12 Februar 2017

9. Elbvertiefung

Die Elbvertiefung ist noch nicht gänzlich geklärt. Das Ausbaggern verzögert sich weiter: Das Bundesverwaltungsgericht hat zwar grundsätzlich der Vertiefung der Elbe statt gegeben, aber im Planfeststellungsbeschluss Nachbesserungen gefordert und den Behörden zugleich eine Überarbeitung der Pläne auferlegt. Beanstandet wurden speziell die Pläne zur Anpassung der Fahrrinne, gegen die Umweltverbände geklagt hatten. Wie lange es dauern, wird, bis die neuen/angepassten Pläne aus Hamburg vorliegen, weiß keiner. Es wird Monate dauern. Dazu kommt, dass noch weitere Klagen anhängig sind, und möglicherweise auch weitere Klagen erwartet werden, denn durch die weiteren Auflagen werden erhebliche Einschnitte in das Leben getroffen werden. Die Elbe müsste nicht nur vertieft, sondern auch verbreitert werden. Trotzdem können auch nach der Vertiefung die ganz großen Schiffe nicht ohne Rücksicht auf die Gezeiten, den Hamburger Hafen anlaufen.
Es müssen z. B. mehr Auen geschaffen werden. Das bedeutet das Flächen freigegeben werden müssen, die eigentlich für Wohnraum, oder als Landwirtschaft vorhanden sind. Die Obstbauern im alten Land bekämen wahrscheinlich mehr Probleme weil die Wiesen mehr versalzen. Auch der Deichschutz muss auf der gesamten Strecke von ca. 100 km verändert werden. 616,6 Mio. € sind im März 2016 neu veranschlagt worden. 2/3 zahlt der Bund, den Rest muss Hamburg aufbringen und jedes Jahr steigen die Kosten weiter. Dazu kommen jetzt noch die zusätzlichen Auflagen.

Natürlich kann ich verstehen das Hamburg seinen Hafen und die Wirtschaft ausbauen und fördern will, es hängen auch viele Arbeitsplätze in HH, Nds und SH davon ab, jedoch haben wir einen Tiefseehafen gleich um die Ecke. Den Jadeweserport. Dort können die größten Schiffe anlegen, dafür wurde er gebaut. Würden sich die Hafenstädte der Region zusammenschließen und nicht gegeneinander arbeiten, könnte das bestimmt eine stabile Zusammenarbeit und eine gute Allianz ergeben. Das wollen die Hamgurger jedoch nicht.

Für mich stellt sich die nächste Frage. Wohin mit den Sedimenten die dann zukünftig regelmässig ausgebaggert werden müßen? Hamburg verkappt bereits jetzt einen Teil Hafenschlick vor Stade, oder vor zur Tonne E 3. Der Hamburger Senat hat auf eine Anfrage mitgeteilt das der Rekordwert von 10 Mio. m³ aus 2015 im Jahr 2016 um über 15% übersprungen wurde.
Bis zum Jahr 2021 wurden nach einem E3-Verklappungsabkommen mit Schleswig-Holstein vom April 2016 10 Mio. m³ genehmigt. Davon sollen bereits 2016 Ganze 3,69 Mio. m³ verklappt worden sein.  Das wäre mehr als ein Drtittel für innerhalb eines Jahres, für ein Volumen das auf 6 Jahre geplant war.
Frühzeitiger als geplant wird es wahrscheinlich wieder neue Verhandlungen geben müssen. Später kommen noch die neuen Verhandlungen der Elbvertiefung dazu.
Die Elbvertiefung kommt. Das ist sicher. Offen ist nur die Frage, wann sie kommt, und wie kostspielig sie werden wird.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

26 Januar 2017

Wer macht sowas?

Also ich kann es nicht fassen. In den letzten Jahren wird es immer schlimmer. Feuerwehrleute und Rettungskräfte werden nicht nur behindert, nein inzwischen werden sie immer häufiger angegriffen. Auch wir, die nur im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen Dienst machen, merken immer öfterer Aggressionen gegen uns.
Am vergangenen Montag, 23.1.2017, meldeten mehrere lokale Zeitungen, was sich am Sonnabend an der Hauptfeuerwache in Cuxhaven abspielte, das hatte eine erschreckende Qualität.
Ein 38 Jahre alter Mann wollte für seinen Vater einen Rettungswagen haben. Nun ist es ja so. Wenn in einer Rettungswache angerufen wird, fragt der Disponent, worum es geht. Anscheinend war es wohl kein Notfall um einen Rettungswagen zu schicken. Der Wachhabende lehnte einen RTW mit dem Hinweis auf den kassenärztlichen Notdienst ab. Der Anrufer machte sich daraufhin auf den Weg zur Feuerwache und attackierte den Wachhabenden Disponenten mit Reizgas. Zusammen mit einem Kollegen gelang es den Angriff abzuwehren und der Mann flüchtete. Der Feuerwehrmann erlitt dabei leichte Verletzungen.
Der Tatverdächtige wurde kurz darauf von der Polizei in seiner Wohnung angetroffen. Dort fanden die Beamten Reizgas und ein Messer, das sichergestellt wurde.
Auf richterliche Anordnung wurde dem Tatverdächtigen eine Blutprobe entnommen, da der Verdacht bestand, dass der Mann unter berauschenden Mitteln stand.

Seit ca 2 Jahren kommt es immer öfter vor das es Menschen gibt die an Rettungsfahrzeugen die Radmuttern lösen.  Nicht nur einmal kam es dadurch zu gefährlichen Situationen. Inzwischen sind viele Rettungskräfte angewiesen vor Fahrtbeginn die Radmuttern zu überprüfen.

Ich frage mich allen Ernstes wie krank oder dumm die Menschen noch werden die sowas machen. In welcher Welt leben wir?

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

21 Januar 2017

Verdrehte Welt

Rückblick:

Bei den Stürmen um die Weihnachtszeit (ich hatte am 5. Jan. hier bereits darüber berichtet. Die Zahlen hatten sich danch noch leicht erhöht) wurden auf 4 ostfriesischen Inseln 40 Fuß-Container angeschwemmt. Insgesamt waren es 20 Container. Auf Langeoog waren es Container mit Ü-Eiern und Legoteilen. Aber auch viel anderer Plastikmüll landete auf der Insel.
Kompliziert wurde es auf den 4 Inseln mit den Container die Bauholz geladen hatten. Teilweise sind die Container vom Sturm zerstört worden, waren auseinandergebrochen und wurden zu einer Gefahr für die Schifffahrt. Weitere Stürme hatten sich angesagt. Aus Sicherheitsgründen hätten die Container und deren Inhalt schnell geborgen werden müssen. Holzbalken verteilen sich erst am Strand, dann auf Uferbefestigungen. Zuletzt trieben sie auch bei Hochwasser wieder zurück ins Meer, wo sie eine Gefahr für Schiffe darstellen.
Wangerooge meldete, dass eine schnelle Bergung möglich wäre. Jetzt griff jedoch unser Staat ein. Durch ein Verfügungsverbot untersagte der Zoll jeglichen Zugriff. Begründung:
Einfuhren in die EU müssen verzollt werden. 
Es tat sich also erst mal nichts. Das Strandgut blieb liegen. Der nächste Sturm kam, man konnte immer noch nicht bergen. Die Gefahr bestand erst mal weiterhin.
Später hat sich dann eine Spezialfirma um die Bergung der Container und deren Inhalt gekümmert.

Bisher habe ich immer gehört und gelesen das der Zoll zu wenig Personal hat, hier scheint den Zoll die Sicherheit allerdings nicht zu interessieren, sondern die Verzollung als oberste Priorität zu sehen. Ist doch irgendwie verdreht, oder?

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße