25 Juni 2017

Krabbenbrötchen werden Luxusschnittchen

Krabbenbrötchen werden langsam zu Luxusschnittchen. Schon im vergangenem Jahr war der Krabbenfang gering. Es wurden nur wenige Nordseekrabben (richtig wäre eigentlich Nordseegarnele) aus dem Meer gezogen. Dieses Jahr melden die Krabbenfischer noch geringere Fangmengen. Woher kommt das?
Herrschten in den wenigen Wochen, in denen sich die Krabbe fortpflanzt, durch natürliche Schwankungen ungünstige Temperaturen und Strömungsverhältnisse, mache sich das schnell im Bestand bemerkbar. 90 Prozent der Krabben leben nämlich nur ein Jahr.


Einen weiteren Grund nennt uns der Biologe Kraus. Die Zunahme natürlicher Fressfeinde. Wittlings- und teils auch Kabeljau-Schwärme haben sich seiner Meinung nach im Frühjahr in der südlichen Nordsee stark vermehrt. Die Überfischung der Wittlings und des Kabeljaus hat nachgelassen. Diese Überfischung ist zurückgegangen, sodass sich natürliche Räuber-Beute-Beziehungen wieder einstellen.

Es gibt allerdings auch andere Ansichten für den Rückgang der Nordseekrabben. Einige sagen es liegt nur an der Überfischung der Nordseekrabbe. Andere sagen wiederum das es an den Temperaturen liegt. Laut der Erzeugergemeinschaft ist der Wittling dafür verantwortlich. Der frisst einen Großteil der Krabben auf.

Der NDR meldete, dass für ein Krabbenbrötchen inzwischen an einigen Orten 12 € kosten (Stand 23.06.2017), das ist teurer als ein Rinderfilet, sagt ein Gastronom. 11,50 € kostet der Snack in Hamburg, in Cuxhaven werden teilweise 7,50 Euro verlangt. Experten rechnen erst am Ende des Sommers mit einer Entspannung. Dann zieht sich die Wittlinge zurück.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

3 Kommentare :

  1. Anonym6/25/2017

    Hallo Nachtfalke,
    hm, wenn es um Nachrichten aus der Wirtschaft geht, werde ich skeptisch, weil .... da ist nichts nachprüfbar und wird dann gerne manipulatorisch verwendet. 12 Euro ist kein happiger Preis, sondern ein unverschämter! Dann muss die Krabbenfischerei für einige Zeit ausbleiben, damit sich die Bestände erholen. Weiter abfischen ist dann purer Wahnsinn und der Grund für den Rückgang auch erstmal egal. In den sich verändernden Zeiten werden wir noch auf ganz Anderes verzichten müssen, als auf Krabbenbrötchen.
    Hier wird auf hohen Niveau gejammert. Aber man gönnt sich ja sonst nix. Für meine Begriffe ziemlich fehlgesteuert und realitätsfremd. DANKE auch für die Thematisierung solcher Fakten.

    Beste Grüße
    Beate

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    1. Hallo Beate,

      ich sehe es ähnlich wie Du. Jammern auf hohem Niveau. Tatsache ist der der Preis in den letzten beiden Jahren stark gestiegen ist und einige Gastronomen, aber auch Fischgeschäfte, keine Krabbenbrötchen mehr anbieten. Das die Fänge kleiner wurden weiß ich von unseren Krabbenkuttern hier. Mir ist aber auch bewußt dass die Erzeugergemeinschaften solche Nachrichten dramatisieren.

      Viele Grüße
      Nachtfalke

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  2. danke wieder für die Info. Hier gibt es immer etwas zum Nachdenken.

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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