27 Dezember 2016

Body Cams in Nds.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am 12.12.2016 den Startschuss für das Pilotprojekt zum Einsatz von so genannten Bodycams bei der niedersächsischen Polizei gegeben.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen begrüßt die Einführung der "Body Cams". In Hessen habe man sehr gute Erfahrungen damit gemacht.
Niedersachsens Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel kritisierte den Start des niedersächsischen Pilotprojekts dagegen: Derzeit fehle es an einer speziellen Rechtsgrundlage für den Probebetrieb der Kameras. Anders als vom Innenministerium behauptet, sei der Datenschutz im Vorfeld nicht an dem Probebetrieb beteiligt worden.


Schon immer war ich für einen gewissen Datenschutz, aber ich denke, dass unsere Datenschützer schon lange über ihr Ziel gehen. Wenn es um den Schutz der Bevölkerung/Allgemeinheit geht, sollte der Datenschutz einer einzelnen Person (wenn es sich um Mörder, Totschläger, Vergewaltiger, Terroristen) handelt aufgehoben werden.
Ich habe kein Problem damit, wenn öffentliche Plätze, Veranstaltungen oder neuralgische Punkte videoüberwacht werden. Durch diese Überwachung kann vielleicht kein Verbrechen verhindert werden, doch eine Verfolgung, Fahndung, ein Nachweis/Beweis wäre bestimmt öfter möglich, als es bisher der Fall ist.

Die Datenschützer nerven. Gegen fast alles haben sie Einsprüche, sind dagegen und und und...
Es geht um mehr Sicherheit, das Täter hinterher schneller gefasst werden können, oder zumindest darum, dass hinterher möglicherweise Beweise vorliegen. Eins der letzten vielen Beispiele dafür konnten wir im Berliner U-Bahnhof sehen, als eine Frau die Treppe runtergetreten wurde.

Noch einmal: Datenschutz muss sein, aber an den richtigen Stellen und in Maßen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

08 Dezember 2016

Küstenschutz/Hochwasserschutz

Am 5.12. war es drei Jahre her, dass Orkan Xaver auf die norddeutsche Küste prallte und 2 Tage lang schwer gewütet hatte. In diesen zwei Tagen hatten wir 4 Sturmfluten. Feuerwehr und THW füllten 7000 Sandsäcke und brachten sie nach Sahlenburg um eine Überschwemmung zu verhindern. Ich berichtete damals hier darüber.
Praktisch in letzter Minute konnte der bevorstehende Katastrophenalarm abgewendet werden. Sahlenburg hatte damals sehr, sehr viel Glück gehabt. Ein Jahr später, sollte der Hochwasserschutz für die Sahlenburger Wolskersmarsch verbessert werden.
Soweit ich erfahren konnte, war das NLWKN (Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) mit der Planung hierfür beschäftigt. Jetzt sollen die Pläne wieder auf Eis liegen.

Zwar gehört die Wolskermarsch in Sahlenburg noch nicht zu unserem Verbandsgebiet. Die „Xaver“-Sturmfluten haben aber allen vor Augen geführt, wie sehr ein Deich für die Wolskermarsch notwendig ist, um für alle in Cuxhaven gleiche Deichsicherheit zu erlangen sagt der Deichverband am 9.12.2013 in einer Presseerklärung.

Man munkelt, dass ein Deichbau in Sahlenburg durch die Gastronomie verhindert wird. Die Gäste haben dann vom Hotelzimmer aus, ebenso wie von den Cafés und Restaurants, nicht mehr den freien Blick aufs Wattenmeer. Es muss anscheinend erst etwas passieren ehe ein Deich, oder zumindest ein verbesserter Hochwasserschutz in Sahlenburg gebaut wird. Wenn das Gerücht stimmt, das die Gastronomen den Deichschutz blockieren, dann sind sie es bestimmt auch die als Erste am lautesten um Hilfe rufen, wenn die Wassermassen sich mal wieder auf Cuxhaven zubewegen.

Unabhängig davon, wer oder was den Hochwasserschutz blockiert, verstehe ich nicht wieso der menschliche Schutz und deren Unversehrtheit nicht höher bewertet wird.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße