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10 Mai 2017

Stella Maris

Vor einigen Tagen hatte die "Stella Maris" bei uns angelegt und die Nacht verbracht, ehe sie nach Hamburg zum Hafengeburtstag weiter reiste. Dur Zufall bekam ich mit, als sie bei uns im Hafen einlief. Früher war die "Stella Maris" ein Gemüsefrachter und wurde 1914 gebaut. Sie fährt unter der niederländischen Flagge und ist in Lemmer NL (Friesland) beheimatet.


 Die "Stella Maris" hat 3 Mann Besatzung und kann 25 Tagesgäste aufnehmen.


Schiffshistorie:
1914 wurde der Klipper als Kanal- und Küstenschiff gebaut und fuhr Gemüse nach Amsterdam, wichtiger Aspekt bei der Konstruktion des Schiffs war die große Schnelligkeit, die man benötigte, um verderbliche Waren schnell an den Bestimmungsort zu transportieren. Danach wurde er als Wohnschiff genutzt.
1984 vom Skipper T. Lemmers erworben, originalgetreu zu einem seetauglichen Erlebnissegler ausgebaut
1993 läuft die "Stella Maris" das zweite Mal vom Stapel mit einem komplett neuen, auf Kiel gebauten, Unterwasserschiff, zusätzlichen wasserdichten Schotten, besserem Feuerschutz, extra Trink- und Abwassertanks, Sicherheitsausrüstung usw. Seine Routen führen ihn heute hauptsächlich entlang der holländischen und deutschen Gewässer.
Die Crew besteht meist aus jugendlichen Leuten, die selbst Hand anlegen und so die Reize des traditionellen Segelns erleben können; oft Gast bei Sailveranstaltungen als Charterschiff.
 

Ich wünsche der "Stella Maris" ihrer Besatzung und den Gästen allzeit eine Gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

09 November 2016

Traditionsschiffe, Museumsschiffe

Der Begriff Traditionsschiff hat zwei verschiedene Bedeutungen. Im Volksmund werden als „Traditionsschiffe“ ältere Schiffe und Boote bezeichnet, die weitgehend in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten sind oder in einen derartigen Zustand zurückversetzt wurden, aber nicht zwingend einen Originalzustand ihrer Geschichte darstellen.
Traditionsschiffe werden von Museumshäfen, Einzelpersonen oder Betreibergesellschaften und -gemeinschaften unterschiedlicher Rechtsform in oft mühsamer Arbeit unterhalten, um Einblick in frühere Epochen der Schifffahrt, des Schiffbaus oder der Seemannschaft zu gewähren.

Mehr als 100 sogenannte Traditionsschiffe haben an der Küste Norddeutschlands mittlerweile ihren Heimathafen: restaurierte Dreimaster, alte Segelkutter, Dampfschiffe, aber auch einige umgebaute Motorschiffe, die nun mit Masten und Segeln Windjammer-Charme verbreiten.
Hier zwei Beispiele. Elbe 1 und die Schaarhörnim Hafen an der alten Liebe

Traditionsschiffe sind also alte Schiffe, Zeitzeugen der Vergangenheit und ich sehe oder besichtige sie immer wieder gerne. Sie haben etwas besonderes und strahlen ein besonders Flair aus. Außerdem kann man an ihnen sehen wie früher die Seefahrt betrieben wurde.
Hier in Cuxhaven haben wir die Elbe 1 liegen. Das ehemalige Feuerschiff Elbe 1 ist ein nautisch-technisches Denkmal.
Die Stadt Cuxhaven ist Eigentümerin des denkmalgeschützten Feuerschiffes Elbe 1. Betrieben wird es seit April 2001 vom Feuerschiff-Verein ELBE1.  Bestreben ist, das Schiff als maritimes Denkmal in einem funktionstüchtigen Zustand dauerhaft zu erhalten, der insbesondere den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht wird. Der Verein finanziert sich auch Mitgliederbeiträge, Spenden und Charterfahrten mit dem Schiff.

Nun hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) einen Gesetzesentwurf eingebracht der viele der Traditionsschiffe gefährdet wenn der Gesetzesentwurf umgesetzt werden muss. Viele der Schiffe müssten kostspielig und aufwendig umgerüstet werden. Auch fordert der Bundesminister höhere Anforderungen an die Besatzungen als bisher. Die Besatzungen sollen nur noch unter den gleichen Bedingungen und Anforderungen wie die Berufsschiffer fahren dürfen. Diese Verordnung soll aber nur für Schiffe unter deutscher Flagge gelten.

Das alles können die vielen Ehrenamtlichen weder finanziell, noch Zeitmässig bewältigen. Damit würden viele der Schiffe nicht mehr besetzt und erhalten werden können. Natürlich müssen bei steigenden Beförderungszahlen die Sicherheit der Passagiere gewährleistet sein muss.

Ich bin gespannt wie es mit den Museumsschiffe n weiter geht. Noch versucchen mehrere Institutionen Gespräche darüber zu führen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße