Im Juni habe ich ja bereits ein wenig über
das Feuerschiff Elbe 1 (Bürgermeister O’Swald II) berichtet. Elbe 1 ist
eigentlich eine Position an der früher Feuerschiffe lagen um den Schiffen den
Weg zu weisen, Wetterdaten durchzugeben usw. Sie lagen immer an der gleichen
Position und sind auf Seekarten als Navigationshilfen eingetragen. Das bemannte Feuerschiff enthält ferner
Schlaf- und Aufenthaltsräume für die Mannschaft und zusätzliche Räume für
eventuelle Schiffbrüchige.
Aus verschiedenen Gründen (z.B.verändertes
Fahrwasser) hat das Feuerschiff im Laufe der Zeit auf 5 Positionen gelegen.
Eine Veränderung der Position kann zum Bsp auch eine Veränderung der Gefahrenstelle
sein.
Diese Position war die äußerste Seeposition
vor der Elbe. Seit Januar 2000 ist diese Position lediglich mit einer
Leuchttonne gekennzeichnet. Das letzte bemannte Feuerschiff auf dieser Position
war die Bürgermeister O’Swald II, das heutige Museumsschiff Elbe 1. Es war das Größte deutsche Feuerschiff.
Die Bauzeit von Bürgermeister O’Swald
II vom Auftrag am 12.Feb. 1939 hat bis zur
Fertigstellung 10 Jahre gebraucht. Das lag am Krieg weil damals der Bau von
Kriegsschiffen Vorrang hatte, außerdem wurde der Rohbau damals von der
deutschen Wehrmacht versenkt um nicht in Feindeshand zu fallen. Nach Kriegsende
wurde das Schiff wieder gehoben, aber infolge Materialsmagels verzögerte sich
die Fertigstellung. In diesem Zeitraum hat ein Reservefeuerschiff die Position besetzt.
Von 1959 bis 1988 war die Besatzungsstärke
ca 12 - 14 Mann, die jeweils 2 Wochen an Bord, danch 2 Wochen an Land waren.
Nun meine Bilder von der Besichtigung.
An Bord befinden sich 3- 4 Hauptamtliche
Mitarbeiter die das Schiff warten, reparieren usw., und ein ehrenamtlicher
Museumsführer der sich auf der Brücke aufhält und Fragen beantwortet. Ansonsten
muss man sich alleine zurechtfinden, jedoch ist ein Rundgang gut
ausgeschildert.
Blick nach vorne
und nach hinten
auf die Brücke
Durch diesen Eingang kommt man in den sogenannten Kettenkasten. Dort liegen die beiden schweren Ankerketten. Die über steuerbord geleitete Ankerkette ist ca. 350 m lang (Steuerbordanker 1025 Kg) und kommt auch heute noch bei den Fahrten zum Einsatz.
Der Stationsanker ist ein 3000 Kg schwerer Pilzanker
mit einer Kette von 250 m.
Hier geht’s weiter zur nächsten Station. Wer
noch Lust habt folgt mir einfach ;-)
Wir kommen jetzt zur Rudermaschine
Da ist nicht viel zu sehen also gehen wir
weiter in den Hauptmaschinenraum.
Es geht weiter abwärts
Und da sind wir, im Hauptmaschinenraum.
Sorry für die schlechte Bildqualität.
Vielleicht hat Euch meiner Rundgang bisher
gefallen. In Kürze gibt es die Fortsetzung davon, denn meine Besichtigung ist
noch nicht zu Ende.
Ich wünsche Euch noch einen schönen
Sonntag. Bleibt gesund und geniesst das Leben.
Es grüßt Euch

Hui so ein Schiff ist ja richtig spannend Nachtfalke. Ich find es gut das man es besichtigen darf. Du hast das Schiff gut beschreiben, man soll nicht glauben das es schon so alt ist. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
AntwortenLöschenEinen schönen Sonntag und liebe Grüße
Angelika
Da ein Freund von mir Seemann ist, weiß ich, was es heißt an Bord eines Schiffes Dienst zu tun. Ich sage nur, "sehr hartes Brot" egal ob als Fischer, Küstenbewacher oder bei der Handelsflotte. Die Menschen meinen vollen Respekt für den Mut diese Arbeit zu tun.
AntwortenLöschenDanke für diesen Einblick!
mit besten Grüßen aus Schweden
Beate
Finde ich klasse, dass du das Schiff besucht hast. Es ist total spannend, dort all die Technik sehen und natürlich auch fotografieren zu können. Vielen Dank für deine Impressionen aus diesem imposanten Schiff und super klasse beschrieben. :-)
AntwortenLöschenLiebe Grüße und noch einen schönen Restsonntag wünscht dir :-)
Christa
Nachtfalke, gut, dass du dich aufgemacht hast, dieses Museumsschiff zu besichtigen.
AntwortenLöschenDeine Erklärungen und die Fotos sind sehr aufschlußreich. Wenn ich dort
wäre, wäre eine Visite drin.
Einen schönen Sonntag wünscht Dir
Irmi
Ein beeindruckender Einblick, den Du gibst mit diesen tollen Fotos ... wow ...
AntwortenLöschenLiebe Grüße von Anne
Hallo Nachtfalke, klar hat mir der Rundgang gefallen, sehr sogar. In meiner Erinnerung durchlief ich parallel ein U-Boot, dass in Bremerhaven als Museum im Hafenbecken schwimmt. Dagegen ist es, trotz aller Beengtheit, richtig komfortabel in einem so großen Schiff.
AntwortenLöschenAuf die Weiterführung bin ich sehr gespannt. Mal sehen, was dir noch alles ins Netz gegangen ist.
schöne Woche wünscht dir
egbert
Hallo Egbert,
Löschendas U-Boot in Bremerhaven habe ich auch schon gesehen, wenn ich es auch noch nicht besichtigt habe (kommt aber garantiert noch).
Viele Grüße
Nachtfalke
Hallo Nachtfalke,
AntwortenLöschenschöne Besichtigung und schönes Schiff. Es ist höchst spannend mitzuerleben, wie das Innenleben von solch einem Schiff aussieht.
Gruß Dieter