16 Januar 2016

Botschafter DGzRS

Schauspieler Markus Knüfken, neuer Botschafter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) lässt sich in Cuxhaven im Überlebensanzug vom Beiboot „Verena“ aus dem Wasser holen.

Unterkühlte Surfer und dramatische Situationen im Watt – die Seenotretter haben 2015 wieder alle Hände voll zu tun gehabt. Unter anderem retteten sie zwei junge Menschen vor Cuxhaven, die bereits bis zur Brust im Watt versunken waren.

Markus Knüfken (Schauspieler) kennt die Gefahren der See. Oft ist er mit seinem Seekajak unterwegs. Vor über fünf Jahren entdeckte er bei einer Tour in der Ostsee eine gekenterte Jolle, der Segler war ins Wasser gestürzt. Der Verunglückte konnte sich an Knüfkens Kajak festhalten. „Ich wollte ihn an Land ziehen“, erinnert sich der Schauspieler. „Aber der Wind und die Strömung waren zu stark.“
Beide waren erleichtert, als die Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kamen.

So viel dazu wie Markus Knüfken den ersten Kontakt mit den Seenotrettern hatte. Jetzt ist er dieses Jahr der neue Botschafter der DGzRS.
Wie jedes Jahr wurde der neue Botschafter in Cuxhaven vorgestellt. Dazu kam das der Seenotrettungskreuzer Hermann Marwede, stationiert auf Helgoland. Es ist der größte Kreuzer der DGzRS. Die Seenotretter zeigten vor Cuxhaven in einer Übung wie Menschen aus Seenot gerettet werden und Markus Knüfken spielte den zu Rettenden.
Foto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Mit 34 Knoten (etwa 73 km/h) geht’s mit dem Tochterboot Verena über die Nordsee vor Cuxhaven
Foto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Foto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Foto: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
Rettung gelungen.
Im letzten Jahr kamen die Retter in Nord- und Ostsee 538 Menschen in gefährlichen Situationen zu Hilfe, 2014 waren es mit 768 deutlich mehr gewesen. 55 von ihnen wurden aus akuter Seenot befreit.

Hinter den Zahlen verbergen sich dramatische Situationen: So eilten im November die Seenotretter einem 20-jährigen Windsurfer in der Eckernförder Bucht zu Hilfe, der bei neun Grad Wassertemperatur und kabbeliger See auf seinem Surfbrett kauerte. Der Mann schaffte es bei starkem Westwind nicht, aus eigener Kraft an Land zu kommen. „Das war eine gefahrenvolle Situation“, sagte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey. Die genaue Position des Mannes war nicht bekannt, die Sicht ungünstig.
Im August retteten die Helfer eine 19-jährige Frau und einen 22-jährigen Mann vor Cuxhaven, die bereits bis zur Brust im Watt versunken waren. „Zahlreiche Menschen beobachteten das Unglück vom Deich aus, konnten aber nicht helfen“, sagte Stipeldey. Mit dem Tochterboot eines Seenotkreuzers konnten die Seenotretter bis auf zwei Meter an die Versunkenen heranfahren. Ein Seenotretter mit Überlebensanzug robbte sich an die beiden verunglückten Touristen heran und zog sie aus dem Schlick.
Insgesamt fuhren die Seenotretter, die im letzten Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feierten, fast 2100 Mal zu Einsätzen raus, 2014 war es rund 2200 gewesen.

Oft bekomme ich hier vor Cuxhaven Rettungseinsätze mit. Meistens bewältigen das die DLRG, die Feuerwehren und Wasserrettung der Kurverwaltung, jedoch gibt es auch Notfälle in denen die DGzRS dazugerufen wird, vor allem dann, wenn sich der Notfall nicht mehr im küstennahen Bereich befindet.

Leider sind es manchmal Notfälle die aus Leichtsinn entstanden sind.
Wer den ganzen Bericht und noch viel mehr Bilder sehen möchte, kann sich das hier ansehen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

3 Kommentare :

  1. Hallo Nachtfalke,
    interessanter Bericht. Das verdeutlicht, wie wichtig solche eine Tätigkeit ist. Ein langer ausführlicher Bericht, in dem die Fotos die Bedeutung unterstreichen.

    Gruß Dieter

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  2. Anonym1/17/2016

    Wenn ich das alles lese, lieber Nachtfalke, kenne ich nur eines, DANKBARKEIT

    Viele Grüße
    Beate

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  3. Anonym1/18/2016

    Ich finde es sehr toll, dass Menschen anderen Menschen in Not helfen. Das es so etwas gibt. Denn nicht immer können Außenstehende helfen, da sie nicht die Technik haben. Da hilflos zuzusehen finde ich schlimm.
    Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Ich lese das gern, weil man doch damit nicht so zu tun hat.
    Ich wünsche Dir auch einen guten Start in die Woche.
    Liebe Grüße von Anne

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