Da ich inzwischen an der Küste in einer Fischerstadt wohne
interressiere ich mich natürlich auch für die Fische die hier angeboten werden.
Nicht alle Fische die man hier beziehen kann kommen aus der Nordsee, doch der
Fischumschlag ist hier in der Weser-Elbe-Region sehr hoch und deshalb möchte
ich über die Fische berichten.
Der Seelachs
Fischer nennen ihn Köhler oder Kohlfisch, ist ein räuberischer
Schwarmfisch, der sich freischwimmend in der Wassermitte aufhält. Ich nenne ihn
einfach Seelachs, denn "noch" bin ich kein Fischer. Vielleicht werde
ich es ja mal, wer weiß ;-)
Der begehrte Speisefisch hat mit dem echten Lachs nur den
deutschen Namen gemeinsam. Beide habe ich schon oft gegessen Backfisch aus
Seelachs mit einer guten Panade schmeckt
sehr gut, aber Lachs egal in welcher Zubereitung schmeckt wesentlich besser.
Zoologisch gehört der Seelachs zusammen mit Kabeljau,
Schellfisch und anderen Arten zur Familie der Dorsche. Er bevorzugt die kalten
und gemäßigten Meeresregionen des Nordens und tummelt sich in Tiefen bis 300m
in den Gewässdern um Island, Spitzbergen, Norwegen und der Nordsee. Durch das
Skagerrak dringt er auch ins nördliche Kattegat vor. Er kommt im gesamten
Nordatlantik und in der nördlichen Nordsee vor, jedoch nur selten in der
Ostsee.
Er ist in Deutschland der drittwichtigste Speisefisch. Der
Name „Seelachs“ ist (ebenso wie „Alaska-Seelachs“) eine Erfindung der
Lebensmittelindustrie und beruht auf der (aus der Zeit vor Einführung der
Lachszucht stammenden) Verwendung des Fleisches als rot eingefärbter
„Lachsersatz“.
Was die Lebensmittelindustrie sich alles einfallen lässt ;-)
Die Jungfische leben von Hüpferlingen, Leuchtgarnelen und Fischbrut. Die
erwachsenen Tiere von Heringen, Sprotten und im Nordmeer von Lodden. Manchmal
verfolgen sie ihre Beute bis zum Strand. Der Seelachs oder Köhler wird in der
Regel bis zu 70 cm lang. Es gibt aber auch Ausnahmen von 130 cm Länge und 30 kg
Gewicht. Die Fische können über 25 Jahre alt werden. Der Körperbau ist
langgestreckt und von dunkler Färbung. Der Rücken ist fast schwarz und von
einem dunkeloliven Schimmer überzogen. Die Maulhöhle ist ebenfalls schwärzlich.
Die Flossen sind grau, und die Bauchseite weißlich. Zu seinen
besonderen Erkennungsmerkmalen gehört der auffallend weit vorstehende
Unterkiefer.
Die Hauptfangsaison dauert von Oktober bis Februar. Köhler
werden mit Schleppnetzen, zum Teil aber auch mit Stellnetzen und verschiedenen
Angelgeräten gefischt.
Durch sein fettarmes Fleisch und den hohen Jodgehalt ist er
ein Fisch, derbeim Essengesundheits und Fitness fördernde Eigenschaften ideal
mit Genuss verbindet.
Bleiben wir bei dem Begriff "Lachs"
Der Lachs.
Lachse sind verschiedene mittelgroße Fische der Gattungen
Salmo, (Salmonidae) innerhalb der Ordnung der Lachsartigen. Der atlantische
Lachs (Salmo salar) und die pazifischen Lachse (Oncorhynchus) wandern ins Meer
und kommen zum Laichen zurück in die Süßgewässer (Wanderfische), wobei sie beim
Hochschwimmen zu ihren Laichplätzen im Oberlauf der Flüsse auch Hindernisse wie
niedrigere Wasserfälle und Wehre, u. U. auch über Fischwege, überwinden. Sie
müssen sich bei ihrer Wanderung vom Salz- zum Süßwasser auch physiologisch an
die unterschiedlichen Salzkonzentrationen anpassen (Sie werden durch
Smoltifikation zu Osmoregulierern).
Lachse bevorzugen die gemäßigten bis arktischen, küstennahen
Gewässer des Atlantiks. Sie verbringen ihre Wachstumsphase im Meer, wandern
aber zum Laichen zurück in die Flüsse, in denen sie geschlüpft sind.
Im westlichen Teil des Atlantiks ist er vom nördlichen Quebec
in Kanada bis Connecticut in den USA verbreitet; im östlichen Teil von Portugal
bis zum Nordpolarmeer, um Island, Großbritannien und Südgrönland, darüber
hinaus häufig auch in der Ostsee.
Sie haben eine sehr eigentümliche Lebensweise: Als anadrome
Wanderer verbringen sie ihre Wachstumsphase im Meer, wandern aber zum Laichen
zurück in die Flüsse, in denen sie geschlüpft sind. Diese hindernisreiche
Wanderung dauert bis zu einem Jahr. Anfang November bis Ende Februar erreichen
sie ihre Laichgebiete in den Oberläufen der Flüsse. Anschließend legen die
Weibchen bis zu 30.000 Eier von etwa sechs Millimeter Größe. Mehre¬re Männchen
befruchten die Eier. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach ein bis
fünf Monaten. Etwa 40 Tage lang ernähren sie sich von ihrem Dottersack. Nach
maximal fünf Jahren färben sie sich silbern und wandern flussabwärts Richtung
Meer. Vor der Westküste Grönlands liegt eines der wichtigsten Aufwuchsgebiete
der Lachse. Hier mästen sie sich mit Krebsen und kleinen Fischen, bis sie nach
weiteren ein bis vier Jahren fortpflanzungsfähig werden und an ihren Geburtsort
zurückkehren.
Auch in Deutschland war der Lachs einst in vielen Flüssen
zuhause. Zum Aussterben des Lachses in unseren Gewässern hat einerseits die Überfischung
der Laichbestände geführt. Andererseits wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Dämme und andere Querbauten in die Flüsse gesetzt. Damit war der Weg der Lachse
zu ihren angestammten Laichgründen versperrt und ihre Fortpflanzung verhindert.
Bremen, Gland/Schweiz (ots) - Untersuchungen des World Wide
Fund For Nature (WWF) haben gezeigt, dass die Bestände des Nordatlantischen
Lachses den historisch niedrigsten Stand erreicht haben. In kaum einem Fluss
Deutschlands kommen noch wilde Lachse vor.
Eigentlich schade, aber ich denke dass man damals eher an
Überflutungsschutz als an die Fischbestände gedacht hat. Der Wildlachs ist
inzwischen aus allen deutschen Flüssen verschwunden.
Quellen: Trendfisch Seelachs Broschüre vom
Fischinformationszentrum, Wikipedia, verschiedene Printmedien.
Bleibt gesund und ich hoffe es hat Euch gefallen.