26 Februar 2011

Menschlichkeit


Diese Geschichte habe ich von einer Bekannten als Präsentation zugeschickt bekommen. Sie ist es meines Erachtens  nach wert hier veröffentlicht zu werden. Der Autor ist mir leider nicht bekannt, aber ich denke es ist in seinem/ihrem Interesse.

Ohne Worte   einfach nur lesen
Zwei Alternativen
Was würden Sie tun   Sie treffen die Wahl
Suchen Sie nicht nach der Pointe- es gibt keine.
Lesen Sie trotzdem weiter.
Meine Frage lautet:
Hätten Sie sich genauso entschieden?

Bei einem Wohltätigkeitsessen zu Gunsten für Schüler mit Lernschwierigkeiten
Hielt der Vater eines der Kinder eine Rede, die so schnell keiner der Anwesenden vergessen wird.
Nachdem er die Schule und ihre Mitarbeiter in höchsten Tönen gelobt hatte, stellte er folgende Frage:
“Wenn keine störenden äußeren Einflüsse zum Tragen kommen, gerät alles, was die Natur anpackt, zur Perfektion. Aber mein Sohn Shay ist nicht so lernfähig wie andere Kinder. Er ist nicht in der Lage, die Dinge so zu verstehen wie andere Kinder.
Wo ist die natürliche Ordnung der Dinge bei meinem Sohn?“
Das Publikum war  angesichts der Frage vollkommen stumm.
Der Vater fuhr fort
“Ich bin der Meinung, wenn ein Kind so ist wie Shay, dass geistig und körperlich behindert zur Weld kommt, dann entsteht die Möglichkeit, wahre menschliche Natur in die Tat umzusetzen, und es liegt nur daran, wie die Menschen dieses Kind behandeln.“

Dann erzählte er folgende Geschichte:
Shay und ich waren mal an einem Park vorbei gekommen, indem einige Jungen, die Shay kannte, Baseball spielten. Shay fragte: “Glaubst du die lassen mich mitspielen?“
Ich wusste, dass die meisten der Jungen jemanden wie Shay nicht in ihrer Mannschaft haben wollten,  aber als Vater war mir auch folgendes klar:
Wenn mein Sohn mitspielen durfte, dann würde dies ihm ein Dazugehörigkeitsgefühl geben, nach dem er sich so sehr sehnte, und auch die Zuversicht, trotz seiner Behinderung von anderen akzeptiert zu werden.
Ich ging also zu einem der Jungen auf dem Spielfeld und fragte, ohne allzu viel zu erwarten, ob Shay mitspielen könnte. Der Junge schaute sich hilfesuchend um und sagte: “ Wir haben schon sechs Runden verloren und das Spiel ist grade beim achten Inning. Ich glaube schon dass er mitspielen kann. Wir werden versuchen ihn dann beim neunten Inning an den Schläger kommen zu lassen.“

Shay kämpfte sich nach drüben zur Bank der Mannschaft und zog sich mit einem breiten Grinsen ein Trikot des Teams an. Ich schaute mit Tränen in den Augen und Wärme im Herzen zu.
Die Jungen sahen wie ich mich freute, weil mein Sohn mitspielen durfte.
Am Ende des achten Innings hatte Shays Team ein paar Runden gewonnen, lag aber immer noch um drei im Rückstand. Mitten im neunten Inning zog sich Shay den Handschuh an und spielte im rechten Feld mit.
Auch wenn keine Schläge in seine Richtung gelangten, war er doch begeistert, dass er mit dabei sein durfte, und grinste bis zu beiden Ohren, als ich ihm von der Tribüne aus zuwinkte.
Am Ende des neunten Innings holte Shays Mannschaft noch einen Punkt. In der jetzigen Ausgangslage war der nächste Run ein potentieller Siegesrun, und Shay kam als nächster an die Reihe.
Würden sie in diesem Moment Shay den Schläger überlassen und damit die Chance, das Spiel zu gewinnen, aufs Spiel setzen?
Überraschenderweise bekam Shay den Schläger. Jeder wusste, das ein Treffer so gut wie unmöglich war, denn Shay  wusste nicht einmal wie er den Schläger richtig halten sollte, geschweige denn, wie er den Ball richtig schlagen sollte.  
Als Shay allerdings an den Abschlagpunkt trat, merkte der Pitcher, dass die gegnerische Mannschaft in diesem Moment nicht grade auf den Sieg aus zu sein schien, und warf den Ball so vorsichtig, dass Shay ihn wenigstens treffen konnte.

Beim ersten Pitch schwankte Shay etwas unbeholfen zur Seite und schlug vorbei.
Der Pitcher ging wieder ein paar Schritte nach vorn und warf den Ball vorsichtig in Shays Richtung.
Als der Pitch herein kam, hechtete Shay zum Ball und schlug ihn tief gezogen nach unten zurück zum Pitcher. Das Spiel wäre nun gleich zu Ende.  Der Pitcher nahm den Ball auf und hätte ihn ohne Anstrengung zum ersten Baseman werfen können. Shay wäre dann raus geflogen, und das Spiel wäre beendet gewesen. Aber stattdessen warf der Pitcher den Ball über den Kopf des ersten Basemans und ausser Reichweite der anderen Spieler.

Von der Tribüne und von beiden Teams schallte es: “ Shay lauf los! Lauf los!“
Noch nie im Leben war Shay so weit gelaufen, aber er schaffte es bis First Base. Mit weit aufgerissenen Augen und etwas verwundert hetzte er die Grundlinie entlang.
Alle schrien: “ Lauf weiter lauf weiter!“ Shay holte tief Atem und lief unbeholfen, aber voller Stolz weiter, um an sein Ziel zu gelangen.
Als Shay um die Ecke zur zweiten Basis bog, hatte der rechte Feldspieler den Ball …
er war der Kleinste Junge im Team, der jetzt seine erste Chance hatte, zum Held seines Teams zu werden.
Er hätte den Ball dem zweiten Baseman zuwerfen können, aber er hatte verstanden , was der Pitcher vorhatte, und so war er den Ball absichtlich ganz hoch und weit über den Kopf des dritten Basemans.
Also rannte Shay wie im Delirium zur dritten Basis, während die Läufer vor ihm die Stationen bis nach Hause umrundeten.

Alls schrien nun:
“Shay, Shay,Shay,  lauf weiter, lauf weiter,,
Shay erreichte die dritte Basis, weil der gegnerische Shortstop ihm zur Hilfe gelaufen kam und ihn in die richtige Richtung der dritten Basis gedreht und gerufen hatte:
“Lauf zur dritten““Shay lauf zur dritten!“
Als Shay die dritte Basis geschafft hatte , waren alle Spieler beider Teams und die Zuschauer auf den Beinen und riefen:
“Shay lauf nach Hause,! Lauf nach Hause“
Shay lief nach Hause, trat auf die Platte und wurde als Held des Tages gefeiert, der den Grand Slam erreicht und den Sieg für seine Mannschaft davongetragen hatte.

“An diesem Tag“,

So sagte der Vater, während ihm die Tränen übers Gesicht liefen,
“brachten die Spieler von beiden Mannschaften ein Stück wahrer Liebe und Menschlichkeit in Shays Welt“

Shay erlebte keinen Sommer mehr.
Er starb im folgenden Winter und hatte nie vergessen , ein Held zu sein und mich so glücklich gemacht zu haben und zu sehen , wie die Mutter ihren kleinen Helden unter Tränen umarmte, als er nach Haus kam!“

Nun noch eine kleine Fußnote zu dieser Geschichte:
Wir schicken alle Tausende von Witzen per E-Mail durch die Gegend, ohne darüber nachzudenken, aber wenn es darum geht, Nachrichten  in Bezug auf Lebenswürde zu verschicken, dann zögern die meisten.
Das Derbe, Vulgäre und manchmal auch Obszöne passiert den Cyberspace problemlos,    aber die öffentliche Diskussion über anständige Dinge wird in unseren Schulen und an unseren Arbeitsplätzen nur allzu oft unterdrückt. 

Wenn Du diese Nachricht vielleicht weiterleiten möchtest, dann kann es gut sein, dass Du Dein Adressbuch durchgehen und die Adressen von denjenigen herausfilterst, die möglicherweise nicht die “richtigen“ Adressaten für diese Art von Nachricht sind.
Wir alle haben  tagtäglich Tausende von Möglichkeiten, die “natürliche Ordnung der Dinge“ zu verwirklichen. Viele scheinbar triviale zwischenmenschliche Kontaktestellen uns vor die Wahl:
Geben wir ein bisschen Liebe und Menschlichkeit weiter oder verpassen wir diese Chance und machen  die Welt dadurch  ein bisschen kälter?

Ein weiser Mann sagte einmal,
jede Gesellschaft sei danach zu beurteilen, wie sie ihre am wenigsten gesegneten Mitglieder behandelt.


4 Kommentare :

  1. Hallo Nachfalke,
    ich finde das ein sehr gutes Beispiel und zugleich eine traurige Geschichte.

    Danke fürs posten
    Liebe Grüsse Elke

    AntwortenLöschen
  2. leider gibt es Menschlichkeit heutzutage viel zu selten.

    Danke für Deinen Kommentar.
    Viele Grüße
    Nachtfalke

    AntwortenLöschen
  3. Bei solchen "Geschichten" bekomme ich immer ein mulmiges Gefühl... aber kein Gutes!
    LG-GiTo

    AntwortenLöschen
  4. Warum weil es Menschlichkeit zu selten gibt, oder wegen dem traurigem Ende?
    Nachtfalke

    AntwortenLöschen

Aufgrund der neuen Datenschutzrichtlinien (DSGVO) ist auf Folgendes hinzuweisen:
Mit der Nutzung der Kommentarfunktion erklärst Du Dich mit der Speicherung und Verarbeitung Deiner Daten durch diese Website einverstanden. Wenn Du Kommentare zu einem Beitrag durch Setzen des Häkchens abonnierst, informiert Dich Google jeweils durch eine Mail, die Du in deinem Profil von Google angegeben hast. Wenn Du das Häkchen entfernst, wird das Abonnement gelöscht und Dir eine entsprechende Nachricht übersandt.
Genauso, wenn Du - wie oben angegeben - meinen Blog abonnierst. Solltest Du ihn abonnieren, musst Du wissen, dass die Daten gespeichert werden.
Bitte beachte auch meine Datenschutzerklärung.