So schön wie es ist in einem Urlaubsort zu leben, so hat es auch seine Schattenseiten. Nicht alles in Cuxhaven glänzt, obwohl es über 3 Mio. Übernachtungen gibt. Zumindest ist das die Zahl die unsere Kurverwaltung veröffentlicht. Hier haben wir sehr viele Veranstaltungen. Von Mai bis Anfang Oktober ist hier fast jedes Wochende etwas los. Dann wird es etwas ruhiger und von November bis Ende März ist es ruhig in der Stadt. Doch gibt es auch Schattenseiten.
Die Stadt ist hoch verschuldet. Es soll sogar die höchst verschuldete Stad in Nds. sein. Seit Jahren vergammelt der Bahnhof. Ein Aushängeschild einer Stad für ankommende Zugreisende. Nach zähen und langjährigen Verhandlungen hat die Stadt Cuxhaven endlich das große Bahnhofsareal gekauft.
Die DB beschränkt sich in Cuxhaven auf die Bahnstation und ist an einem Empfangsgebäude allenfalls als Mieter für ein Reisezentrum interessiert. Die Stadt Cuxhaven kann hier aufgrund der hohen Schuldenlast nicht einspringen.
Die Stadt will, oder kann, trotzdem kein Geld investieren um den Bahnhof zu modernisieren.
Cuxhaven-Genossenschaft als Alternative!
Die zuvor definierten Ziele ließen sich am besten erreichen, wenn Cuxhavener Bürger, denen an einer positiven Entwicklung Cuxhavens und seines Bahnhofs gelegen ist, gemeinsam in Form einer Genossenschaft das Bahnhofsgebäude entwickeln.
Mit einem Stammkapital und zusätzlichen Landesmitteln kann es gelingen, ein historisches Gebäude zu sanieren und zukunftsfähig zu machen. Seit Jahren wird aber schon darüber gestritten wie der Bahnhofvorplatz und der ZOB umgestaltet werden kann.
Radwege-Benutzungspflicht:
In Cuxhaven wurde vor einiger Zeit in vielen Strassen die "Radwege-Benutzungspflicht" aufgehoben. Damit gelten ehemalige Radwege als Bürgersteig für Fussgänger. Hintergrund ist das für die Sauberkeit (und Winterdienst) der Radwege die Stadt verantwortlich ist, für Bürgersteige der Hauseigentümer. Damit wurde ein Kostenproblem auf die Hausbesitzer abgewälzt.
Wildwuchs:
Der Wildwuchs seit einger Zeit überall in der Stadt hat ja nun wirklich keinen Sinn, sondern ist sichtlich eine Einsparung der Stadt aus Gründen Personal zu sparen. Inzwischen werden Radwege versperrt, Leitpfosten sind zugewuchert oder Verkehrsschilder werden verdeckt. Auch öffentliche Gebäude fangen an zuzuwuchern.
Es gibt viele, zuviele, Schattenseiten in dieser eigentlich schönen Stadt und ich werde sie ab jetzt immer wieder mal aufzeigen.
Trotz alledem bin ich froh hierhin gezogen zu sein.
Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße
11 August 2016
3 Kommentare :
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Hallo Nachtfalke,
AntwortenLöschenich bin in einer Region groß geworden, die immer auf der Schattenseite von Politik und Wirtschaft lag, ich kann ein Lied davon singen!!
Was hat Eurer Stadt den Schuldenberg so wachsen lassen oder liegt es an den nicht mehr so sprudelnden Steuereinnahmen? Wie in einer Fameilie so heißt es wohl den Gürtel enger schnallen oder neue Schulden oben drauf packen.
Ich denke es gibt Bereiche, in denen Geld gespart werden kann. Und wer es ernst meint, wird es nicht dort einsparen, wo es WIRKLICH gebraucht wird. Das Fingerspitzengefühl für's Geld fehlt leider vielen Stadtvätern. In meiner Heimatstadt gibt es gerade so ein Beispiel...!
Die weise Voraussicht ist wohl heute selten geworden :-)
Grüße aus dem Norden
Beate
Hallo Beate,
Löschender Schuldenberg hat sich in vielen Jahren angesammelt. Nicht nur dieser Stadtrat hat Schuld daran, sondern einige Vorgänger auch. Die Stadt versucht zu sparen. An Schulen, Schwimmbädern, der Infrastruktur (Strassen und Radwege), usw. Früher war das einer der größten Fischereihäfen. Jetzt lebt Cuxhaven von Touristen und Kurgästen. Einige wenige Gastronomen haben sehr viel Einfluss auf die Politik.
Wir leben erst seit 3 Jahren hier, was wir aber in den Jahren mitbekommen haben, hat zumindest mir gezeigt, dass die Unternehmer, wie in anderen Städten, Bundesländer und sogar in der Bundesregierung, viel Einfluss auf die Politik haben.
Du hast wahrscheinlich Recht damit:
Die weise Voraussicht ist wohl heute selten geworden.
Viele Grüße
Nachtfalke
Lieber Nachtfalke. Es ist schwierig für eine Stadt, die so viele Schulden hat, alles in Ordnung zu halten. Mich wunder ein wenig, dass bei so einem florierenden Tourismus das Stadtsäckel so leer ist.
AntwortenLöschenAuch bei uns ist nicht alles perfekt, aber wir haben auch wenig Industrie seit der Wende und der Tourismus ist nur in Grenzen möglich.
Unser Bahnhof wurde nach langem Verfall wieder saniert und beinhaltet nun ein paar Wohnungen, einen Arztpraxis und einen Imbiss. Nun ist das Gebäude wieder schön.Wir hatten aber immer einen rührigen Bürgermeister.
Ist schon schade, dass viele Dinge auf der Strecke bleiben, die das Lebensumfeld verbessern.
Liebe Grüße von Anne