29 April 2017

Nutztierrisse

Am 27.03. habe ich erst berichtet wie viele Nutztiere in Nds von Wölfen gerissen wurden. Vor wenigen Tagen kam an die Öffentlichkeit, dass vor einem Jahr in der Cuxhavener Küstenheide mindestens 1 Heckrindkalb von einem Wolf gerissen wurde. Insgesamt gingen 4 Heckrindkälber verloren, aber nur von einem hat man eine Probe genommen und einen Wolfsriss nachgewiesen. Meine Vermutung ist das alle Tiere von einem, oder mehreren Wölfen gerissen wurden. Damals war noch das Land Niedersachsen Besitzer der Heideflächen, die von Konikpferden, Wisente und Heckrindern beweidet wurden. Dem Verantwortlichen vor einem Jahr wurde nach dem Vorfall nahegelegt die Angelegenheit nicht an die große Glocke zu hängen.
Das Küstenheidegebiet um Berensch-Arensch ist nicht nur Naturerbe, sondern auch beliebtes Touristen- und Erholungsgebiet, das von Spaziergängern und Reitern viel genutzt wird.

Jetzt steht der Verdacht im Raum, dass die Tierrisse verschwiegen werden sollten, um keine touristischen Einbrüche zu bekommen. Erst heute haben wir einen Spaziergang durch diese Küstenheide gemacht. Angst hätte ich wahrscheinlich keine, wenn mir ein Wolf begegnet, vorsichtig wäre ich aber. In Ihlienworth (25 Km von hier) wurde gestern wieder ein junges, 300 Kilogramm schweres Rind gerissen.  Die Wölfe scheinen sich im Cuxland wohl zu fühlen.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

3 Kommentare :

  1. Anonym4/30/2017

    Wenn man Wölfe im Land hat ( haben will?), so muss man wohl tolerieren, dass Weidetiere gerissen werden. Entschädigung bei Nachweis eines Wolfsrisses und eine entsprechende Einfriedung, die subventioniert wird, wird die Akzeptanz sicher erhöhen. Wölfe meiden den Menschen, wobei ich Wolfsrudel in einer dichtbesiedelten Gegend schon für unangebracht halte. Da muss es zu Konfliktsituationen kommen. Da wäre umsiedeln eine Alternative, wobei Wölfe ein großes Einzugsgebiet haben können. Mit der Menge an Wölfen wird der Zugzwang immer größer. Leider habe ich den Eindruck, dass man mit dem Verschweigen hofft, die Dinge erldigen sich von selbst. Das tunsie aber sicher nicht. Dem Ein oder Anderen wird man da wohl "auf die Zehen treten müssen". Bin gespannt.

    Liebe Grüße und sonniges langes Wochenende wünsch ich Euch
    Beate

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  2. Das darf man einfach nicht. Verschweigen hilft nichts.
    Man muss sich anders damit auseinandersetzen. Auch Wölfe
    haben ihre Daseinsberechtigung - aber man sie auch
    entsprechend eingewöhnen un dtolerieren - oder eben nicht.
    Ich wünsche dir einen guten Start in den Mai
    Irmi

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  3. ich verstehe auch nicht warum man die Probleme mit den Wölfen vertuscht. Es hilft ja nichts alles nur totzuschweigen. Im Gegenteil ... man schafft damit mehr Unsicherheit.

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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