Es müssen z. B. mehr Auen geschaffen werden. Das bedeutet das Flächen freigegeben werden müssen, die eigentlich für Wohnraum, oder als Landwirtschaft vorhanden sind. Die Obstbauern im alten Land bekämen wahrscheinlich mehr Probleme weil die Wiesen mehr versalzen. Auch der Deichschutz muss auf der gesamten Strecke von ca. 100 km verändert werden. 616,6 Mio. € sind im März 2016 neu veranschlagt worden. 2/3 zahlt der Bund, den Rest muss Hamburg aufbringen und jedes Jahr steigen die Kosten weiter. Dazu kommen jetzt noch die zusätzlichen Auflagen.
Natürlich kann ich verstehen das Hamburg seinen Hafen und die Wirtschaft ausbauen und fördern will, es hängen auch viele Arbeitsplätze in HH, Nds und SH davon ab, jedoch haben wir einen Tiefseehafen gleich um die Ecke. Den Jadeweserport. Dort können die größten Schiffe anlegen, dafür wurde er gebaut. Würden sich die Hafenstädte der Region zusammenschließen und nicht gegeneinander arbeiten, könnte das bestimmt eine stabile Zusammenarbeit und eine gute Allianz ergeben. Das wollen die Hamgurger jedoch nicht.
Für mich stellt sich die nächste Frage. Wohin mit den Sedimenten die dann zukünftig regelmässig ausgebaggert werden müßen? Hamburg verkappt bereits jetzt einen Teil Hafenschlick vor Stade, oder vor zur Tonne E 3. Der Hamburger Senat hat auf eine Anfrage mitgeteilt das der Rekordwert von 10 Mio. m³ aus 2015 im Jahr 2016 um über 15% übersprungen wurde.
Bis zum Jahr 2021 wurden nach einem E3-Verklappungsabkommen mit Schleswig-Holstein vom April 2016 10 Mio. m³ genehmigt. Davon sollen bereits 2016 Ganze 3,69 Mio. m³ verklappt worden sein. Das wäre mehr als ein Drtittel für innerhalb eines Jahres, für ein Volumen das auf 6 Jahre geplant war.
Frühzeitiger als geplant wird es wahrscheinlich wieder neue Verhandlungen geben müssen. Später kommen noch die neuen Verhandlungen der Elbvertiefung dazu.
Die Elbvertiefung kommt. Das ist sicher. Offen ist nur die Frage, wann sie kommt, und wie kostspielig sie werden wird.
Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

das ist wieder interessant zu lesen. Danke :-)
AntwortenLöschenherzliche Grüße von Heidi-Trollspecht
Da habe ich kein Verständnis, wenn, nur weil die Zusammenarbeit nicht funktioniert, Gelder für Flussvertiefungen ausgegeben werden müssen, die einen "Rattenschwanz" ohne Ende an Ausgaben und Maßnahmen nach sich ziehen. Das Arbeitsplatzargiment zieht bei mir nicht mehr, es muss inzwischen überall herhalten. Die wirklichen Gründe sind wohl schwer zu erfahren.
AntwortenLöschenGruß
Beate
Die großen Häfen an der Nordsee sehen eine Zusammenarbeit aller Häfen als Vorteil, nur die Hamburger wollen keine Zusammenarbeit weil sie Angst haben dadurch etwas zu verlieren. Ergebnis dieser Weigerung durch die Hamburger ist dass Hamburg "nur noch" den dritten Platz im Containerumschlag in Europa. Rotterdam und Antwerpen haben den Hamburgern den Ersten Platz abgenommen. Trotzdem bleiben die Hamburger stur.
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