Umweltverbände beklagen Geldverschwendung.
BUND, NABU und WWF: „Verzicht auf Flussvertiefungen spart 570 Millionen Euro“
Hamburg – Flussvertiefungen kommen nicht nur die Natur teuer zu stehen, sondern auch den Steuerzahler: Bis zu 591 Millionen Euro Steuergelder werden allein durch die geplante Elbvertiefung verschwendet. Das geht aus einer aktuellen Kostenanalyse hervor, die das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Auftrag des WWF erstellt hat.
"Deutschland kann sich den unkoordinierten Ausbau von drei konkurrierenden Hafenstandorten nicht leisten - weder ökologisch noch ökonomisch", so das gemeinsame Fazit von BUND, NABU und WWF.
Das Hamburger Abendblatt schrieb am 9.9.13:
Hamburg möchte die Elbe tiedeunabhängig für Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 13,50 Meter befahrbar machen. Mit der Flut ein- und auslaufen sollen somit Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,50 Meter können. Die Außenweser wiederum soll so vertieft werden, dass Schiffe mit einem Tiefgang von 13,5 Metern Bremerhaven erreichen können. Die Unterweser nach Bremen wiederum sollen tiedeabhängig Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 11,1 Metern passieren können.
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Hier auf der Karte seht Ihr wie dicht die Häfen beieinander liegen. Jade Weser Port, nicht weit entfernt Bremerhaven, und oben an der Spitze von Cuxhaven Döse die Elbmündung.
Seit Jahren will Hamburg eine weitere Elbvertiefung durchsetzen. Viel passiert ist bislang nicht. Nun kommt ein von Umweltverbänden in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Schluss, dass eine Kooperation mit den Häfen Wilhelmshaven und Bremerhaven viel billiger wäre. Diese Kooperation hat der WWF im Frühjahr vorgestellt, und ich bin auch der Meinung, dass diese Kooperation ernsthaft geprüft werden sollte.
Am Jade Weser Port bestehen am Terminal vier Liegeplätze für Schiffe mit bis zu 430 m Länge und 16,5 m Tiefgang. Der Jade Weser Port ist für Schiffe gut erreichbar und unabhängig von den Gezeiten.
Unabhängig vom Konkurrenzverhalten der Häfen und der Steuerverschwendung, wenn die Weser und die Elbe vertieft werden, denke ich sollte erst mal der Jade Weser Port ans Laufen gebracht werden. Entgegen den früheren Erwartungen laufen nur sehr wenige Schiffe den Port an. Außerdem frage ich mich was eine Vertiefung auf 13,50m soll, wenn die ganz großen Schiffe bereits einen Tiefgang von 18 m haben, oder will man in ein paar Jahren weitere Vertiefungen vornehmen?
Unabhängig vom Konkurrenzverhalten der Häfen und der Steuerverschwendung, wenn die Weser und die Elbe vertieft werden, denke ich sollte erst mal der Jade Weser Port ans Laufen gebracht werden. Entgegen den früheren Erwartungen laufen nur sehr wenige Schiffe den Port an. Außerdem frage ich mich was eine Vertiefung auf 13,50m soll, wenn die ganz großen Schiffe bereits einen Tiefgang von 18 m haben, oder will man in ein paar Jahren weitere Vertiefungen vornehmen?
Bisher hat das Projekt schon mehrere Millionen für Planung, Gutachten ect. verschlungen.
Aktuell sieht es derzeit so aus das die Angelegenheit dem Europäischen
Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorgelegt wurde. Eine Entscheidung kann also unter Umständen noch Jahre dauern.


Wieder ein toller Bericht. Hervorragend recherchiert. Danke dafür.
AntwortenLöschenEinen schönen Abend wünscht Dir
Irmi
Danke Irmi, auf die Recherche kam ich weil hier ein Bericht in der Tageszeitung war, und mich das Thema natürlich als Küstenbewohner aus der Region interressiert hat.
LöschenTja, Geldausgeben ist eben einfacher als nachdenken.
AntwortenLöschenIch frage mich, warum der Jade-Port so wenig angelaufen wird. Stimmt da die Anbindung ins Landesinnere nicht, dh der Abtransport der Waren läuft nicht? Oder sind die Hafenanlagen veraltet? Unser Städtchen kämpft gerade für eine Fährverbindung nach Gotland.
Sehr interessante Sache!!
Gruß
Beate
Es liegt daran dass die Waren zu lange brauchen um weiter transportiert zu werden, also mit der Anbindung ans Binnenland lagst Du schon vollkommen richtig.
LöschenJa von diesem Wahnsinn habe ich auch schon gehört. Da wurde ein komplett neuer Hafen gebaut und in diesem fertigt man im MONAT 2 - 3 Schiffe ab. Es liegt Kapazität brach und an anderer Stelle soll ausgebaggert werden. Vielleicht kommt der Filz deutlicher hervor, wenn man sich die daran beteiligten Unternehmen anschaut...
AntwortenLöschenDein Bericht trägt heute einen anderen Charakter, aber auch das gehört zur Heimat.
beste Grüße ans Ende der Elbe,
egbert
Mit 2-3 Schiffen liegst Du richtig. Es war auch schon von Kurzarbeit die Rede. und Frosta wollte schon Klage einreichen.
LöschenWeil zu wenig Schiffe den Jade-Weser-Port anlaufen, will Nordfrost gegen die Vermarktungsgesellschaft, eine Tochter des Landes Niedersachsen, klagen. Der Fruchtverarbeiter sieht den versprochenen Mindestumschlag nicht zu einem Zehntel erreicht.
Ich halte die Entwicklung im Auge.
Nachtfalke
Es gibt leider zu viele solcher unnützer Projekte in Deutschland. Der Ausbau des Kieler Flughafens ist auch kein Thema mehr, weil die Fluggesellschaften ihn einfach nicht mehr lukrativ finden.
AntwortenLöschenHier werden zu viele Steuergelder verschwendet.
LG Sabine
Hallo Nachtfalke,
AntwortenLöschenwo finde ich Deinen Politblog ? Bin zwar nicht so riesig Politik-interessiert, aber ab und an habe ich eine eigene Meinung zum politischen Tagesgeschehen. Beim Rhein ist es jedenfalls auch so, dass er in gewissen Zeitabständen ausgebaggert wird. Das sind aber andere Größenordnungen als in der Nordsee. Und das kann man sowieso nicht vergleichen, das u.U. bei Niedrigwasser die Fahrtiefe extrem eng ist.
Gruß Dieter
Rechts in der Leiste gehts zu meinem Politblog. Ich hatte nicht bemerkt das der Link weg war.
LöschenWenn eine Vertiefung Sinn, oder sogar norwendig ist, habe ich da nichts gegen. Diese beiden Vertiefungen von Elbe und Weser, sind sehr umstritten.
Wirklich große Schiffe laufen ja bisher nicht mal den Weser Port an. Bisher hat der Weser Port grade mal 10% der erwarteten Umschläge und das wird nach einer Elbe oder Weservertiefung sicherlich nicht besser.
Gruß Nachtfalke