04 November 2013

Makrele

Die Makrele (Scomber scombrus) ist ein in Küstengewässern lebender Schwarmfisch. Makrelen sind durchschnittlich 30 bis 50 cm lang und können bis zu 17 Jahre alt werden. Sie fressen Plankton und Fischbrut von Heringen, Dorschen oder Sprotten. Makrelen kommen in den Küstengewässern Nordamerikas, in der Nordsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer vor. Brutgebiete der Nordseemakrele befinden sich in der Irischen See und am Westrand der Norwegischen Rinne.

Anders als die meisten Fische hat die Makrele keine Schwimmblase, wodurch sie einerseits ohne Druckausgleich schnell die Wassertiefe wechseln kann, andererseits aber auch ständig durch Bewegung für Auftrieb sorgen muss, um nicht zu versinken.

Das macht sie sehr beweglich und hilft ihnen, sich zu schützen. So können Sie ihren Feinden, z. B. Dornhai, Heringshai, Thunfisch oder Delphin, blitzschnell ausweichen, größere Tiefen aufsuchen oder aus der Tiefsee rasch an die Oberfläche stoßen. 

Während der winterlichen Ruhezeit nehmen sie keine Nahrung auf. Ab Frühjahrsbeginn leben sie von Plankton (Flügelschnecken, Kleinkrebse). Nach der Laichzeit im späten Frühjahr jagen sie Brut der Heringe, Sprotten, Dorsche, Wittlinge und Sandspierlinge. Die Tiefseekante der Nordsee ist die Begrenzungslinie des Lebensraums der Makrele, die zu den Atlantikfischen zählt, obwohl sie warme Gewässer bevorzugt.

Makrelen sind Verwandte der Thunfische. Sie sind leuchtend grünblau gefärbt und haben dunkelblaue Querstreifen am Rücken. Nach dem Fang schimmern sie blausilbern. Die Makrele ist eine der beliebtesten Speisefische.

Man kann sie
• frisch, ganz oder filetiert
• geräuchert, ganz oder filetiert
• gebeizt
• tiefgefroren
• in Marinaden (Bratmarinade, Makrelenbratfilet)
• oder als Vollkonserven
erhalten.

Zubereitet wird sie
• gekocht
• gedünstet
• gebraten oder gebacken
• zu Guter Letzt kann man sie auch Grillen

Ich verspeise sie am liebsten geräuchert. Gut geräuchert schmeckt sie hervorragend und lässt sich gut filetieren. Leider wird nicht überall gut und lange genug geräuchert was dann den Geschmack, aber auch das filetieren beeinflusst. Wir haben hier im Hafen einen Fischhändler bei dem holen wir keine geräucherten Fische mehr weil sie schlecht (Wahrscheinlich zu kurz) geräuchert,  oder die Fische nicht lange genug vorm Räuchern getrocknet wurden. Nicht nur dass es dann nicht schmeckt, sondern beim filetieren lassen sich Haut und Gräten nur schwer abziehen. Bei einem anderen Händler sind die geräucherten Fische knochentrocken. Da vermute ich dass zu lange geräuchert wird.
Früher räucherte man um Fisch oder Fleisch haltbarer zu machen. Heute ist das nicht mehr nötig, heute räuchert man wegen dem besonderen Aroma und Geschmacks. Davon abgesehen ist es eine schonende Art der Zubereitung. Vorm räuchern wird der Fisch luftgetrocknet.

Je trockener der Fisch dabei wird, desto dunkler und goldbrauner wird die Farbe nach dem Räuchern. Je kürzer er jedoch trocknet, desto zarter und heller bleibt er. Trocknen man an der "frischen Luft", so erzielen man in der Regel an einem warmen Sommertag in 2 Stunden gute Ergebnisse.

Die Wahl des Holzes beim räuchern beeinflussen Geschmack und Farbe. Es gibt aber auch Räuchermehl mit dem geräuchert werden kann. Es gibt auch die Möglichkeit Fische kalt zu räuchern, doch über das Räuchern berichte ich vielleicht ein andermal.

Am besten sollte eine Makrele über Buchenholz geräuchert werden, dies verschafft ihr einen exquisiten Geschmack.  Die Makrele sollte eine Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden, so kann sich ihr Geschmack voll entfalten.

Die durchschnittliche Makrele wird etwa 30 Zentimeter lang und elf Jahre alt.
Diese Makrele haben wir uns vor einer Woche bei einem Fischhändler in Duhnen geholt.

                          Sie lies sich gut filetieren und schmeckte gut.


Eigentlich wollte ich an dieser Stelle beenden, doch gestern waren wir auf dem Fischmarkt und da habe ich noch ein paar Bilder geschossen die hier jetzt noch reinpassen.



         Der Händler steht jedesmal mit seinem Räucherofen auf dem Fischmarkt.
Hier testet er grade ob die Fische fertig sind.

Hinter den Aalen hingen Schillerlocken, Heilbutt, natürlich Forellen und Makrelen.
Hier haben wir uns dann eine Schillerlocke und eine Makrele mitgenommen.



 

Sie lies sich ebenfalls sehr gut filetieren und schmeckte hervorragend. Das eine Ende ist mir leider ein wenig misslungen.

Ich begrüße auf diesem Blog
Frl. Ulrika

Bleibt gesund, und allen wünsche ich einen guten Start in die neue Woche.
Bis dann.

7 Kommentare :

  1. Räucherfisch ist wirklich sehr köstlich, wenn es gut gemacht ist. Früher in unserem Häuschen hatten wir eine Fischräucherei gleich nebenan. Die räucherten meist Lachs aus Norwegen.
    Ich bin jetzt sicher sehr lange haltbar, denn wenn die Räuchertag hatten, blieb auch die Nachbarschaft nicht verschont, je nach Windrichtung ;-).
    Du hast wieder sehr informativ über die Welt der Fische geschrieben! Danke

    Beate

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  2. Hallo Nachtfalke,
    wenn wir irgendwo am Meer Urlaub gemacht haben, habe ich es regelmäßig genossen, in Restaurants Fisch zu essen. Egal, ob an der Nordsee in NL (deutsche Nordsee waren wir leider nicht), an der Ostsee an der Costa Brava oder auf Mallorca. Ich finde, der Fisch schmeckt komplett anders als in hiesigen Restaurants.

    Gruß Dieter

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  3. Es gibt kein Geruchsfernsehen, nur gut, sonst würde mein Appetit noch viel größer ausfallen, wie er eh schon beim Betrachten der Fotos ist. So viel Wissenswertes über Fisch und wie ich las, geht es nocht weiter. Prima.

    herzliche Grüße in den Norden,
    egbert

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  4. Hallo lieber Nachtfalke, zuerst einmal dankeschön, dass Du immer mal wieder bei mir vorbeischaust und auch kommentierst. Dein Bericht über die Makrele finde ich auch sehr interessant und Du hast Recht, dass heute meistens zu schnell geräuchert wird. Ich esse auch gerne Räucherfisch. Und wir Fischköppe haben da dann eben so unsere Spezialisten, die wir bevorzugen. Nicht unerwähnt sollte auch sein, dass so eine Makrele supergesund ist und das obwohl sie so fett ist. Also einmal pro Woche sollte man sich so einen Leckerbissen gönnen. Halte ich zwar auch nicht immer ein, aber ich bemühe mich.
    liebe Grüße auch an Elke
    Brigitte die Weserkrabbe

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  5. Hmmmm- da würde ich sofort zugreifen.
    Schön, dass du uns über die einzelnen Fischarten aufklärst.
    Sehr informativ.
    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Irmi

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  6. Lecker, lecker. - Fisch - immer wieder gerne.
    Wie sieht es eigentlich mit der neuen Spundwand im alten Fischereihafen aus?
    AN einem der letzten sonnigen Spätsommertage haben wir Fisch im Fischereihafen gegessen.
    Immer wieder gerne :-)
    Schöne Grüße
    Heidi

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    1. Ist inzwischen erledigt, der alte Fischereihafen ist wieder frei gegeben und auch der Fischmarkt ist wieder im alten Fischereihafen.

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