24 September 2016

Die nächste Verklappung

Erst vor kurzem habe ich über die Schlickproblematik vor unserer Haustüre berichtet. Jetzt hat der Niedersächsiche Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Naturschutz (NLWKN) den Plänen der Niederländer zugestimmt ihr ausgehobenes Baggergut vor Borkum abzuladen. Die Niederländer  wollen die die Mündung der Ems vor Eemshaven auszubaggern damt damit größere Kohleschiffe das Kraftwerk in der Hafenstadt erreichen können.
Am Borkum-Riff, etwa 10 km vor Borkum, max. 2,3 Millionen Kubikmeter Sand verklappt werden. Für vier Jahre dürfen zur Unterhaltung weiter jährlich bis zu 640.000 Kubikmeter Baggergut in der bestehenden Klappstelle landen.
Das soll nach strengen Auflagen geschehen. Niemand kann jedoch sagen wie belastet der Sand ist.
Das Wattenmeer ist ein Naturschutzgebiet und zählt zum Weltnaturerbe.
Der Der NLWKN soll diese Ausnahmegenehmigung erteilt haben weil (angeblich) ein überwiegent öffentliches Interesse damit besteht.

Die Niederländer sind die Einzigen die ein Interesse daran haben, denn sie wollen/müssen ihr Kohlekraftwerk beliefern. Warum können die den Sand nicht weit draussen auf dem Meer verklappen)
Aus dem gleichen Grund warum die Hamburger ihren Schlick bei uns vor der Küste zwischen Cuxhaven und Helgoland abladen. Es würde der Witschaft viel Geld kosten.

In beiden Fällen hat sich unser Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenze (Bündnis 90/Die Grünen), nicht dazu geäußert.

Dazu kommt noch die Verklappung aus der Elbe. Die Fahrrinne muss ständig ausgebaggert werden, und dieser Mist wird bei den Tonnen 13-16 abgeladen. Das ist kurz hinter Neuwerk und Scharhörn. 10-12 km vor Duhnen.

Eigentlich gehört dieser Post in meinen Politblog, aber was hier an der Küste passiert muß auch mal hier erwähnt werden.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße