01 Oktober 2014

Strandwache + Wasserrettung

An unserer Küste in Cuxhaven werden die Strände permanent überwacht. Die Leitung dazu liegt bei der NHC (Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH, unsere Kurverwaltung).
In den Sommermonaten von Mai bis Ende September sind alle 5 Rettungsstationen der einzelnen Strandabschnitte von NHC Mitarbeitern besetzt und werden ab Juni von der DLRG und dem Deutschen Roten Kreuz unterstützt. Die Einsatzleitstelle befindet sich in der Rettungsstation Duhnen. Bei einem Wattalarm werden von da aus die Einsätze von der Feuerwehr-Wasserrettung, NHC Wasserrettung, DLRG und DGzRS koordiniert.
Die Station Duhnen ist außer mit normalem Funk für Rettungsdienste aber auch mit Seefunk ausgerüstet. Außerdem ist auf der Station ein Personenradar.
Personenradar
Windrichtung und Geschwindigkeit



Alle anderen Stationen überwachen die Strände mit Ferngläsern, haben Funk, Telefon und Faxgeräte. Auf den Faxgeräten kommen Sturm- Gewitter oder sonstige Warnmeldungen vom Deutschen Wetterdienst.

Eine Ausnahme gibt es noch. Strandhaus Döse. Das ist eine Station vom DRK. Trotzdem wird natürlich auch dort der Strand genauso überwacht wie auf allen anderen Stationen.

Insgesamt gibt es in Cuxhaven 6 Rettungsboote, einen Jetski und den Rettungskreuzer Hermann Helms mit Tochterboot Biene. Im Extremfall rücken alle aus. Meistens ist es aber so das nur 3 oder 4 Boote mit Unimog oder Trecker ins Watt gezogen werden, wo sie dann zu Wasser gelassen werden.

RTB 1 Berufs Fw Cux
JetSki DLRG
MRB 1 "Herrmann Schrader" DLRG
MRB 2 "Kuddel" DLRG
MRB 3
MZB "Kugelbake" DLRG
JetSki DLRG
Treckker und MRB „Franz Mützefeldt“ RTB 2 FFw Duhnen

RTB = Rettungsboot
MZB = Mehrzweckboot
MRB = Motorrettungsboot

In der restlichen Jahreszeit von Oktober bis April, ist nur die Rettungsstation Duhnen zu den Wattwanderzeiten besetzt.

Im Jahr gibt es hier ca 30-40 Einsätze. Tendenz steigend. Leider sind ein Teil der Einsätze erforderlich weil sich Menschen leichtsinnig in Gefahr bringen. Noch schlimmer sind diejenigen die fahrlässig handeln, enteder durch Selbstüberschätzung oder weil sie jegliche Warnungen missachten.
Ich kann nicht sagen wie es in anderen Küstenorten gehandthabt wird, aber ich glaube wir haben hier eine gute Strandüberwachung.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

4 Kommentare :

  1. Ich bin über die Küstenbewachung in meinem Bezirk nicht so gut informiert. Jedoch, zu Beginn dieses Jahres beobachteten mehrere Passanten und wir zwei Jungs mit einem Schlauchboot in der noch sehr kalten Ostseebucht an der das Städtchen liegt.
    Das Boot war mit zwei Rudern ausgestattet. Deutlich zu sehen, dass die Beiden gegen die Strömung kämpften und schon sehr müde wirkten. Einer stieg ins Wasser um das Boot zusätzlich mit Schwimmbewegungen voran zu bringen. Alle Beobachter kamen zudem Schluss, dass es besser sei den Rettungsdienst zu alarmieren, obwohl die Jungs nicht um Hilfe riefen.
    Der Rettungsdienst kam wenig später mit zwei Fahrzeugen zu der Stelle, ein Schlauchboot war auf dem Anhänger dabei. Der Einsatzleiter ließ jedoch abwarten. Die Gründe dazu kenne ich nicht. Tatsächlich schafften es die Jungs aus eigenen Kräften an das sicherer Ufer zu kommen. Der Einsatz verlief ohne Eingreifen.
    Ich weiß nicht, wie man das bei Euch in Cuxhafen gehandhabt hätte. Ich möchte mich auch zu keinem Urteil hinreißen lassen, da ich komplette Laiin bin und aus dem, was ich sah gehandelt habe.
    Die Arbeit der Küstenbewachung ist lebensnotwendig und man darf froh über die Arbeit und das Engagement sein, das dort gezeigt wird.

    Viele Grüße
    Beate

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    1. Es war auf jeden Fall richtig den Rettungsdienst zu rufen, denn es hätte auch anders ausgehen können.

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  2. Das war wieder ein sehr informativer Bericht, lieber Nachtfalke, über eine Einrichtung, die unabdingbar an der See ist.
    Wie schnell geraten ein Boot, Schiff oder letztendlich auch Menschen in Seenot und können durch die permanente Überwachung schnell geortet werden, so dass eine Hilfsaktion zur Rettung eingeleitet werden kann. Oft entscheiden ja Minuten/Sekunden über die Rettung eines in Not geratenen Menschen.

    Oft riskieren Einsatzkräfte hier ihr eigenes Leben, um anderen zu helfen, das muss man sich immer wieder bewusst machen.

    Danke dir ganz ganz herzlich für die tollen Infos aus dem Norden. :-)

    Liebe Grüße und noch einen schönen Nachmittag für dich
    Christa

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  3. Mein lieber Nachtfalke,
    das ist sehr interessant. So etwas erfährt man ja eher kaum mal. Toll abgelichtet hast Du das auch.
    Schönen Sonntagabend und danke für Deine lieben Kommentare bei mir.
    Liebe Grüße
    Anne

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