19 September 2016

Die Schlickproblematik

Die Schlickproblematik ist für Hamburg überlebenswichtig. Wird der Hamburger Hafen nicht ständig vom Schlick befreit, versandet der Hafen und die Schiffe müssten draussen bleiben.
Aber wohin damit. Seit 2005 wird der Schlick bei der Tonne E3, nur 8 km vor Helgoland, verklappt. Bis zu vier Meter hoch ist der Unterwasserhügel mit einem Umfang von etwa 100 Metern bereits angewachsen. Im April 2016 gaben Schleswig-Holstein und Niedersachsen nach harten Verhandlungen grünes Licht für weitere 10 Millionen Kubikmeter Ladevolumen Schlick bis 2021. Aus finanzieller Sicht etwas dass sich kein Nordseeanrainer  leistet. Der Schlick wird von Hamburg aus 140 km transportiert. Ein Millionenaufwand  den Hamburg sich da leistet.

„Natürlich ist die ganze Sache sehr umstritten“, bemerkt Dr. Boris Hochfeld, der für HPA im Bereich der Wassertiefeninstandhaltung arbeitet. Die Klappstelle liegt ungefähr 30 Kilometer nordwestlich der Vogelinsel Scharhörn, grenzt aber unmittelbar an ein internationales Vogelschutzgebiet.Auch hier treibt der Föderalismus seine Blüten.
 Das die Verschlickung vor Cuxhaven damit etwas zu tun hat wird bestritten, meint Hochfeld. Das seit Jahren beobachtete Verlanden der Wattflächen hat mit Sicherheit mit dem Leitdamm zu tun.

Hamburg kann jetzt für zunächst 5 Jahre, Hafenschlick in unbegrenzter Menge an Tonne E3 abladen. Allerdings ist das nicht grade eine kostengünstige Lösung. Jede Tonne  trockenem, in die Nordsee bugsiertem Hafenbaggergut, entrichtet Hamburg künftig fünf Euro an die Stiftung Nationalpark Wattenmeer.

Ob die Verschlickung vor unseren Stränden etwas mit der Verklappung der Hamburger zu tun hat, kann ich nicht beurteilen, aber wohin soll der ganze Schlick wenn erstmal die Elbvertiefung, die der Hamburger Senat, die Hafenbehörde und viele Unternehmen und die Wirtschaft unbedingt wollen, genehmigt werden. Bisher wurde die Elbvertiefung die zwischen Hamburg und Cuxhaven stattfinden soll durch Gerichtsurteile gestoppt. Das Bundesverwaltungsgericht hat sein Urteil darüber vertagt, es müssen noch offene Fragen vom Europäischen Gerichtshof geklärt werden.

Ja so schön wie Cuxhaven ist, hier seht Ihr wieder eine der Schattenseiten.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

04 September 2016

Notfall auf MS Helgoland

Am Sonntagvormittag kollabierte ein 66 jähriger Mann auf der MS Helgoland. Bei dem Tagesgast lag der Verdacht auf einen Schlaganfall vor. Der Kapitän musste entscheiden, wie er die beste und schnellste Versorgung des Patienten sicher stellen kann. Er entschied sich kurz hinter Scharhörn umzukehren. Gleichzeitig wurde ein Notruf an die Seenotrufzentrale abgesetzt sodass ein Seenotretungskreuzer einen Arzt an Bord der MS Helgoland übersetzte, der dort die Versorgung des Patienten übernahm.
In Cuxhaven wurde der Patient dem Rettungsdienst übergeben, der ihn ins Krankenhaus brachte.

Die anderen Passagiere konnten wählen ob sie aussteigen, umbuchen, ihr Geld zurück erhalten oder doch noch (mit zwei Stunden Versätung), nach Helgoland wollten.

Nach Aussagen des Kapitäns hatten fast alle Passagiere Verständnis für diese Massnahme nach Cuxhaven umzukehren, nur ein Passagier hatte sich beschwert. Diese Einstellung kann und will der Kapitän nicht nachvollziehen. Es ist auch für mich nicht nachvollziehbar wieso Menschen so uneinsichtig sein können, denn immerhin geht es in solchen Fällen darum Menschenleben zu retten.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße




11 August 2016

Schattenseiten von Cuxhaven

So schön wie es ist in einem Urlaubsort zu leben, so hat es auch seine Schattenseiten. Nicht alles in Cuxhaven glänzt, obwohl es über 3 Mio. Übernachtungen gibt. Zumindest ist das die Zahl die unsere Kurverwaltung veröffentlicht. Hier haben wir sehr viele Veranstaltungen. Von Mai bis Anfang Oktober ist hier fast jedes Wochende etwas los. Dann wird es etwas ruhiger und von November bis Ende März ist es ruhig in der Stadt. Doch gibt es auch Schattenseiten.

Die Stadt ist hoch verschuldet. Es soll sogar die höchst verschuldete Stad in Nds. sein. Seit Jahren vergammelt der Bahnhof. Ein Aushängeschild einer Stad für ankommende Zugreisende. Nach zähen und langjährigen Verhandlungen hat die Stadt Cuxhaven endlich das große Bahnhofsareal gekauft.

Die DB beschränkt sich in Cuxhaven auf die Bahnstation und ist an einem Empfangsgebäude allenfalls als Mieter für ein Reisezentrum interessiert. Die Stadt Cuxhaven kann hier aufgrund der hohen Schuldenlast nicht einspringen.

Die Stadt will, oder kann, trotzdem kein Geld investieren um den Bahnhof zu modernisieren.

Cuxhaven-Genossenschaft als Alternative!

Die zuvor definierten Ziele ließen sich am besten erreichen, wenn Cuxhavener Bürger, denen an einer positiven Entwicklung Cuxhavens und seines Bahnhofs gelegen ist, gemeinsam in Form einer Genossenschaft das Bahnhofsgebäude entwickeln.
Mit einem Stammkapital und zusätzlichen Landesmitteln kann es gelingen, ein historisches Gebäude zu sanieren und zukunftsfähig zu machen. Seit Jahren wird aber schon darüber gestritten wie der Bahnhofvorplatz und der ZOB umgestaltet werden kann.

Radwege-Benutzungspflicht:
In Cuxhaven wurde vor einiger Zeit in vielen Strassen die  "Radwege-Benutzungspflicht" aufgehoben. Damit gelten ehemalige Radwege als Bürgersteig für Fussgänger. Hintergrund ist das für die Sauberkeit (und Winterdienst) der Radwege die Stadt verantwortlich ist, für Bürgersteige der Hauseigentümer. Damit wurde ein Kostenproblem auf die Hausbesitzer abgewälzt.

Wildwuchs:
Der Wildwuchs seit einger Zeit überall in der Stadt hat ja nun wirklich keinen Sinn, sondern ist sichtlich eine Einsparung der Stadt aus Gründen Personal zu sparen. Inzwischen werden Radwege versperrt, Leitpfosten sind zugewuchert oder Verkehrsschilder werden verdeckt. Auch öffentliche Gebäude fangen an zuzuwuchern.

Es gibt viele, zuviele, Schattenseiten in dieser eigentlich schönen Stadt und ich werde sie ab jetzt immer wieder mal aufzeigen.
Trotz alledem bin ich froh hierhin gezogen zu sein.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße