06 Dezember 2013

kurzer Zwischenstand Orkan Xaver

Hier in Cux gab es außer dem Orkan Xaver schwere Sturmfluten. Durch den Sturm sind einige Schäden entstanden, aber mir sind keine Verletzten bekannt. Durch die guten Vorbereitungen unserer Katastropheneinsatzleitung wurden frühzeitig alle erforderlichen Massnahmen eingeleitet. Unsere Häfen waren überschwemmt, doch durch die Fluttore konnte das Wasser nicht in die Stadt eindringen.
Unser Katastrophenstab hat sich am späten Nachmittag aufgelöst, es besteht jedoch noch Alarm,- bzw. Rufbereitschaft denn auch jetzt haben wir noch Windstärke 9 mit Böen bis 12.

Vor dem Orkan hatte ich etwas Bedenken ob unsere Fensterim Wohn,- und Arbeitszimmer halten. Sie sind groß, aber auch nicht mehr die Neusten und da der Wind aus Norden kam drückte es ganz schön dagegen. Bis jetzt ist nicht spassiert und auch im Keller ist noch kein Grundwasser hochgedrückt worden.

Diese Warnung gilt noch:

Wetterwarnung vor SCHWEREN STURMBÖEN (Warnstufe 2) für Kreis Cuxhaven - Küste
gültig von: 06.12.2013 18:00 Uhr
gültig bis: 07.12.2013 08:00 Uhr
Es treten schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) aus nordwestlicher Richtung auf. In Schauernähe muss mit orkanartigen Böen bis 105 km/h (29m/s, 56kn, Bft 11) gerechnet werden.

Über Einzelheiten werde ich noch berichten.
Ich wünsche Euch allen ein schönes ruhiges Wochenende. Bleibt gesund.

Viele Grüße

04 Dezember 2013

Orkan Xaver. Sturmflut

Mittwoch 4.Dez. 2013

Meldungen zur Vobereitung auf Sturm/Orkan Xaver.

Derzeit wird die Lage als gefährlich, aber nicht als dramatisch eingeschätzt. Es wird ein kräftiger Orkan werden. Die Sturmflut für die Norddeutesche Küste wird heftig erwartet, und reichtvon der Elbmündung bis Hamburg. Durch die drehende Windrichtung drückt das Wasser in die Elb,- wie auch in die Wesermündung.
Alle Rettungsdienste bereiten sich auf viele Einsätze vor.

Amtliche Unwetterwarnung vor Orkanböen für den Kreis Cuxhaven bis ins Binnenland.
Für die Nordseeküste wird 2,50 - 3,00 m über dem mittleren Hochwasser vermutet.

Am schwersten könnten die nordfriesischen Inseln und die Elbmündung bis hinauf nach Hamburg betroffen sein, so die bisherherige Vorhersagen.

So sieht derzeit unsere Wetterlage in Kurzform, ausgedückt mit meinen eigenen Worten, aus. Später wird das Unwetter auch die Ostseeküste erreichen.

Hier in Cuxhaven laufen viele Vorberreitungen und ich hoffe nur das der Orkan, und ie darauffolgende Sturmflut, (für uns, aber auch für das Binnenland) nicht so heftig wird  wie vorhergesagt. 

Über die laufenden Ereignisse werde ich Euch af den Laufenden halten.

Allen meinen Lesern wünsche ich das sie diesen Orkan gut überstehen, (küstenbewohner von der Sturmflut nicht beschädigt werden).

Nach den überstandenen Orkan, und der Sturmflut,schreibe ich wieder wie es hier, und mir ergangen ist.

Bleibt gesund.
Viele Grüße

28 November 2013

Kind befreit


Gestern hatten wir einen Tag wie wir ihn uns nicht noch einmal wünschen. Aber fangen wir von vorne an.
 
Ende September zog über uns eine Frau mit ihrem kleinen Kind (3. Etage) ein. Das Mädchen ist etwa 4 Jahre alt, die Mutter 29 Jahre alt.  Schon nach den ersten Tagen nach dem Einzug hörten wir die Frau so laut rumschreien, dass man es nicht nur im Treppenhaus und in den anderen Wohnungen hörte, sondern sogar auf dem Bürgersteig vor dem Haus. Im Laufe der kommenden zwei Wochen wurde diese Schreierei immer schlimmer, egal ob morgens um 6 oder abends bis 24:00 Uhr.

Es kam auch vor dass sie Gegenstände durch die Wohnung schmiss, oder lautstark mehrmals hintereinander Türen zuknallte.

Ein direkter  Nachbar, Herr P… hat sich zu dem Zeitpunkt beim Hausmeister über den Lärm beschwert der dass dann wiederum dem Vermieter mitgeteilt hat. Einmal hat unser Nachbar versucht bei der Frau anzuschellen um sie zur Rede zu stellen. Sinnlos, sie öffnete nicht. Dann hat der Nachbar auch das Jugendamt darüber informiert weil er Angst um das Kind hatte. Das Jugendamt kam zu einem kurzen Hausbesuch zu der Frau K…, und danach wurde es für einige Tage ruhiger.

Vergangenen Samstag ging der Terror wieder los. Pünktlich morgens um 6.  Die Frau hatte wieder einen ihrer Wutanfälle, schrie auf arabisch, englisch und deutsch ihr Kind an. Solche Anfälle dauern zwischen 5 und 30 Minuten. Sonntagmorgen das Gleiche. Montagabend um 21:45 Uhr.  Am Dienstag ging es dann bereits um 5:30 Uhr los, und dauerte bis 8:00Uhr.

Herr P., klingelte bei uns an und fragte ob wir den Krach auch hören. Klar hörten wir den.  Er erzählte mir dann dass er den Hausmeister bereits vor Wochen darüber informiert hat. Er sagte mir auch dass er schon das Jugendamt informiert hat, aber man würde die Angelegenheit runterspielen.
Ich sagte ihm dann das ich mich jetzt auch mit einschalten werde.  Ein paar Minuten später sah mein Goldstück am Fenster den Hausmeister, sagte mir bescheid und ich ging runter und sprach ihn gleich darauf an.  Der Hausmeister ging daraufhin an die Wohnungstüre von Frau K… schellte,  klopfte und rief ihr zu dass er sie sprechen will. Sie wollte kein Gespräch und öffnete auch nicht.

Der Hausmeister versprach mir mit dem Vermieter zu reden.  Mit unserem Nachbarn habe ich dann nochmal gesprochen und wir vereinbarten dass er nochmal beim Jugendamt anruft. Ein anderer Nachbar aus der ersten Etage will angeblich nichts mitbekommen haben. Nachmittags traf ich einen Hausbewohner, Herrn A…  aus dem Erdgeschoss, sprach ihn an und der bestätigte mir dass er den Lärm selbst da unten hört, weiß jedoch nicht was er machen kann. Da er den Vermieter seit einigen Jahrzehnten kennt, riet ich ihm den doch mal anzurufen.

Danach ging ich zu Herrn P… und fragte nach was das JA gesagt hat. Er hatte morgens dort angerufen, den Fall nochmal geschildert und bekam dann als Antwort dass die zuständige Sachbearbeiterin noch nicht im Haus sei, aber sie würde ihn zurück rufen sobald sie im Dienst ist. Als bis 15:00 Uhr immer noch kein Rückruf erfolgt war, rief er nochmal an. Man sagte ihm die Sachbearbeiterin ist grade nicht an ihrem Platz, er möge bitte um 16:00 Uhr nochmal anrufen dann sei sie da. Als er um 16 Uhr anrief, ging ein AB an und teilte mit das der Anruf außerhalb der Geschäftszeit statt findet, und man möge bitte am nächsten Tag nochmal anrufen. Jetzt wußte Herr P… auch nicht mehr was er noch unternehmen kann.
Als ich das hörte hatte ich einen richtig dicken Hals. Ich sagte ihm ich werde dem JA am selben Abend, oder spätestens am nächsten Morgen ein Fax schicken.
Am späten Nachmittag war ich mit Elke noch in der Stadt und dort erreichte mich ein Anruf von unserem Vermieter. Er wollte wissen was im Haus los ist nachdem ihn Herr A.. auf meinen Rat hin angerufen hatte. Ich war erstaunt das der Vermieter mich anrief, denn wir wohnen ja erst seit Mai im Haus.
Dem Vermieter erklärte ich den Sachverhalt und er versprach mir der Frau K…. eine Abmahnung zu erteilen.

Ein sehr deutliches Fax sendete ich am Mittwochmorgen ans JA in dem ich beschrieb was in der letzten Zeit vorgefallen ist, und das ich befürchte dass das Kind bei einer der Wutanfälle seiner Mutter mal zu Schaden kommen kann. Außerdem liegt aus meiner Sicht schon jetzt eine psychische Kindesgefährdung vor. (Das war jetzt die Kurzform. Das Fax war zwei Seiten lang)
Mittwochmorgen ruft mich plötzlich der Vermieter nochmal an um mir mitzuteilen das meine Befürchtungen das Kind betreffend teilt, und über seinen Rechtsanwalt die Polizei informiert hat und die gleich erscheinen. Die Polizei war auch schnell vor Ort, ließ sich von mir nochmal das Nötigste erklären, klingelte dann bei Frau K… die aber durch die Wohnungstür verlauten ließ dass sie niemandem öffnet.  Weil in diesem Moment keine akute Gefährdung vorlag, konnten die Beamten nicht viel unternehmen. Ich bekräftigte nochmal  welche Kindesgefährdung ich sehe, die Beamten sprachen daraufhin noch mit dem Hausmeister und unserem Nachbarn Herrn  P… daraufhin entschieden sie dass sie das JA anrufen und entscheiden lassen.

Vom JA kam eine Mitarbeiterin die als einer der ersten Feststellungen erstmal verlauten ließ dass sie sowieso demnächst hierhin gekommen wären, da sie einen Tag vorher und am selben Morgen schon benachrichtigt worden wären.
Anschließend  versuchte sie mit Frau K.. zu reden, das war jedoch unmöglich. Frau K.. fing wieder an zu schreien, allerdings hatten sich die Beamten und die JA mitarbeiterin auf unsere Etage zurück gezogen. Vermutlich dachte Frau K.. alle wären weg. Einer der Beamten fragte dann die JA Mitarbeiterin ob sie das für normal hielt.  Die JA Mitarbeiterin sagte einem der Beamten dass sie zur Zeit keine Akteneinsicht hat da die zuständige Kollegin in Urlaub ist.
In der Zwischenzeit kamen 2 Rettungswagen, ein Notarztwagen und weitere Polizisten. Nachdem endlich alle eingesehen hatten dass Frau K… die Türe nicht öffnet, wurde endlich entschieden die Türe gewaltsam zu öffnen.  Die Feuerwehr wurde gerufen. 

Die Tür zu öffnen war wohl nicht ganz so einfach, Frau K… hatte sich regelrecht verbarrikadiert, doch nach etlichen Minuten gelang auch die Türöffnung. Frau K… hatte sich dann aber mit dem Kind ins Bad verkrochen und da wohl auch eingeschlossen. Mit größter Vorsicht wurde aber auch diese Türe wohl aufgebrochen.
Als man endlich zu Frau K.. und dem Kind vorgedrungen war, musste der Frau erst noch ein Messer gewaltsam abgenommen werden. Danach hat man sofort das Kind erstmal weg gebracht und ca 15 Minuten später auch die Frau. Es gab glücklicherweise keine Verletzten.

Der ganze Einsatz dauerte mehrere Stunden. Ich glaube es waren ca 3 ½ bis 4 Stunden. Wir waren während dessen in unserer Wohnung, haben aber alles mitgehört weil sich viele der Einsatzkräfte vor unserer Türe aufhielten und unterhielten und die betroffene Wohnung lag ja über uns. Gehört hatten wir etwas von zeitweise 16 Leuten gleichzeitig im Treppenhaus. Gezählt habe ich mind 6 Polizisten, 4 Feuerwehrleute,  4 Sanitäter, Notarzt und sein Fahrer, 3 Jugendamtmitarbeiter/innen (zwei davon kamen im Laufe nach) und zwei zivile Personen die was zu sagen hatten. Einer davon war glaube ich vom Ordnungsamt.
Frau K… wird/wurde vermutlich in die Psychiatrie eingewiesen. Wie lange sie dort bleiben muss wird ein Richter entscheiden. 

Ich frage mich allerdings wieso eine MA vom JA keine Akteneinsicht hat bloß weil jemand in Urlaub ist. Ebenso das erst vom Jugendamt reagiert wird wenn sie von der Polizei angefordert werden, aber ich glaube über das Verhalten von Jugendämtern haben wir in den letzten Jahren genug in Zeitungen und TV gelesen und gehört, so dass sich jeder selbst über die Arbeitsweise dieser Behörde seine eigene Meinung bilden kann.

Elke und ich sind froh das dem Kind nichts passiert ist und sich jetzt hoffentlich erholen kann. 

Elke, vielen Dank für Deine Worte “ Das ist das erstemal mit meinen Schatz so was durch zu ziehen und ich muss sagen ich bin mächtig stolz drauf. Kein Mann mit längeren wenn und aber sondern  machen.“  hier  in Deinem Post.

Bleibt gesund.
Viele Grüße