06 April 2012

Frohe Ostern

Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche euch allen ein schönes Osterfest und hoffe, dass ihr es so erlebt, wie ihr es euch vorgenommen habt.

Bei mir herrschte diese Woche etwas Chaos, bedingt durch die Krankheiten meiner Schwester, die Ärzte und die Unwissenheit des Krankenhauses in dem sie noch liegt und das Hin und Her. Hier möchte ich auch erwähnen, dass ich es wunderbar fand, wie mich meine Freundin unterstützt hat, obwohl es ihr auch nicht gut ging. Wir haben uns unterhalten sie hat Verständnis gezeigt und auch klare Worte gefunden. Meine Freundin ist eine wunderbare Frau. Natürlich werde ich versuchen meiner Freundin ein schönes Osterwochenende zu bereiten.

Euch allen Frohe Ostern
Es grüßt euch

04 April 2012

meine Schwester Teil 3

Meine Schwester war gestern so depressiv, dass sie nicht mehr nach Freiburg in ein Pflegeheim, sondern nur noch sofort nach Hause gehen wollte. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Bei ihrem Gesundheitszustand geht das aber leider natürlich nicht. Jetzt galt es sie davon zu überzeugen, dass sie aus verschiedenen Gründen nicht alleine in ihre Wohnung kann. Dabei hat uns dann ihre Hausärztin geholfen und sie davon überzeugt, dass sie erst mal in eine Kurzzeitpflege geht. Uns war wichtig, dass sie aus dem derzeitigen Krankenhaus raus kommt.

Sie hat sich jetzt so weit erholt, dass sie am kommenden Dienstag in eine Kurzzeitpflege in ein anderes Krankenhaus/Pflegeheim verlegt werden kann und sie ist auch damit einverstanden. Ein ausführliches Gespräch mit dem Oberarzt der Geriatrie in dem sie jetzt noch liegt hat erbracht, dass sie am Dienstag verlegt werden kann.
Meine Nichte hat daraufhin 3 gute Häuser gefunden, in denen sie kurzfristig aufgenommen werden kann und wir hoffen, dass jetzt mal endlich alles so klappt, wie wir es jetzt neu geplant haben.

Ich kann versichern, dass ich nach der Verlegung meiner Schwester einige Fragen an das Krankenhaus und auch an das Gesundheitsamt haben werde, nämlich wie es zu solchen Missständen und unqualifizierten Zuständen bei einer Quarantäne kommen kann. Wenn es auch meiner Schwester nicht mehr hilft, vielleicht bringt es in Zukunft anderen Patienten und Besuchern eine bessere Handhabung beim Ausbruch solcher schweren Krankheiten.Wahrscheinlich werde ich mich auch an die Medien wenden denn meiner Meinung nach sollte die Bevölkerung der Stadt über den Norovirus als auch über die Missstände in dem Krankenhaus informiert werden.

Ich bedanke mich ganz herzlich für all eure Kommentare zu diesem Thema.

Gruß

meine Schwester Teil 2

Am 28.03. hat meine Schwester sich in einem Krankenhaus den Norovirus eingefangen. Einen Tag vorher fiel ihr schon auf das ein Nachbarzimmer unterQuarantäne kam. Eine meiner Nichten kam aus Freiburg angereist um sich um ihre Mutter zu kümmern, und auch um sie zu ihrem Geburtstag am Montag zu besuchen. Das Zimmer meiner Schwester war seit Donnerstag auch unter Quarantäne, vom
Personal bekam meine Nichte Schutzkleidung aber keine Verhaltensmaßnahmen genannt.

Das erste Mal besuchte sie meine Schwester am Samstag. Da hatte meine Schwester allerdings das Schlimmste hinter sich. Der Norovirus lässt meistens nach ca 2 Tagen nach, befindet sich aber noch 12-14 Tage im Körper.
 
Die Hygienezustände waren unmöglich. Schmutzige Wäsche lag offen im Zimmer, der Toilettenstuhl war mindestens 2 Std. nicht gereinigt worden. Das sind Dinge, die bei einer Quarantäne nicht passieren dürfen. Medikamente wurden nicht rechtzeitig verabreicht, was vielleicht nicht so schlimm ist, weil sie sowieso sehr schnell wieder ausgeschieden wurden. Wichtig ist aber die Flüssigkeitsaufnahme. Meine Nichte musste erst darauf hinweisen, dass mal ein Tropf angelegt wird.

Am Sonntag ging es meiner Schwester etwas besser. Inzwischen war auch die ganze Station unter Quarantäne. Nachmittags klagte sie plötzlich über Bauchschmerzen. Es dauerte über eine Stunde, bis eine Ärztin kam und sie untersuchte. Die Bauchschmerzen konnten nicht von dem Virus kommen, und weil die Ärztin nichts feststellen konnte, wollte sie auch nichts verabreichen, um die Schmerzen zu lindern. Weil die Schmerzen aber immer stärker wurden, rief meine Nichte erneut nach der Ärztin und musste sage und schreibe 2,5 Std. warten, bis die Ärztin noch mal kam. Jetzt bekam meine Schwester erst ein Mittel gegen die Bauchschmerzen.

Während der Wartezeit, die meine Nichte während der Untersuchung auf dem Flur verbringen musste, bekam sie mit, dass bereits Personal krank geworden ist und ein Pfleger sogar am Norovirus erkrankt sein soll.

Ehe die Ärztin wieder verschwinden konnte, fragte meine Nichte, wie es denn jetzt weiter geht und wie man die Wäsche behandeln muss. Die Ärztin antwortete man muss abwarten bis Frau ..... wieder zu Kräften kommt und auf ihre Medikamente gegen Parkinson eingestellt ist. Die Wäsche braucht man nur bei 60° waschen. Das kann nicht sein erwiderte meine Nichte, das Robert Koch Institut rät unbedingt bei min. 95° die Wäsche zu waschen da der Virus erst ab mehr als 75° abstirbt aber ich kann ja mal im Gesundheitsamt nachfragen. Da wurde die Ärztin plötzlich ziemlich hektisch und meinte sie könne nur sagen, was ihr Hygieneberater gesagt hat, und verzog sich dann sehr schnell.

Die ganzen Zustände in dem Krankenhaus hat mir meine Schwester auch am Telefon erzählt, wenn ich mit ihr telefonierte.

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es dann meine Nichte ebenfalls erwischt. Sie hat sich angesteckt und hängt jetzt in der Wohnung ihrer Mutter. Montagnachmittag habe ich ein paar Sachen für sie eingekauft und ihr vor die Türe gestellt. Jetzt müssen wir sehen, wie es weiter geht. Meine Schwester möchte am liebsten sofort nach Hause, aber das geht jetzt noch nicht.

Bei solchen Zuständen frage ich mich wo unser Gesundheitssystem uns noch hinführen wird.