In den ersten Tagen zu Hause wurde meine Schwester von ihrer älteren Tochter unterstützt die dafür extra aus Süddeutschland angereist war. Ihr zeigte meine Schwester eine Ausbeulung in der Leistengegend und erzählte ihr das sie dort manchmal Schmerzen hätte. Gemeinsam gingen sie daraufhin am nächsten Morgen zur Hausärztin die meine Schwester an einen Orthopäden überwies. Dieser vermutete einen Leistenbruch, um es jedoch sicher zu diagnostizieren riet er meiner Schwester in eine Notfallpraxis zu gehen.
Beide Frauen fuhren anschliessend mit dem Taxi in die Notfallpraxis, mussten dort 3 Stunden warten ehe meine Schwester untersucht wurde. Das Ergebnis Verdacht auf Leistenbruch wurde nicht nur bestätigt, sondern auch als sehr wahrscheinlich eingeordnet. Leider konnte aber auch hier nicht sicher festgestellt werden ob es nun ein Leistenbruch ist weil es in dieser Notfallpraxis kein Ultraschallgerät gibt.
Anmerkung: Wir reden hier von einer Notfallpraxis mit 8 Fachrichtungen, darunter auch unter anderem Gynäkologie, in einer Großstadt. Gynäkologen ohne Ultraschall *grübel*
Der Arzt entschuldigte sich dafür und erklärte das meine Schwester zu einem Arzt gehen sollte der ein Ultraschallgerät hat um entgültig abklären zu lassen ob es sich um einen Leistenbruch handelt. Im Moment bestehe aber kein Notfall bei dem man sofort operieren müsse.
Was soll ich sagen wie sollte es anderes sein, es war inzwischen Freitag abend. Jetzt muss meine Schwester am Montag zu einem Arzt mit Ultraschallgerät.
Wo leben wir? Für eine eigentlich einfache Diagnose wo man früher einen, höchstens 2 Ärzte für brauchte, muss man heute zu 4 Ärzten gehen. Ist das ein Ergebnis der Sparmassnahmen der Gesundheitsreform? Kein Wunder das die Kosten im Gesundheitswesen explodieren von der menschlichen Seite als Patient ganz abgesehen.
Man könnte meinen wir werden nicht mehr behandelt sondern nur noch verwaltet.
Gruß Nachtfalke