05 März 2017

Bauwahn

Neben der Kugelbake befindet sich der Bauhafen. Es sieht zwar nicht sehr schön aus und man überlegt seit Jahren etwas zu verändern, doch bisher wurde kein neuer Platz für den Bauhafen gefunden. Die Hafenflächen sind knapp.Der Bauhafen gehört dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Seit Jahren schwebt Joachim Wuttke (Dipl.-Ing./arch.) eine Umgestaltung des Bauhafens vor Augen. Bei verschiedenen Behörden hat er sein Anliegen bereits vorgetragen.
Die Vorstellung von Joachim Wuttke sähe etwa so aus:
Ein Hotel- und Wohnturm mit integriertem Veranstaltungszentrum, dazu Yachtliegeplätze und daneben eine öffentliche Badestelle. Das Hotel sollte ein Tower werden. Der Elbtower. Der Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch hätte dort gerne dass Bade,- und Sportmöglichkeiten zusammengebracht würden nicht jedoch ein Bauprojekt von turmartigen Ausmaßen.
Die Cuxhavener möchten einen Hafen an dieser Stelle haben, aber keinen Dubai-Tempel.

Als diese Pläne jetzt mal wieder auf den Tisch kamen, ging ein Aufschrei durch die Cuxhavener Bevölkerung.Es gab viele kritische Äußerungen gegen dieses Vorhaben, ebenso gab es Liebeserklärungen der Bürger für diese Stadt. Niemand will den Bauwahn, wie es ihn auf Sylt in den 70er Jahren z.B. den „Vineta-Turm“gab, der glücklicherweise durch Bürgerwiderstand verhindert werden konnte, . In Döse und Duhnen werden schon eine Menge neue Hotels hochgezogen. Für den Geschmack der Bürger schon viel zu viele.

Sagt selber. Passt in diese Landschaft ein Hotelkomplex? Ich finde NEIN. Dazu kommt das an der Kugelbake viele Zugvögel während ihrer langen Reise pausieren, sich erholen und stärken, um die lange Reise nach oder von Afrika zu überstehen.

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Inzwischen ist das Thema mal wieder zumindest für einige Zeit vom Tisch. Bisher gibt es wohl noch zu viel Widerstand.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

02 März 2017

Vorläufiges Aus nach 1 1/2 Jahren

Nachricht vom 1. März 2017

Die Cuxhavener Nachrichten meldeten dass die Fährverbindung Cuxhaven-Brunsbüttel eingestellt wurde. Die beiden Fähren der Elb-Link Reederei (Estland), liegen am Steubenhöft fest. Nach aktuellem Stand wird bezweifelt dass der Fährverkehr nachhaltig gesichert ist. Schiffseigentümer ist eine Niederländische Bank die der Saaremaa Shipping Company in Estland angeblich den Vertrag aufgekündigt haben soll und die Schiffe an die Kette gelegt hat. Es soll um nicht bediente  Kredite gehen.
Nach Angaben von Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Behrens, ist die "Grete" bereits nach Norwegen verchartert worden. Wenn die Fährverbindung überhaupt gerettet werden kann, muss sie bis mindestens August mit einem Schiff auskommen. In Cuxhaven laufen Gespräche über eine Auffanggesellschaft um den Fährbetrieb weiterbetreiben zu können.

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Die Fährverbindung hat erst vor eineinhalb Jahren den Betrieb aufgenommen. Auf beiden Seiten der Elbe sind dafür viele Steuergelder eingesetzt worden um die Fähranleger zu errichten. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht das entgültige Aus für die Fährverbindung ist.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

12 Februar 2017

9. Elbvertiefung

Die Elbvertiefung ist noch nicht gänzlich geklärt. Das Ausbaggern verzögert sich weiter: Das Bundesverwaltungsgericht hat zwar grundsätzlich der Vertiefung der Elbe statt gegeben, aber im Planfeststellungsbeschluss Nachbesserungen gefordert und den Behörden zugleich eine Überarbeitung der Pläne auferlegt. Beanstandet wurden speziell die Pläne zur Anpassung der Fahrrinne, gegen die Umweltverbände geklagt hatten. Wie lange es dauern, wird, bis die neuen/angepassten Pläne aus Hamburg vorliegen, weiß keiner. Es wird Monate dauern. Dazu kommt, dass noch weitere Klagen anhängig sind, und möglicherweise auch weitere Klagen erwartet werden, denn durch die weiteren Auflagen werden erhebliche Einschnitte in das Leben getroffen werden. Die Elbe müsste nicht nur vertieft, sondern auch verbreitert werden. Trotzdem können auch nach der Vertiefung die ganz großen Schiffe nicht ohne Rücksicht auf die Gezeiten, den Hamburger Hafen anlaufen.
Es müssen z. B. mehr Auen geschaffen werden. Das bedeutet das Flächen freigegeben werden müssen, die eigentlich für Wohnraum, oder als Landwirtschaft vorhanden sind. Die Obstbauern im alten Land bekämen wahrscheinlich mehr Probleme weil die Wiesen mehr versalzen. Auch der Deichschutz muss auf der gesamten Strecke von ca. 100 km verändert werden. 616,6 Mio. € sind im März 2016 neu veranschlagt worden. 2/3 zahlt der Bund, den Rest muss Hamburg aufbringen und jedes Jahr steigen die Kosten weiter. Dazu kommen jetzt noch die zusätzlichen Auflagen.

Natürlich kann ich verstehen das Hamburg seinen Hafen und die Wirtschaft ausbauen und fördern will, es hängen auch viele Arbeitsplätze in HH, Nds und SH davon ab, jedoch haben wir einen Tiefseehafen gleich um die Ecke. Den Jadeweserport. Dort können die größten Schiffe anlegen, dafür wurde er gebaut. Würden sich die Hafenstädte der Region zusammenschließen und nicht gegeneinander arbeiten, könnte das bestimmt eine stabile Zusammenarbeit und eine gute Allianz ergeben. Das wollen die Hamgurger jedoch nicht.

Für mich stellt sich die nächste Frage. Wohin mit den Sedimenten die dann zukünftig regelmässig ausgebaggert werden müßen? Hamburg verkappt bereits jetzt einen Teil Hafenschlick vor Stade, oder vor zur Tonne E 3. Der Hamburger Senat hat auf eine Anfrage mitgeteilt das der Rekordwert von 10 Mio. m³ aus 2015 im Jahr 2016 um über 15% übersprungen wurde.
Bis zum Jahr 2021 wurden nach einem E3-Verklappungsabkommen mit Schleswig-Holstein vom April 2016 10 Mio. m³ genehmigt. Davon sollen bereits 2016 Ganze 3,69 Mio. m³ verklappt worden sein.  Das wäre mehr als ein Drtittel für innerhalb eines Jahres, für ein Volumen das auf 6 Jahre geplant war.
Frühzeitiger als geplant wird es wahrscheinlich wieder neue Verhandlungen geben müssen. Später kommen noch die neuen Verhandlungen der Elbvertiefung dazu.
Die Elbvertiefung kommt. Das ist sicher. Offen ist nur die Frage, wann sie kommt, und wie kostspielig sie werden wird.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße