20 Oktober 2013

Wissenswertes zu Fisch

Da ich inzwischen an der Küste in einer Fischerstadt wohne interressiere ich mich natürlich auch für die Fische die hier angeboten werden. Nicht alle Fische die man hier beziehen kann kommen aus der Nordsee, doch der Fischumschlag ist hier in der Weser-Elbe-Region sehr hoch und deshalb möchte ich über die Fische berichten.

Der Seelachs  

Fischer nennen ihn Köhler oder Kohlfisch, ist ein räuberischer Schwarmfisch, der sich freischwimmend in der Wassermitte aufhält. Ich nenne ihn einfach Seelachs, denn "noch" bin ich kein Fischer. Vielleicht werde ich es ja mal, wer weiß ;-)


Der begehrte Speisefisch hat mit dem echten Lachs nur den deutschen Namen gemeinsam. Beide habe ich schon oft gegessen Backfisch aus Seelachs  mit einer guten Panade schmeckt sehr gut, aber Lachs egal in welcher Zubereitung schmeckt wesentlich besser.

Zoologisch gehört der Seelachs zusammen mit Kabeljau, Schellfisch und anderen Arten zur Familie der Dorsche. Er bevorzugt die kalten und gemäßigten Meeresregionen des Nordens und tummelt sich in Tiefen bis 300m in den Gewässdern um Island, Spitzbergen, Norwegen und der Nordsee. Durch das Skagerrak dringt er auch ins nördliche Kattegat vor. Er kommt im gesamten Nordatlantik und in der nördlichen Nordsee vor, jedoch nur selten in der Ostsee.

Er ist in Deutschland der drittwichtigste Speisefisch. Der Name „Seelachs“ ist (ebenso wie „Alaska-Seelachs“) eine Erfindung der Lebensmittelindustrie und beruht auf der (aus der Zeit vor Einführung der Lachszucht stammenden) Verwendung des Fleisches als rot eingefärbter „Lachsersatz“.

Was die Lebensmittelindustrie sich alles einfallen lässt ;-)
Die Jungfische leben von Hüpferlingen, Leuchtgarnelen und Fischbrut. Die erwachsenen Tiere von Heringen, Sprotten und im Nordmeer von Lodden. Manchmal verfolgen sie ihre Beute bis zum Strand. Der Seelachs oder Köhler wird in der Regel bis zu 70 cm lang. Es gibt aber auch Ausnahmen von 130 cm Länge und 30 kg Gewicht. Die Fische können über 25 Jahre alt werden. Der Körperbau ist langgestreckt und von dunkler Färbung. Der Rücken ist fast schwarz und von einem dunkeloliven Schimmer überzogen. Die Maulhöhle ist ebenfalls schwärzlich.
Die Flossen sind grau, und die Bauchseite weißlich. Zu seinen besonderen Erkennungsmerkmalen gehört der auffallend weit vorstehende Unterkiefer.

Die Hauptfangsaison dauert von Oktober bis Februar. Köhler werden mit Schleppnetzen, zum Teil aber auch mit Stellnetzen und verschiedenen Angelgeräten gefischt.
Durch sein fettarmes Fleisch und den hohen Jodgehalt ist er ein Fisch, derbeim Essengesundheits und Fitness fördernde Eigenschaften ideal mit Genuss verbindet.

Bleiben wir bei dem Begriff "Lachs"

Der Lachs.    




Lachse sind verschiedene mittelgroße Fische der Gattungen Salmo, (Salmonidae) innerhalb der Ordnung der Lachsartigen. Der atlantische Lachs (Salmo salar) und die pazifischen Lachse (Oncorhynchus) wandern ins Meer und kommen zum Laichen zurück in die Süßgewässer (Wanderfische), wobei sie beim Hochschwimmen zu ihren Laichplätzen im Oberlauf der Flüsse auch Hindernisse wie niedrigere Wasserfälle und Wehre, u. U. auch über Fischwege, überwinden. Sie müssen sich bei ihrer Wanderung vom Salz- zum Süßwasser auch physiologisch an die unterschiedlichen Salzkonzentrationen anpassen (Sie werden durch Smoltifikation zu Osmoregulierern).

Lachse bevorzugen die gemäßigten bis arktischen, küstennahen Gewässer des Atlantiks. Sie verbringen ihre Wachstumsphase im Meer, wandern aber zum Laichen zurück in die Flüsse, in denen sie geschlüpft sind.
Im westlichen Teil des Atlantiks ist er vom nördlichen Quebec in Kanada bis Connecticut in den USA verbreitet; im östlichen Teil von Portugal bis zum Nordpolarmeer, um Island, Großbritannien und Südgrönland, darüber hinaus häufig auch in der Ostsee.

Sie haben eine sehr eigentümliche Lebensweise: Als anadrome Wanderer verbringen sie ihre Wachstumsphase im Meer, wandern aber zum Laichen zurück in die Flüsse, in denen sie geschlüpft sind. Diese hindernisreiche Wanderung dauert bis zu einem Jahr. Anfang November bis Ende Februar erreichen sie ihre Laichgebiete in den Oberläufen der Flüsse. Anschließend legen die Weibchen bis zu 30.000 Eier von etwa sechs Millimeter Größe. Mehre¬re Männchen befruchten die Eier. Je nach Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach ein bis fünf Monaten. Etwa 40 Tage lang ernähren sie sich von ihrem Dottersack. Nach maximal fünf Jahren färben sie sich silbern und wandern flussabwärts Richtung Meer. Vor der Westküste Grönlands liegt eines der wichtigsten Aufwuchsgebiete der Lachse. Hier mästen sie sich mit Krebsen und kleinen Fischen, bis sie nach weiteren ein bis vier Jahren fortpflanzungsfähig werden und an ihren Geburtsort zurückkehren.

Auch in Deutschland war der Lachs einst in vielen Flüssen zuhause. Zum Aussterben des Lachses in unseren Gewässern hat einerseits die Überfischung der Laichbestände geführt. Andererseits wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Dämme und andere Querbauten in die Flüsse gesetzt. Damit war der Weg der Lachse zu ihren angestammten Laichgründen versperrt und ihre Fortpflanzung verhindert.

Bremen, Gland/Schweiz (ots) - Untersuchungen des World Wide Fund For Nature (WWF) haben gezeigt, dass die Bestände des Nordatlantischen Lachses den historisch niedrigsten Stand erreicht haben. In kaum einem Fluss Deutschlands kommen noch wilde Lachse vor.

Eigentlich schade, aber ich denke dass man damals eher an Überflutungsschutz als an die Fischbestände gedacht hat. Der Wildlachs ist inzwischen aus allen deutschen Flüssen verschwunden.

Quellen: Trendfisch Seelachs Broschüre vom Fischinformationszentrum, Wikipedia, verschiedene Printmedien.


Bleibt gesund und ich hoffe es hat Euch gefallen.