18 Oktober 2017

Weidetierhalter „missbraucht und hintergangen“

Wie die Zeitungen und der NDR 1 berichteten, fühlen sich die Weidetierhalter im Cuxland „missbraucht und hintergangen“. Sie werden mit ihren Ängsten und Sorgen alleine gelassen. Nicht überall sind Einzäunungen zum Schutz der Weidetiere möglich. Zudem überwänden die Raubtiere mittlerweile selbst zwei Meter hohe Schutzzäune. Die Ankündigung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne), auch ganze Wolfsrudel zu töten, bezeichnete das Landvolk als „Vernebelungstaktik“. Im Raum Cuxhaven werden inzwischen auch immer öfterer Rinder gerissen. Ausgleichszahlungen für gerissene Weidetiere dauern viele Monate. In manchen Fällen werden die Weidetiere auch im Sommer im Stall gehalten, was natürlich zu erheblichen Mehrkosten führt. Die Tierhalter müssen dann das Futter kaufen. Kleinere Weidetierhalter haben bereits aufgegeben.

Auf langgezogenen Deichen, könnten die hiesigen Schafhalter ihre Tiere nicht nur schwer, sondern gar nicht davor schützen, von Rudeln gerissen zu werden. „Wo der Wolf lebt, wird es keine Schafe und keine Trockenrasenlandschaften mehr geben. Ein Schutz der Schafe ist hier kaum möglich“, sagen Experten.
Die europäische Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit diesem Raubtier ist grandios gescheitert und muss neu diskutiert werden. Noch beunruhigender sei die Tatsache, dass die Anwesenheit von Menschen, die Nähe von Straßen und Siedlungen, den Wolf nicht mehr abschreckt. Intelligent, wie sie sind, hätten die Raubtiere „gelernt“, dass sie privilegiert sind und ihre Attacken folgenlos bleiben.
Ein aktuelles Gutachten empfiehlt den kontrollierten Abschuss des Wolfes in Deutschland wie es bereits in einigen europäischen Staaten der Fall ist. Erstellt hat die Studie Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel vom Zoologischen Institut der Universität Berlin

Nicht nur die Bundesumweltministerin (SPD) sondern auch der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) wurden für ihr Verhalten stark kritisiert. Bei der Landtagswahl in NDS vor wenigen Tagen haben die Grünen 5% Punkte seit der Wahl von 2013 verloren. Analysen sagen, dass dieser Rückgang teilweise darauf zurückzuführen sind, dass Stefan Wenzel das Landvolk und die Weidetierhalter so im Stich gelassen hat.

Wetterbedingt sind jetzt die meisten Tiere von den Weiden und Deichen geholt worden. Die Wölfe bekommen aber wieder Nachwuchs, die Rudel vergrößern sich, oder teilen sich, sodass wir im kommenden Jahr nochmehr Wölfe haben werden. Touristen haben wir nicht mehr viele (im Verhältnis zu den Ferien) sodass zur Zeit auch unsere Heide sicher ist.
Wie wird sich das jedoch im nächsten Jahr, oder später entwickeln?
Ich bin gespannt.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße