25 August 2013

Besichtigung Museumsschiff Elbe 1



Im Juni habe ich ja bereits ein wenig über das Feuerschiff Elbe 1 (Bürgermeister O’Swald II) berichtet. Elbe 1 ist eigentlich eine Position an der früher Feuerschiffe lagen um den Schiffen den Weg zu weisen, Wetterdaten durchzugeben usw. Sie lagen immer an der gleichen Position und sind auf Seekarten als Navigationshilfen eingetragen.  Das bemannte Feuerschiff enthält ferner Schlaf- und Aufenthaltsräume für die Mannschaft und zusätzliche Räume für eventuelle Schiffbrüchige.
Aus verschiedenen Gründen (z.B.verändertes Fahrwasser) hat das Feuerschiff im Laufe der Zeit auf 5 Positionen gelegen. Eine Veränderung der Position kann zum Bsp auch eine Veränderung der Gefahrenstelle sein.
Diese Position war die äußerste Seeposition vor der Elbe. Seit Januar 2000 ist diese Position lediglich mit einer Leuchttonne gekennzeichnet. Das letzte bemannte Feuerschiff auf dieser Position war die Bürgermeister O’Swald II, das heutige Museumsschiff Elbe 1. Es war das Größte deutsche Feuerschiff.

Die Bauzeit von Bürgermeister O’Swald II  vom Auftrag am 12.Feb. 1939 hat bis zur Fertigstellung 10 Jahre gebraucht. Das lag am Krieg weil damals der Bau von Kriegsschiffen Vorrang hatte, außerdem wurde der Rohbau damals von der deutschen Wehrmacht versenkt um nicht in Feindeshand zu fallen. Nach Kriegsende wurde das Schiff wieder gehoben, aber infolge Materialsmagels verzögerte sich die Fertigstellung. In diesem Zeitraum hat ein Reservefeuerschiff die Position besetzt.

Von 1959 bis 1988 war die Besatzungsstärke ca 12 - 14 Mann, die jeweils 2 Wochen an Bord, danch 2 Wochen an Land waren.

Nun meine Bilder von der Besichtigung.


An Bord befinden sich 3- 4 Hauptamtliche Mitarbeiter die das Schiff warten, reparieren usw., und ein ehrenamtlicher Museumsführer der sich auf der Brücke aufhält und Fragen beantwortet. Ansonsten muss man sich alleine zurechtfinden, jedoch ist ein Rundgang gut ausgeschildert.


Blick nach vorne


und nach hinten

auf die Brücke
 
Durch diesen Eingang kommt man in den sogenannten Kettenkasten. Dort liegen die beiden schweren Ankerketten. Die über steuerbord geleitete Ankerkette ist ca. 350 m lang (Steuerbordanker 1025 Kg) und kommt auch heute noch bei den Fahrten zum Einsatz.



Der Stationsanker ist ein 3000 Kg schwerer Pilzanker mit einer Kette von 250 m.

Hier geht’s weiter zur nächsten Station. Wer noch Lust habt folgt mir einfach ;-)

Wir kommen jetzt zur Rudermaschine

Da ist nicht viel zu sehen also gehen wir weiter in den Hauptmaschinenraum.
Es geht weiter abwärts




Und da sind wir, im Hauptmaschinenraum.
Sorry für die schlechte Bildqualität.



Vielleicht hat Euch meiner Rundgang bisher gefallen. In Kürze gibt es die Fortsetzung davon, denn meine Besichtigung ist noch nicht zu Ende.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag. Bleibt gesund und geniesst das Leben.
Es grüßt Euch


8 Kommentare :

  1. Hui so ein Schiff ist ja richtig spannend Nachtfalke. Ich find es gut das man es besichtigen darf. Du hast das Schiff gut beschreiben, man soll nicht glauben das es schon so alt ist. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
    Angelika

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  2. Anonym8/25/2013

    Da ein Freund von mir Seemann ist, weiß ich, was es heißt an Bord eines Schiffes Dienst zu tun. Ich sage nur, "sehr hartes Brot" egal ob als Fischer, Küstenbewacher oder bei der Handelsflotte. Die Menschen meinen vollen Respekt für den Mut diese Arbeit zu tun.
    Danke für diesen Einblick!

    mit besten Grüßen aus Schweden
    Beate

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  3. Finde ich klasse, dass du das Schiff besucht hast. Es ist total spannend, dort all die Technik sehen und natürlich auch fotografieren zu können. Vielen Dank für deine Impressionen aus diesem imposanten Schiff und super klasse beschrieben. :-)

    Liebe Grüße und noch einen schönen Restsonntag wünscht dir :-)
    Christa

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  4. Nachtfalke, gut, dass du dich aufgemacht hast, dieses Museumsschiff zu besichtigen.
    Deine Erklärungen und die Fotos sind sehr aufschlußreich. Wenn ich dort
    wäre, wäre eine Visite drin.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir
    Irmi

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  5. Anonym8/26/2013

    Ein beeindruckender Einblick, den Du gibst mit diesen tollen Fotos ... wow ...
    Liebe Grüße von Anne

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  6. Hallo Nachtfalke, klar hat mir der Rundgang gefallen, sehr sogar. In meiner Erinnerung durchlief ich parallel ein U-Boot, dass in Bremerhaven als Museum im Hafenbecken schwimmt. Dagegen ist es, trotz aller Beengtheit, richtig komfortabel in einem so großen Schiff.
    Auf die Weiterführung bin ich sehr gespannt. Mal sehen, was dir noch alles ins Netz gegangen ist.

    schöne Woche wünscht dir
    egbert

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    1. Hallo Egbert,

      das U-Boot in Bremerhaven habe ich auch schon gesehen, wenn ich es auch noch nicht besichtigt habe (kommt aber garantiert noch).

      Viele Grüße
      Nachtfalke

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  7. Hallo Nachtfalke,
    schöne Besichtigung und schönes Schiff. Es ist höchst spannend mitzuerleben, wie das Innenleben von solch einem Schiff aussieht.

    Gruß Dieter

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