26 Januar 2017

Wer macht sowas?

Also ich kann es nicht fassen. In den letzten Jahren wird es immer schlimmer. Feuerwehrleute und Rettungskräfte werden nicht nur behindert, nein inzwischen werden sie immer häufiger angegriffen. Auch wir, die nur im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen Dienst machen, merken immer öfterer Aggressionen gegen uns.
Am vergangenen Montag, 23.1.2017, meldeten mehrere lokale Zeitungen, was sich am Sonnabend an der Hauptfeuerwache in Cuxhaven abspielte, das hatte eine erschreckende Qualität.
Ein 38 Jahre alter Mann wollte für seinen Vater einen Rettungswagen haben. Nun ist es ja so. Wenn in einer Rettungswache angerufen wird, fragt der Disponent, worum es geht. Anscheinend war es wohl kein Notfall um einen Rettungswagen zu schicken. Der Wachhabende lehnte einen RTW mit dem Hinweis auf den kassenärztlichen Notdienst ab. Der Anrufer machte sich daraufhin auf den Weg zur Feuerwache und attackierte den Wachhabenden Disponenten mit Reizgas. Zusammen mit einem Kollegen gelang es den Angriff abzuwehren und der Mann flüchtete. Der Feuerwehrmann erlitt dabei leichte Verletzungen.
Der Tatverdächtige wurde kurz darauf von der Polizei in seiner Wohnung angetroffen. Dort fanden die Beamten Reizgas und ein Messer, das sichergestellt wurde.
Auf richterliche Anordnung wurde dem Tatverdächtigen eine Blutprobe entnommen, da der Verdacht bestand, dass der Mann unter berauschenden Mitteln stand.

Seit ca 2 Jahren kommt es immer öfter vor das es Menschen gibt die an Rettungsfahrzeugen die Radmuttern lösen.  Nicht nur einmal kam es dadurch zu gefährlichen Situationen. Inzwischen sind viele Rettungskräfte angewiesen vor Fahrtbeginn die Radmuttern zu überprüfen.

Ich frage mich allen Ernstes wie krank oder dumm die Menschen noch werden die sowas machen. In welcher Welt leben wir?

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

21 Januar 2017

Verdrehte Welt

Rückblick:

Bei den Stürmen um die Weihnachtszeit (ich hatte am 5. Jan. hier bereits darüber berichtet. Die Zahlen hatten sich danch noch leicht erhöht) wurden auf 4 ostfriesischen Inseln 40 Fuß-Container angeschwemmt. Insgesamt waren es 20 Container. Auf Langeoog waren es Container mit Ü-Eiern und Legoteilen. Aber auch viel anderer Plastikmüll landete auf der Insel.
Kompliziert wurde es auf den 4 Inseln mit den Container die Bauholz geladen hatten. Teilweise sind die Container vom Sturm zerstört worden, waren auseinandergebrochen und wurden zu einer Gefahr für die Schifffahrt. Weitere Stürme hatten sich angesagt. Aus Sicherheitsgründen hätten die Container und deren Inhalt schnell geborgen werden müssen. Holzbalken verteilen sich erst am Strand, dann auf Uferbefestigungen. Zuletzt trieben sie auch bei Hochwasser wieder zurück ins Meer, wo sie eine Gefahr für Schiffe darstellen.
Wangerooge meldete, dass eine schnelle Bergung möglich wäre. Jetzt griff jedoch unser Staat ein. Durch ein Verfügungsverbot untersagte der Zoll jeglichen Zugriff. Begründung:
Einfuhren in die EU müssen verzollt werden. 
Es tat sich also erst mal nichts. Das Strandgut blieb liegen. Der nächste Sturm kam, man konnte immer noch nicht bergen. Die Gefahr bestand erst mal weiterhin.
Später hat sich dann eine Spezialfirma um die Bergung der Container und deren Inhalt gekümmert.

Bisher habe ich immer gehört und gelesen das der Zoll zu wenig Personal hat, hier scheint den Zoll die Sicherheit allerdings nicht zu interessieren, sondern die Verzollung als oberste Priorität zu sehen. Ist doch irgendwie verdreht, oder?

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße

11 Januar 2017

Ankertaumine erfolgreich gesprengt

Mittwoch 11.01.2017

Auf einer Sandbank in der Jade wurde am späten Nachmittag eine Ankertaumine erfolgreich gesprengt erfolgreich gesprengt. Am Dienstag wurde die Mine in der Nähe eines Windparks von einem Sicherungsfahrzeug gefunden. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven hat daraufhin das Havariekommando, Sitz in Cuxhaven, angefordert das die Koordination übernehmen sollte. Das Mehrzweckschiff „Mellum“ hat die Mine dann in die Jade geschleppt, wo sie dann einen Tag später gesprengt wurde. Zuvor wurde die Mine noch von einem kleineren Schiff auf eine Sandbank gezogen.  Bevor die Mine abgeschleppt wurde, hat man sie mit mehreren Sendern ausgestattet für den Fall, dass sie eventuell verloren gehen sollte, um sie dann leichter und schneller wiederzufinden.
Abgesichert wurde diese Aktion vom Bundespolizeischiff 25 „Bayreuth“, einem Sea King Hubschrauber, der Landespolizei und dem Wasserschutzpolizeiboot „W5“.
Weitere Beteiligte waren der Kampfmittelräumdienst Niedersachsen und das Arbeitsschiff „Schillig“.
Die Mine sollte ursprünglich am Dienstag schon gesprengt werden, doch aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse wurde die Sprengung verschoben.

Nach Meinung der Experten handelte es sich um eine deutsche Ankertaumine aus dem zweiten Weltkrieg. Die Sprengkraft beträgt 150 bis 250 Kg.

Bleibt gesund und lasst es Euch gut gehen.
Viele Grüße