21 Oktober 2017

Elbvertiefung

Im Februar hatte ich Euch hier bereits über die Elbvertiefung berichtet. Mehrere Privatpersonen und Jagdverbände sowie die Städte Cuxhaven und Otterndorf haben beim Bundesverwaltungsgericht  Klage gegen die Elbvertiefung eingereicht. Am 16. November soll darüber verhandelt werden.
Kritik äußerte Rechtsanwalt Frank Niederstadt, der Cuxhaven rechtlich vertritt, vor allem am geplanten Unterwasserbauwerk in einer Fahrrinne in der 15 Kilometer breiten Elbmündung. Das Bauwerk solle tidedämpfend wirken und die Strömungsgeschwindigkeit und den Wasserdurchfluss verringern. "Das aber wird aus unserer Sicht langfristig nicht funktionieren. Jeder weiß: Wasser bahnt sich seinen Weg und wird neue Rinnen finden", sagte Niederstadt.
Die ursprüngliche Planung damals soll von kleineren Schiffen ausgegangen worden sein. Inzwischen gibt es aber immer größere Containerschiffe, die auch für die Ost-Asien-Route wichtig sind. "Die Auswirkungen dieser großen Schiffe wurden aber in den Planungsunterlagen gar nicht untersucht", kritisierte Niederstadt. Diese Schiffe haben wegen ihrer Größe eine ganz andere Wasserverdrängung. Dazu kommt eine wesentlich stärkere Sogwirkung. Die Elbvertiefung beeinflusst nicht nur Menschen und Tiere, sondern der Küstenschutz müsste auf der gesamten Strecke neu überdacht werden. Die Deiche müssten verstärkt und erhöht werden.

Bereits im Februar hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass die Pläne zur Elbvertiefungen Mängel aufweisen und geändert werden müssen.

Meiner Meinung nach sollten erstmal die Kapazitäten des Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven ausgeschöpft werden. Der Jade-Weser-Port ist der einzige Hafen in Deutschland, den Schiffe unabhängig von Beladung, Tiefgang und Wasserstand anlaufen können.

Vermutlich wird es noch lange dauern bis die Hamburger mit der Elbvertiefung beginnen können und wenn sie dann genauso schnell bauen wie bei der Elbphilharmonie, dann werde ich das nicht mehr erleben.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

18 Oktober 2017

Weidetierhalter „missbraucht und hintergangen“

Wie die Zeitungen und der NDR 1 berichteten, fühlen sich die Weidetierhalter im Cuxland „missbraucht und hintergangen“. Sie werden mit ihren Ängsten und Sorgen alleine gelassen. Nicht überall sind Einzäunungen zum Schutz der Weidetiere möglich. Zudem überwänden die Raubtiere mittlerweile selbst zwei Meter hohe Schutzzäune. Die Ankündigung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne), auch ganze Wolfsrudel zu töten, bezeichnete das Landvolk als „Vernebelungstaktik“. Im Raum Cuxhaven werden inzwischen auch immer öfterer Rinder gerissen. Ausgleichszahlungen für gerissene Weidetiere dauern viele Monate. In manchen Fällen werden die Weidetiere auch im Sommer im Stall gehalten, was natürlich zu erheblichen Mehrkosten führt. Die Tierhalter müssen dann das Futter kaufen. Kleinere Weidetierhalter haben bereits aufgegeben.

Auf langgezogenen Deichen, könnten die hiesigen Schafhalter ihre Tiere nicht nur schwer, sondern gar nicht davor schützen, von Rudeln gerissen zu werden. „Wo der Wolf lebt, wird es keine Schafe und keine Trockenrasenlandschaften mehr geben. Ein Schutz der Schafe ist hier kaum möglich“, sagen Experten.
Die europäische Strategie einer Koexistenz der Weidewirtschaft mit diesem Raubtier ist grandios gescheitert und muss neu diskutiert werden. Noch beunruhigender sei die Tatsache, dass die Anwesenheit von Menschen, die Nähe von Straßen und Siedlungen, den Wolf nicht mehr abschreckt. Intelligent, wie sie sind, hätten die Raubtiere „gelernt“, dass sie privilegiert sind und ihre Attacken folgenlos bleiben.
Ein aktuelles Gutachten empfiehlt den kontrollierten Abschuss des Wolfes in Deutschland wie es bereits in einigen europäischen Staaten der Fall ist. Erstellt hat die Studie Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel vom Zoologischen Institut der Universität Berlin

Nicht nur die Bundesumweltministerin (SPD) sondern auch der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) wurden für ihr Verhalten stark kritisiert. Bei der Landtagswahl in NDS vor wenigen Tagen haben die Grünen 5% Punkte seit der Wahl von 2013 verloren. Analysen sagen, dass dieser Rückgang teilweise darauf zurückzuführen sind, dass Stefan Wenzel das Landvolk und die Weidetierhalter so im Stich gelassen hat.

Wetterbedingt sind jetzt die meisten Tiere von den Weiden und Deichen geholt worden. Die Wölfe bekommen aber wieder Nachwuchs, die Rudel vergrößern sich, oder teilen sich, sodass wir im kommenden Jahr nochmehr Wölfe haben werden. Touristen haben wir nicht mehr viele (im Verhältnis zu den Ferien) sodass zur Zeit auch unsere Heide sicher ist.
Wie wird sich das jedoch im nächsten Jahr, oder später entwickeln?
Ich bin gespannt.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

11 Oktober 2017

Neue Liegeplätze-Offshore-Industrie

Nachdem sich Siemens in Cuxhaven niedergelassen hat, gehen die Arbeiten an neuen Liegeplätzen zügig vorran. Nachdem im August 2017 die Einweihung des Liegeplatzes 9.3 gefeiert wurde, ist die Fertigstellung des Liegeplatzes 9.2, und der Baubeginn am Liegeplatz 9.1 ein weiteres Zeichen für die richtigen Entscheidungen.
Das Deutsche Offshore-Industrie-Zentrum entwickelt sich außergewöhnlich gut und übt eine Strahlkraft auf die gesamte Region aus.

Aufgrund der hohen Auslastung der bestehenden Liegeplätze des Deutschen Offshore-Industrie-Zentrums musste mit dem Ausbau des Liegeplatzes 9.1 begonnen werden das im April 2018 mit einer schwerlastfähige Kaianlage in einer Länge von 142 m bei einer Wassertiefe von 7,4 m fertig sein soll.

Auf der östlichen Seite des Siemens Betriebs soll in wenigen Wochen ebenfalls mit dem Beginn eines neuen Liegeplatzes begonnen werden.
Liegeplatz 4. Vorgesehen ist die Kaianlage auch für Siemens aber auch andere Unternehmen, die die Kaikanten brauchen, um Komponenten von Windkraftanlagen umzuschlagen.

Normalerweise sind die Norddeutschen ziemlich langsam mit ihren Entscheidungen. Hier in Norddeutschland ticken die Uhren anders. Das ist nicht nur in Cuxhaven oder Niedersachsen so, sondern auch in HH SH und Bremen so. Das ist meine Erfahrung. In dem oben beschriebenem Fall ist es anders. Es geht zügig voran. Ein großes Plus für Cuxhaven und die ganze Region, von der wiederum der gesamte norddeutsche Raum profitiert. Ich bin begeistert. Es fördert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Energiepolitik, sondern senkt auch die Umweltbelastung, denn Windkraftanlagen belasten weit weniger als Kohle und sind bei weitem nicht so gefährlich wie Atomenergie.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße