01 Oktober 2013

Geschichte Cuxhaven

Hier möchte ich Euch einen kurzen Überblick über die Enstehung und die Vergangenheit, aber auch der Gegenwart von Cuxhaven berichten. Auf einzelne interressante Themen werde ich später ausführlicher eingehen.

Mit rund 97 Jahren ist die Geschichte der Stadt Cuxhaven noch recht jung, denn erst am 14.04.1907, wurden der bis dato hamburgischen Landgemeinde die Stadtrechte verliehen.
Die Siedlungsgeschichte Cuxhavens ist jedoch viel älter, wie zahlreiche gefundene Urnen und ein Großsteingrab aus dem Jahre 4000 vor Chr. beweisen. 

Dazu mus ich aber erst noch mehr re­cher­chie­ren.

Ein hamburgischer Amtmann gründet 1816 das Seebad Cuxhaven.
Auf dem Seefischmarkt in Cuxhaven findet 1908 die erste Fischauktion statt und 1914 wird der Amerikahafen ausgebaut. Im folgenden Krieg wird sogar die hölzerne Kugelbake verbrannt, um dem Feind keine Orientierungspunkte zu bieten.


Das Groß - Hamburg - Gesetz griff 1937 in das Geschehen der Stadt ein. Dieses Gesetz bestimmte , dass die seit 600 Jahren zu Hamburg gehörende Stadt preußisch und gleichzeitig kreisfrei wurde. Einige Rechte an den Häfen behielt Hamburg sich jedoch vor.
So waren z.B. bis zum 1. Januar 1993 der Amerika - Hafen und das Steubengehöft Eigentum Hamburgs, obwohl sie zu Cuxhaven gehörten.

Cuxhaven wird 1939 zur Festung erklärt, und 1945 wird die Stadt an die Engländer übergeben, um 1946 niedersächsisch zu werden. Die Stadt wurde dem Land Hannover zugeordnet, welches noch im gleichen Jahr in Niedersachsen aufging. Am 1. Oktober 1969 wurden Neuwerk und Scharhörn an die
Freie und Hansestadt Hamburg zurück gegeben, und so wurde Cuxhaven erst einmal wieder kleiner statt größer. Die Stadt erhielt im Gegenzug aber das Gelände, auf dem der heutige Fischereihafen gebaut wurde, der dafür sorgte, dass Cuxhaven sich zum größten Fischereihafen der Bundesrepublik entwickeln konnte.


1954 wird das neue Steubenhöft eingeweiht und die Glanzzeit des Passagier und- Auswandererverkehrs beginnt. Die Fischerei in Cuxhaven ist auf ihrem Höhepunkt angelangt.

1957 wird Cuxhaven erneut Marinestandort.

Bei der schweren Februar-Sturmflut 16./17.Februar 1962, mit einer Höhe von 3,60m über dem mittlerem Hochwasser, entgeht Cuxhaven nur knapp einer Katastrophe.

1964 erhält Cuxhaven die staatliche Anerkennung als Nordseeheilbad.

Auf einem Testfeld hinter dem Deich entstehen 2006 die größten Offshore- Windkraftanlagen der Welt. In Cuxhaven wurden in den folgenden Jahren Offshore-Anlagen gebaut, verschifft um dann auf See zusammengebaut zu werden. Darüber berichte ich ausführlicher ein ander mal. 


Interressant sind auch die Museen. Hier einige Auszüge:
Wrackmuseum Cuxhaven: Das Museum wurde 1980 auf der Grundlage der Privatsammlung Baltes eröffnet.
Fischerei-Museum Cuxhaven: Das Fischereimuseum hat sich einen festen Platz in der Cuxhavener Museumswelt erobert und führt durch 100 Jahre Hochseefischerei und Seefischmarkt in Cuxhaven.
U-Boot-Archiv: Das U-Boot-Archiv trägt seit 1947 Informationen, Fotos, Literatur und Ausstellungsstücke zur deutschen U-Boot Geschichte zusammen und wertet sie aus.
Aeronauticum: Das Aeronauticum in Nordholz bietet im Museum und auf dem Außengelände mit rund 36.000 Quadratmetern Einblicke in die historische und technische Entwicklung der Luftschifffahrt und in die Marinefliegerei.


Quellen meiner Recherche:
Wikipedia,
Wedemeier www.cuxhaven-fotos.de/wehdemeier/cuxhavengeschichte.html
Stadtwiki Cuxhaven


Ich wünsche Euch allen einen schönen, nach Möglichkeit goldenen, Oktober.
Bleibt gesund.

Viele Grüße von der Küste


21 September 2013

Besichtigung Museumsschiff Elbe 1 Teil 3

Als dritten und letzten Teil des Rundgangs auf der Elbe 1 kommen wir auf die Brücke, die Zentrale des Schiffs. Von hier aus wurden früher, neben den anderen üblichen Arbeiten auf einer Schiffsbrücke, der Schiffsmeldedienst, meteorologische und hydrologische Daten und Beobachtungen durchgegeben.
Das alte Ruder mit Kompass.


Der Steuerstand. Heute mit modernster Technik ausgerüstet.
Vor dem Steuerstand befindet sich Scheiben, die sollen verhindern, dass Besucher an die Geräte dran kommen. Wenn das Schiff heute auf Fahrt geht, werden die Scheiben natürlich entfernt.
Das war jetzt der Steuerstand im Einzelnen Anordnung von rechts nach links.
Hier die Gesamtansicht.
Früh übt sich ;-)
Zum Abschluss noch ein bisschen Knotenkunde

Ich hoffe der Rundgang in drei Teilen hat Euch gefallen. Wer möchte, kann sich alle Bilder (nicht nur die hier im Blog gezeigten) in Originalgröße hier ansehen.

Bleibt gesund. Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

Viele Grüße

16 September 2013

Wirtschaftsraum Elbe-Weser-Dreieck

Eigentlich gehört dieses Thema eher in meinen Politblog, doch weil Cuxhaven ja an der Elbmündung liegt, ist es auch ein wirtschaftlicher,- und Umweltfaktor der uns auch betrifft und deshalb schreibe ich hier darüber. Schließlich lebe ich hier im Elbe-Weser-Dreieck.

Umweltverbände beklagen Geldverschwendung.
BUND, NABU und WWF: „Verzicht auf Flussvertiefungen spart 570 Millionen Euro“

Hamburg – Flussvertiefungen kommen nicht nur die Natur teuer zu stehen, sondern auch den Steuerzahler: Bis zu 591 Millionen Euro Steuergelder werden allein durch die geplante Elbvertiefung verschwendet. Das geht aus einer aktuellen Kostenanalyse hervor, die das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Auftrag des WWF erstellt hat.
"Deutschland kann sich den unkoordinierten Ausbau von drei konkurrierenden Hafenstandorten nicht leisten - weder ökologisch noch ökonomisch", so das gemeinsame Fazit von BUND, NABU und WWF.


Das Hamburger Abendblatt schrieb am 9.9.13:
Hamburg möchte die Elbe tiedeunabhängig für Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 13,50 Meter befahrbar machen. Mit der Flut ein- und auslaufen sollen somit Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 14,50 Meter können. Die Außenweser wiederum soll so vertieft werden, dass Schiffe mit einem Tiefgang von 13,5 Metern Bremerhaven erreichen können. Die Unterweser nach Bremen wiederum sollen tiedeabhängig Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 11,1 Metern passieren können.
© by Google
Hier auf der Karte seht Ihr wie dicht die Häfen beieinander liegen. Jade Weser Port, nicht weit entfernt Bremerhaven, und oben an der Spitze von Cuxhaven Döse die Elbmündung.

Seit Jahren will Hamburg eine weitere Elbvertiefung durchsetzen. Viel passiert ist bislang nicht. Nun kommt ein von Umweltverbänden in Auftrag gegebenes Gutachten zu dem Schluss, dass eine Kooperation mit den Häfen Wilhelmshaven und Bremerhaven viel billiger wäre. Diese Kooperation hat der WWF im Frühjahr vorgestellt, und ich bin auch der Meinung, dass diese Kooperation  ernsthaft geprüft werden sollte.   

Am Jade Weser Port bestehen am Terminal vier Liegeplätze für Schiffe mit bis zu 430 m Länge und  16,5 m Tiefgang. Der Jade Weser Port ist für Schiffe gut erreichbar und unabhängig von den Gezeiten.
Unabhängig vom Konkurrenzverhalten der Häfen und der Steuerverschwendung, wenn die Weser und die Elbe vertieft werden, denke ich sollte erst mal der Jade Weser Port ans Laufen gebracht werden. Entgegen den früheren Erwartungen laufen nur sehr wenige Schiffe den Port an. Außerdem frage ich mich was eine Vertiefung auf 13,50m soll, wenn die ganz großen Schiffe bereits einen Tiefgang von 18 m haben, oder will man in ein paar Jahren weitere Vertiefungen vornehmen?

Bisher hat das Projekt schon mehrere Millionen für Planung, Gutachten ect. verschlungen.
Aktuell sieht es derzeit so aus das die Angelegenheit dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorgelegt wurde. Eine Entscheidung kann also unter Umständen noch Jahre dauern. 

Wir hier in Cuxhaven sind ja wirtschaftlich nicht direkt betroffen, doch sollte es zur Elbvertiefung kommen, wird sich hier an den Elbstränden auch einiges ändern vermute ich mal.

Bleibt gesund.
Viele Grüße