einem Ponton getrieben. Dort war es leckgeschlagen und vollgelaufen. Orkanbböen bis 140 km/h und eine Sturmflut von 2,50 Metern über dem normalen Hochwasserstand verwandelten die Cuxhavener Küste zu einer brodelnder Hexenküche.
Die 8 Leinen konnten das Schiff nicht halten. Auch die massiven Ketten, mit denen die schweren Betonschwimmkörper an den Pfählen verankert waren, hielten der Brandung nicht stand. Die Pontons rissen sich teilweise los und wurden mächtig durcheinandergewirbelt. Die beiden nördlichen Pontons konnten so grade noch gerettet werden, dank dem Einsatz einer Schlepperbesatzung.
Ich würde jetzt einen großen Schwimmkran holen, aber ich bin kein Experte. Ist natürlich auch eine Kostenfrage und wo bekomme ich ihn  her und wann kann er vor Ort sein.
Vorgeschlagen wurde diese Möglichkeit, aber auch eine Kombination aus kleinem Schwimmkran, zum Beispiel dem „Reebok“ von der Mützelfeldtwerft und einen großen Mobilkran, wie es Berger Andreas Wulf vorgeschlagen hat. 120 Tonnen wiegt das 27 Meter lange und sieben Meter breite Arbeitsschiff, das nach Aussage des Eigners erst vor Kurzem für 120 000 Euro modernisiert worden ist. Wann die Bergung des Schiffes erfolgen kann, stand Montagnachmittag noch nicht fest.
Derzeit suchen Taucher nach dem versunkenem Kran, der anschließend von einem Mobilkran gehoben werden soll.

Diese Rettungsaktion werde ich weiterverfolgen soweit ich sie mitbekomme.

bis dahin
bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

30 Oktober 2017

"Herwart" tobt an der Nordsee

Der dritte Herbststurm in diesem Jahr bei uns, hat uns hart getroffen. Eine schwere Sturmflut bescherte uns Herwart. In den Medien wird viel über Stürme in den großen Städten berichtet, jetzt möchte ich hier darüber schreiben wie es hier war.

An der Nordsee gab es nach Angaben des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Morgen an vielen Orten eine schwere Sturmflut. Am Emssperrwerk in Gandersum, in Bensersiel, Wilhelmshaven, Cuxhaven und Bremerhaven lagen die Wasserstände mehr als zwei Meter höher als normal.

Regelrecht gewütet hat ein Herbststurm mit Namen "Herwart" in Stadt und Landkreis Cuxhaven. Früh morgens waren die Fluttore geschlossen worden. Gegen 4 Uhr früh gab es einen ersten Alarm für die Freiwillige Feuerwehr Mitte. Im alten Fischereihafen wurde ein großer Teil des Daches der Traditionsreichen Fischhallen abgedeckt. Ab 6:30h waren alle Wehren im Einsatz. Im Fährhafen drückte der Sturm ein, zuvor losgerissenes, Arbeitsschiff so stark an die Kaimauer, dass Wassereinbruch die Folge war. Mehrere Wehren und großes Gerät waren erforderlich um ein Sinken des Schiffees zu verhindern. In der Stadt gab es keine Verletzten.

Im Landkreis hingegen konnten die Kameraden der Cuxhavener DLRG gemeinsam mit Kräften der Bundeswehr gerade noch Rechtzeitig zwei unterkühlte Urlauber retten, die zuvor in ihrem Wohnmobil von den heranrauschenden Wassermassen der Sturmflut, die es entlang der gesamten Küste gab, eingeschlossen wurden.
Um 05:20 Uhr wurde über die BF Cuxhaven die SEG der DLRG Cuxhaven zur Unterstützung im Landkreis Cuxhaven mit dem Einsatzstichwort „Fahrzeug mit Personen im Wasser“ im Bereich Cappel-Neufeldt alarmiert. Angefordert wurden Taucher und Boote für diesen Einsatz. Seitens der Einsatzleitung Dorum wurde neben der DLRG SEG Cuxhaven, die Tauchgruppe der Berufsfeuerwehr Bremerhaven, die DLRG Dorum und ein SAR SeaKing angefordert. Vor Ort stellte sich heraus, das ein PKW mit 2 Personen sich ca. 500 m im überfluteten Deichvorland auf einem geräumten Sommercampingplatz befand. Eine Rettung über Boote war nicht möglich. Auch ein Erreichen des PKWs zu Fuss wäre sehr schwierig und bei den Wetterverhältnissen nicht ungefährlich gewesen. Da der SAR Hubschrauber sich im Zulauf befand wurden ausgebildete Cuxhavener Luftretter für eine Unterstützung des SAR vorgeplant. Dem SAR Hubschrauber gelang es aber die Personen aus dem Fahrzeug ohne weitere Unterstützung aufzuwinschen. Die Personen wurden vom Hubschrauber vor Ort an den Landrettungssdienst zur weiteren Versorgung abgegeben.

Die untere Plattform der alten Liebe war komplett überspült. Hier ein paar Bilder. Aufgenommen von der Webcam deshalb leider unscharf.


16 September 2017

Erster Sturm 2017

Der erste Herbststurm in diesem Jahr (am 13.9.), obwohl wir Kalendarisch noch nicht mal Herbst haben. Eine kleine Sturmflut bekammen wir auch gleich mitgeliefert. Zwei Meter über dem mittlerem Hochwasser. Kein Drama für Cuxhaven. Die Fluttore wurden vorsorglich geschlossen. Orkantief „Sebastian“ hielt allerdings unsere Feuerwehren im Dauereinsatz. Abgedeckte Dächer mussten gesichert, umgefallene Bäume von Straßen entfernt, und losgerissene Bauzäune neu aufgestellt werden.


Am gesamten Strand wurden viele Strandkörbe soweit zurückgezogen das sie nicht ins Watt gespült werden können. Nebenbei bemerkt kann ich nicht verstehen warum trandkorbbesitzer ihre Körbe erst beim Sturm sichern. Manche schafften es nicht rechtzeitig. Der Sturm wurde seit Tagen vorhergesagt. Teilweise mussten die Körbe von der DLRG gesichert werden weil sie sonst eine Gefahr geworden wären weil sie dann in das Fahrwasser getrieben werden können was wiederum die Schiffahrt gefärdet. 


Son Strandkorb in einer Schiffsschraube ist nicht förderlich. Sie können aber auch den Deich beschädigen. In der Stadt kam es zu Orkanartigen Böen bis Windstärke 11 bis 12.
Die Bahnverbindung Hamburg Cuxhaven wurde genauso eingestellt wie sämtliche Fährverbindungen nach Helgoland oder Brunsbüttel.
Mal sehen wann der nächste Sturm kommt.


Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

21 Januar 2017

Verdrehte Welt

Rückblick:

Bei den Stürmen um die Weihnachtszeit (ich hatte am 5. Jan. hier bereits darüber berichtet. Die Zahlen hatten sich danch noch leicht erhöht) wurden auf 4 ostfriesischen Inseln 40 Fuß-Container angeschwemmt. Insgesamt waren es 20 Container. Auf Langeoog waren es Container mit Ü-Eiern und Legoteilen. Aber auch viel anderer Plastikmüll landete auf der Insel.
Kompliziert wurde es auf den 4 Inseln mit den Container die Bauholz geladen hatten. Teilweise sind die Container vom Sturm zerstört worden, waren auseinandergebrochen und wurden zu einer Gefahr für die Schifffahrt. Weitere Stürme hatten sich angesagt. Aus Sicherheitsgründen hätten die Container und deren Inhalt schnell geborgen werden müssen. Holzbalken verteilen sich erst am Strand, dann auf Uferbefestigungen. Zuletzt trieben sie auch bei Hochwasser wieder zurück ins Meer, wo sie eine Gefahr für Schiffe darstellen.
Wangerooge meldete, dass eine schnelle Bergung möglich wäre. Jetzt griff jedoch unser Staat ein. Durch ein Verfügungsverbot untersagte der Zoll jeglichen Zugriff. Begründung:
Einfuhren in die EU müssen verzollt werden. 
Es tat sich also erst mal nichts. Das Strandgut blieb liegen. Der nächste Sturm kam, man konnte immer noch nicht bergen. Die Gefahr bestand erst mal weiterhin.
Später hat sich dann eine Spezialfirma um die Bergung der Container und deren Inhalt gekümmert.

Bisher habe ich immer gehört und gelesen das der Zoll zu wenig Personal hat, hier scheint den Zoll die Sicherheit allerdings nicht zu interessieren, sondern die Verzollung als oberste Priorität zu sehen. Ist doch irgendwie verdreht, oder?

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

05 Januar 2017

Sturmtief Axel

Kaum hat das neue Jahr begonnen, kam auch der erste Sturm in diesem Jahr.  Sturmtief Axel. „Axel“ brachte ab 3.1. orkanartige Böen in den Norden. Erst über Weihnachten ist ein Orkan über die Norddeutsche Küste gezogen und hatte schwere Schäden verursacht. Ein Frachter hatte 16 Container verloren. 13 davon landeten auf ostfriesischen Inseln.
"Axel" hat jetzt mehrere der Container zerschlagen. Die Container sollen in den kommenden Tagen von einer Spezialfirma geborgen werden.
Langeoog erlebte eine bunte Überraschung.  An der ostfriesischen Insel wurden am Mittwoch hunderttausende Plastikeier mit Spielzeug angespült. Da noch Schulferien waren, konnten Kinder und Erwachsene die Ü-Eier einsammeln. Nur Schokolade war keine mehr drin. Möglicherweise ging die Ladung über Bord eines Schiffes. Hauptsächlich wurden die Eier sofort eingesammelt damit Tiere sie nicht als Nahrung ansehen und fressen. Was mit den Eiern letztendlich passiert ist mir bisher nicht bekannt.
Auf Wangerooge hat das Sturmtief in der Nacht zum Mittwoch rund 20.000 Kubikmeter Sand weggeschwemmt.

Mehrere Fähren konnten auf Grund des Sturms und den Sturmfluten nicht fahren. Unter anderem waren die Fährverbindungen Cuxhaven - Helgoland, Glückstadt und Wischhafen sowie zwischen Nordenham und Bremerhaven zeitweise eingestellt.
Es gab zahlreiche Schäden an der Norddeutschen Küste trotzdem sind wir noch relativ glimpflich davon gekommen obwohl am Mittwoch ein Frachter weitere 5 Container verloren hat. Es wird vermutet dass die Container selbst rasch gesunken sind.

Schlimmer hat Sturmtief "Axel" einen Tag später an der Ostsee gewütet. Die Sturmflut hat erhebliche Schäden verursacht. Für die Ostseeküste soll es der schlimmste Sturm seit 10 Jahren gewesen sein. Ganze Stadtteile in Lübeck wie auch in Flensburg, waren überschwemmt. Nach der schwersten Sturmflut seit 2006 laufen jetzt an der Ostsee die Aufräumarbeiten.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

29 Dezember 2016

Tiefdruckgebiet Barbara

Mittwoch, 28. Dezember 2016,
Die kleine friesische Insel Wangerooge wurde von dem Sturmtief Barbara der letzten Tage ganz besonders arg gebeutelt. Am 2. Weihnachtstag gab es einen massiven Abbruch der Strandkante an der Urlaubsinsel. „Der Schaden beträgt um die 350.000 Euro“ Doch damit nicht genug: Nur zwei Tage später werden am Mittwoch fünf große Container an den Strand gespült.

Das Sturmtief "Barbara" hat vor allem auf der Ostfriesischen Insel Wangerooge deutliche Spuren hinterlassen. Am zweiten Weihnachtstag gab es dort einen massiven Abbruch der Strandkante an der Urlaubsinsel. Frustrierend, findet das Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos). Der Schaden betrage rund 350.000 Euro. Zudem muss die Verwaltung mit einem weiteren, tonnenschweren Problem auseinandersetzen. Am Mittwoch wurden fünf Schiffscontainer angespült. Der Sturm hatte die riesigen Frachtkisten vermutlich in den vergangenen Tagen von einem Schiff ins Meer geschleudert. Mittlerweile wurden auch auf Spiekeroog vier Container und auf Norderney drei weitere angespült. Sie stammen offenbar vom gleichen Containerschiff.

Container als Sicherheitsrisiko

Herrenlose Container können zu einer großen Gefahr für die Schifffahrt werden. Wenn sie nicht komplett untergehen und nur knapp unter der Wasseroberfläche treiben, kann dies bei Kollisionen zu schweren Unfällen führen. Je nach Ladung können auch gefährliche Stoffe oder Chemikalien in die Umwelt austreten.

Viel Zeit zur Bergung der gestrandeten Schiffsfracht bleibt offenbar nicht. Denn laut den Wettervorhersagen hat sich für den Jahresbeginn bereits ein weiterer Sturm angekündigt.

Vor der Nordseeinsel Wangerooge ist ein Frachter in Schräglage geraten. Das hat die Wasserschutzpolizei bestätigt. Die "Glovis Corona" war auf dem Weg von Hamburg in den Mittleren Osten. Das Schiff hat nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen neben Lkw auch Panzer geladen. Für wen die Panzer bestimmt sind und woher sie stammen, ist unklar. Offenbar war die Ladung während eines Sturms nach Weihnachten verrutscht und hatte den Frachter so in Schlagseite gebracht. Der Mannschaft ist es inzwischen gelungen, das Schiff ein Stück weit aufzurichten. Am Freitag kann es möglicherweise Bremerhaven anlaufen.


Ganz so harmlos war das Sturmtief wohl nicht.. Solche 40ft  Container haben ein Außenmaß von 12,19 m. Bei uns, etwas weiter oberhalb, wurden nur Teile vom Hafen überflutet.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

01 April 2015

Orkantief "Niklas"

Die Norddeutsche Küste hat Glück gehabt. Orkantief "Niklas" war nur weinge Stunden aktiv und flaute schnell wieder ab. Sturmflutmäßig war nichts geschehen obwohl der Sturm aus Nordwest kam. Der einzige Grund, warum es keine schwere Sturmflut gab ist, dass der Sturm quasi zur passenden Zeit kam, um eben keine Sturmflut auszulösen.
Das Niedrigwasser war mehr als 3 m höher als normal. Diese Höhe 6 Stunden früher oder später, also zum Hochwasser, hätte eine sehr schwere Sturmflut verursacht.
Trotzdem gab es auch bei uns etliche Einsätze für die Feuerwehren, und bedauerlicherweise auch mehrere Verletzte.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

13 Januar 2015

Sturm "Elon" und "Felix"

Die beiden Stürme Elon und Felix sind vorbei. Bei uns ist es relativ glimpflich abgelaufen. Helgoland war mal wieder von der Aussenwelt abgeschnitten. Selbst die Dühnenfähre dort fuhr nicht mehr. Draussen auf dem Wasser gab es Wellenberge bis zu 7 m mit Windgeschwindigkeiten zwischen 8 und 12 bft (Beaufort). Etliche Offshore-Spezialschiffe haben sich hier bei uns im Hafen in Sicherheit gebracht. Große Spezialschiffe, kleine Tender, Kabelleger, Errichterschiffe, Offshore- Versorger usw. Zur Zeit lohnt sich bei uns eine Hafenrundfahrt ;-)
Aufnahmen von Samstag (Duhnen)
Die Lotsenversetzer waren bereits in der Nacht auf Freitag mit ihrem Stationsschiff „Elbe“ auf Position gegangen. Mit den Tendern wurden die Lotsen zu den Schiffen gebracht, oder abgeholt um die Schiffe sicher zu begleiten. Von der Wetterwarte wurden dort 6m hohe Wellen bei Windstärke 11 gemessen. Bestimmt kein Job für jedermann. 

Auch im Hafen war es jedoch nicht immer sicher. Das Hotel-und Serviceschiff „European Seaways“ hat sich gegen 11 Uhr bei einer schweren Orkanbö losgerissen. Nach und nach hatten sich die Leinen losgerissen. Das Schiff drohte Richtung Schleswig-Holstein zu treiben. Die Schiffsleitung hatte die Gefahr kommen sehen, und deshalb frühzeitig die Maschinen klar gemacht, sodass sie sofort in Betrieb genommen werden konnten. Auch ein Hafenlotse wurde sofort auf dem Schiff abgesetzt, und ein Schlepper brachte die gebrochenen Leinen zurück zum Schiff.

 Hier   geht es zu einem interesannten Zeitungsbericht mit Bildern und einem Video

In der Stadt ist an einem Haus der Holzbalkon abgebrochen und fiel auf den Boden. Verletzte gab es
keine. Ansonsten gab es bei uns zum Glück nur ein paar umgestürzte Bäume und ein paar beschädigte Dächer. Die Sturmfluten haben bei uns keinen (bisher bekannten) größeren Schaden angerichtet.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

07 Dezember 2013

Orkan Xaver ist vorbei


CUXHAVEN. „Xaver“ kam zur Mittagszeit

Ein Krisenstab (Katastrophenschutz) koordiniert den Einsatz haupt- und nebenamtlicher Helfer. Insgesamt sind 400 Helfer in Alarmbereitschaft, 140 kamen am Donnerstag bisher zum Einsatz. Die größte Sorge bereitet in Cuxhaven die Sicherung der Wolskermarsch in Sahlenburg. In der Humphry-Davy-Straße befüllten zahlreiche Ehrenamtliche aller Freiwilligen Feuerwehren der Stadt, des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes 7000 Sandsäcke, die laufend nach Sahlenburg gebracht wurden.

Der NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) rechnet für heute Nacht (Hochwasser 2.52 Uhr) mit einer sehr schweren Sturmflut, bei der das Hochwasser um 3,5 Meter höher aufläuft als das mittlere Tidehochwasser. Am Freitag soll das Nachmittags-Hochwasser (15.27 Uhr) noch um zwei Meter höher auflaufen als normal.
Das Deutsche Rote Kreuz hält landesweit rund 6300 Ehrenamtliche in Rufbereitschaft.
Freitag, 06.12.2013
Das war eine stürmische Nacht! Besonders besorgt wurde die Lage in Sahlenburg verfolgt, wo der Damm durch die DLRG, THW und Feuerwehr mit Unterstützung  Cuxhavener Gewerbebetriebe mit Sandsäcken gesichert wurde.
Es gab an der deutschen Nordseeküste mehrere Sturmfluten. Ein Orkan oder Sturm über diese Dauer ist selbst für die Küstenbewohner ungewöhnlich. Im NDR habe ich gehört das es seit 100 Jahren keinen Sturm/Orkan mehr gab der so lange andauerte.

Für die Landratten die es vielleicht nicht wissen möchte ich kurz erklären was Sturmfluten sind. Ich gestehe ich weiß es auch erst seit dem ich hier wohne und davon betroffen bin ;-)
Eine Sturmflut ensteht wenn der Sturm von See her das Wasser an die Deutsche Küste drückt. Dadaurch das die Nordsee Tiden hat, also Ebbe und Flut, kann das Wasser bei Ebbe nicht mehr ablaufen. Hält der Sturm, oder Orkan so lange an wie bei Xaver, kommen mehrere Sturmfluten hintereinander.  Jede Sturmflut die Hamburg erreicht, hat uns hier in Cuxhaven ca 3 Std. vorher besucht. Genauso drückt eine Sturmflut die Weser hoch was dann Bremerhaven betrifft. An der Ostsee gibt es keine Sturmflutenin dem Sinne, trotzdem steigt der Wasserspiegel  bei Sturm oder Orkan, und Küste und das Land werden überschwemmt.
Von einer Sturmflut wird gesprochen, wenn der Tidenhöchststand das mittlere Tidenhochwasser um 1,5 Meter oder mehr übersteigt. Ab 2,5 Meter wird von einer schweren Sturmflut und ab 3,5 Meter wird von einer sehr schweren Sturmflut gesprochen. Sturmfluten treten verstärkt im Frühjahr und im Herbst auf. Die Deutsche Bucht ist nach Ansicht des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eines der am stärksten von Sturmfluten bedrohten Gebiete weltweit. Bedingt durch die Geographie der Nordseeküste und den Trichtereffekt der Elbmündung tritt dieses Phänomen dort häufiger auf als anderswo.

Jetzt wieder zu uns in Cux. Einige Schäden sind bekannt. Das Dach eines Mehrfamilienhauses wurde abgedeckt und hat 10 Autos stark beschädigt.
50
Quadratmeter Dachpappe lösten sich von den Fischhallen und beschädigten 2 LKW`s. Schaden laut Polizei ca 30 000 €.
In unseren Häfen ist durch Versackungen Schaden entstanden.  An der alten Liebe hat der Orkan eine Rollstuhlrampe einschließlich der darunterliegenden Verstrebung  und des Bodenbelags heraus gerissen. Ein großer  Materialcontainer eines Vereins hatte sich selbstständig gemacht, ist in der Elbe gelandet und trieb ins Fahrwasser. Eins unserer Verlegungsschiffe barg ihn und sicherte ihn im Hafen, wo er allerdings später auch wieder drohte im Wasser zu versinken.
In der Nacht von Freitag auf Samstag ließ der Sturm bei uns nach. Am Samstagvormittag hatten wir Sonnenschein und nur noch normalen Wind. Die Meldungen im TV sagten aus das der Orkan weitergezogen ist, sich jedoch im Binnenland etwas abgeschwächt hat, außerdem wären nicht so schlimme Schäden entstanden wie vorher befürchtet. Das liegt allerdings auch daran weil sich alle rechtzeitig genug vorbereiten konnten.  Vielerorts hielten sich die Bürger auch an die Warnungen der Städte und Gemeinden. Auch reagierten viele Behörden schneller und auf die Warnungen der Wetterdienste.
 

Trotzdem habe ich in TV gesehen wie es immer noch Menschen gibt die sich, schon fast fahrlässig und das sogar mit ihren kleinen Kindern, in Gefahr brachten Selbst hier In Cux habe ich das gesehen. Hier wurden auch die Feuerwehr, das THW und das Rote Kreuz behindert als sie in Sahlenburg die Sandsäcke legten.
Der Orkan hat an der deutschen Küste , Dank guter Vorbereitung und Einsatz vieler Menschen, weniger Schäden angerichtet als vorher vermutet wurde.  
Wie viele Schäden es tatsächlich waren stellt sich erst in den nächsten Tagen raus. Auch Deiche und andere Schutzanlagen müssen erst noch genauer untersucht werden.

Ich wünsche allen die auch von Xaver betroffen wurden dass sie ohne Schäden den Orkan hinter sich haben und jetzt einen schönen 2. Advent erleben können.

Bleibt gesund. Viele Grüße


06 Dezember 2013

kurzer Zwischenstand Orkan Xaver

Hier in Cux gab es außer dem Orkan Xaver schwere Sturmfluten. Durch den Sturm sind einige Schäden entstanden, aber mir sind keine Verletzten bekannt. Durch die guten Vorbereitungen unserer Katastropheneinsatzleitung wurden frühzeitig alle erforderlichen Massnahmen eingeleitet. Unsere Häfen waren überschwemmt, doch durch die Fluttore konnte das Wasser nicht in die Stadt eindringen.
Unser Katastrophenstab hat sich am späten Nachmittag aufgelöst, es besteht jedoch noch Alarm,- bzw. Rufbereitschaft denn auch jetzt haben wir noch Windstärke 9 mit Böen bis 12.

Vor dem Orkan hatte ich etwas Bedenken ob unsere Fensterim Wohn,- und Arbeitszimmer halten. Sie sind groß, aber auch nicht mehr die Neusten und da der Wind aus Norden kam drückte es ganz schön dagegen. Bis jetzt ist nicht spassiert und auch im Keller ist noch kein Grundwasser hochgedrückt worden.

Diese Warnung gilt noch:

Wetterwarnung vor SCHWEREN STURMBÖEN (Warnstufe 2) für Kreis Cuxhaven - Küste
gültig von: 06.12.2013 18:00 Uhr
gültig bis: 07.12.2013 08:00 Uhr
Es treten schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) aus nordwestlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit orkanartigen Böen bis 105 km/h (29m/s, 56kn, Bft 11) gerechnet werden.

Über Einzelheiten werde ich noch berichten.
Ich wünsche Euch allen ein schönes ruhiges Wochenende. Bleibt gesund.

Viele Grüße

04 Dezember 2013

Orkan Xaver. Sturmflut

Mittwoch 4.Dez. 2013

Meldungen zur Vobereitung auf Sturm/Orkan Xaver.

Derzeit wird die Lage als gefährlich, aber nicht als dramatisch eingeschätzt. Es wird ein kräftiger Orkan werden. Die Sturmflut für die Norddeutesche Küste wird heftig erwartet, und reichtvon der Elbmündung bis Hamburg. Durch die drehende Windrichtung drückt das Wasser in die Elb,- wie auch in die Wesermündung.
Alle Rettungsdienste bereiten sich auf viele Einsätze vor.

Amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen für den Kreis Cuxhaven bis ins Binnenland.
Für die Nordseeküste wird 2,50 - 3,00 m über dem mittleren Hochwasser vermutet.

Am schwersten könnten die nordfriesischen Inseln und die Elbmündung bis hinauf nach Hamburg betroffen sein, so die bisherherige Vorhersagen.

So sieht derzeit unsere Wetterlage in Kurzform, ausgedückt mit meinen eigenen Worten, aus. Später wird das Unwetter auch die Ostseeküste erreichen.

Hier in Cuxhaven laufen viele Vorberreitungen und ich hoffe nur das der Orkan, und ie darauffolgende Sturmflut, (für uns, aber auch für das Binnenland) nicht so heftig wird  wie vorhergesagt. 

Über die laufenden Ereignisse werde ich Euch af den Laufenden halten.

Allen meinen Lesern wünsche ich das sie diesen Orkan gut überstehen, (küstenbewohner von der Sturmflut nicht beschädigt werden).

Nach den überstandenen Orkan, und der Sturmflut,schreibe ich wieder wie es hier, und mir ergangen ist.

Bleibt gesund.
Viele Grüße